Wenn Apple es übertreibt mit der Verschwiegenheit

Apple 4. August 2009 1 min read

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Wenn Apple es übertreibt mit der Verschwiegenheit

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Apple hätte es am liebsten, wenn es in der grossen weiten Welt kein böses Wort über die Firma aus Cupertino gäbe, schon gar nicht über die Produkte. So kommt es immer mal wieder vor, dass Apple unverhältnismässig auf kleine Umstände reagiert.

Der Brite Ken Stanborough aus Liverpool hatte den iPod der Tochter in der Hand als das Unglück seinen Lauf nahm. Gegenüber der der Zeitung Times sagte er: “Es gab ein zischendes Geräusch und es wurde wärmer in meiner Hand.”

Nach der iPod sogar Rauch entwickelte wurde es dem Mann zu viel und er warf den MP3-Player kurzerhand zur Hintertür hinaus. “Nach rund 30 Sekunden gab es einen Knall und eine Rauchwolke”, berichtete Stanborough weiter. Die Reste des Gerätes fand er verschmort wieder.

Als der Schock verdaut war, hat sich Stanborough bei Apple telefonisch gemeldet und auch mit einem Verantwortlichen gesprochen. Verständlich, dass der Mann den Kaufpreis zurückerstattet haben möchte… Kurz darauf traf auch Post von Apple ein. Darin enthalten war ein Vertrag über die Rückzahlung des Kaufpreises. Allerdings befand sich dabei auch eine Klausel, die Stanborough zum Stillschweigen über die Vereinbarung verpflichten sollte. “Ich empfand das als verstörend”, sagte er und verweigerte die Unterschrift. “Wir haben nicht einmal Schadensersatz verlangt, sondern wollten nur den Kaufpreis zurück.”

Schade wenn Apple mit solchen Aktionen genau das Gegenteil erreicht.

(via Winfuture)

Renato Mitra ist ein leidenschaftlicher Vollblut-Blogger. Apple Experte. MINI Fan. Kommuniziert leidenschaftlich gerne über digitale Kanäle. Ansonsten: Try, fail, think, learn, repeat.
20 Comments
  1. dsieben

    Solche Ereignisse machen mir irgendwie Angst. Nicht wegen den Machenschaften von Apple (Die werden sich noch viel mehr solche "Microsoft- Praktiken" einfallen lassen). Nein, mir macht die Menschheit Angst. Ist es nicht so, dass Apple in vielen Fällen erfolgreich ist mit solchen Praktiken und einzelne Menschen tatsächlich meinen, sie müssen schweigen. Nicht mal Schweigegeld wird ihnen geboten....tststs.....! Leider können sich ja nur reiche Leute einen Anwalt leisten und gegen ein Machtmonopol prozessieren zu wollen, da lohnt es sich auch nur, wenn es um einiges mehr geht als um ein iPod. Nun ja, Apple kann es sich leisten, denn nebst Microsoft sind sie ja ziemlich ausser Konkurrenz.....sprich, es müsste nebst Linux etwas gigantisches herkommen. Ich frage mich schon seit Jahren, warum die reichen Konzerne in Asien sich nicht zusammen schliessen und ein eigenes Betriebssystem rausbringen (vermutlich konkurieren sie sich selber mit ihren Windoofbasierten Geräteproduktionen), keine Ahnung! Nun ja, wie es denn auch sei, die Menschen werden weiterhin wie wild Apple kaufen und lassen sich von solchen Ereignissen kaum abschrecken. So gehöre auch ich zu dieser Kundschaft ;-)

  2. JMM

    Wenn mein iPod explodiert, dann bin ich (a Traurig, und würde (b von Apple ein MacBook Pro Schweigegeld fordern. Dann wäre ich auch Leise^^

  3. Fe†ch

    Vorallem wenn solche dinge ans Licht kommen, geht es Apples Image sofort schlechter. Somit sinkt der Aktienwert vom Riesen aus Cupertino...

  4. L.

    http://www.20min.ch/digital/hardware/story/25561242

  5. chill musik

    Scheint, wenn es so ist wie beschrieben, auch bei Apple der Fall zu sein. Irgendwann wird man größenwahnsinnig....

  6. Nachtmeister

    Nichts für ungut aber das ist doch gerade typisch für Apple diese Verschlossenheit ;)

  7. Mike

    Moment mal... eigentlich weiss man gar nicht, ob sich die Geschichte wirklich so zugetragen hat. Diese ganze Story stütz sich auf der Aussage dieses Vaters. Das kann genau so gut auch ein Versuch sein Apple's Ruf zu schädigen - wie mit den Verfärbungen des 3GS, die nicht vom Akku sondern von den Hüllen kamen!! Natürlich stürzen sich Redaktoren auf solche Stories, um Leser anzuziehen und Clicks zu realisieren. Der Wahrheitgehalt ist jedoch nicht nachgewiesen. Apple konnte zum Beispiel das Gerät nicht auf Fehler untersuchen. Alles was als Beweis da ist, ist ein schlechtes Foto von einem kaputten iPod... komisch, dass es dem Vater und nicht der Besitzerin selber passiert ist. Wer gibt seinen iPod in den ersten Stunden aus der Hand und läuft dann weg?

  8. rk

    @Mike Es ist nicht der erste Fall eines explodierenden oder brennenden iPods. Die Geschichte wurde von der (London) Times veröffentlicht, stammt also aus einer normalerweise seriösen Quelle. Dies und die Tatsache, dass sich Apple hier ziemlich typisch verhalten hat, macht eine Verschwörung gegen das "sympathische" Unternehmen aus Cupertino eher unwahrscheinlich.

  9. Andy

    Nach meinen bisherigen Erfahrungen mit Appel kqann ich mich dem Titel nur anschleießen. Apple war schon immer etwas verschwiegen.

  10. Cumu

    Tja, vor solchen Sachen ist heute wohl keine Firma mehr gefeit. Die Allgemeinheit der Menschen ist leider halt kaum mehr zu retten: Gier, Selbstsucht und Inszenierungsdrang kennen leider je länger je weniger Grenzen. Wieviele Leute zeigen mit den Fingern momentan auf die Abzocker-Manager, würden aber mit Sicherheit nicht Nein sagen zu einem unmoralischen Angebot... Deshalb: Das geschilderte Problem ist nicht eins von Apple, sondern eins der Menschheit!

  11. Donnerknall

    rk@ ach, alles was Times schreibt stimmt natürlich. Echt Cool. Niemand weiss hier ob diese Geschichte stimmt oder nicht. Geschichten zu erzählen ist der Menschheitsnatur. Erzählt ein Prominenter oder sonst eine angesehene Person eine Geschichte, wird diese schneller für wahr angenommen. Denkt z.B. an die Hitlertagebücher, usw. Ich persönlich bin bei dieser Geschichte mit dem iPod sehr skeptisch. Auf dem Bild ist wichtiger die hübsche Tochter darzustellen als der iPod!! Zudem tönt die Geschichte wie in einem billigen Groschenroman wo der Held den tickenden Koffer blitzschnell aus dem Fenster wirft und dieser dann sofort explodiert.

  12. rk

    @Donnerknall Ich habe nicht geschrieben, dass alles, was die Times schreibt, automatisch richtig sein muss, allerdings ist sie doch eine seriöse Quelle. Die Geschichte ist ja nicht, der brennende/explodierende iPod, sondern die Art und Weise wie Apple darauf reagiert. Dass Lithium-Ionen-Akkus explodieren können, ist bekannt. Unter anderem musste Apple deshalb ja schon ganze iPod-Serien zurückrufen. Wenn man die grosse Anzahl an iPods, die im Umlauf sind, in Betracht zieht, ist es auch nicht überraschend, dass mal einer hochgeht. Die Beschreibung von Apples Reaktion überrascht mich auch nicht weiter, passt in Apples Verhaltensschema und andere Unternehmen versuchen das auch. Ob der Mann möglicherweise seine eigene Rolle ausgeschmückt interessiert mich nicht sehr, da es für die Geschichte selbst nicht wichtig ist. Insgesamt ist die Geschichte plausibel.

  13. Donnerknall

    @rk von wo weisst du wie Apple reagiert hat und ob Apple überhaupt reagiert hat? Jeder kann alles sagen bzw. schreiben. Selbst angebliche Stellungnahmen. Alles kann verdreht werden..... Wie gesagt ich bin von der GANZEN Geschichte nicht überzeugt. Apple hat einen Ruf, den die Medien machten. Ich habe selber noch nie jemanden von Apple direkt kennengelernt und deshalb hüte ich mich ein Urteil über das Unternehmen Apple zu machen. Gerade in der IT wo nicht alles ist wie es scheint, würde noch mancher User ins Staunen kommen, würde er mehr Hintergrundinformationen einsehen können..... Aber zurück zur Geschichte, jeder darf für sich selber entscheiden ob diese nun wahr ist oder nicht.

  14. Pumpelchen

    Diese (und die vielen ähnlich gelagerten fälle) sind durchaus plausibel, denn das ist der charakter von apple - der dem charakter von steve jobs entspricht. Wie war das noch damals in den 80er jahren, als sein freund und partner wozniak von derselben firma die für apple die gehäuse fertigte, gehäuse für die universalfernbefienungen seiner neuen firma orderte? Jobs hatte einen (grundlosen) wutanfall und drohte diesem gehäusehersteller mit auftragsentzug falls er weiterhin für wozniak - seinen freundund partner, der für ihn die hardware erfand die ihn reich machte - produziert. Jobs ist abgesehen von seinen qualitäten als geschäftsmann ein charakterschwein und deshalb sind alle derartigen stories mehr als nur plausibel. Oder will mir hier einer erzählen, jobs würde nicht genau solche richtlinien in "seiner" firma vorgeben bzw. nichts davon wissen?

  15. Donnerknall

    So noch etwas interessantes zum Thema, selbst bei Times http://technology.timesonline.co.uk/tol/news/tech_and_web/personal_tech/article6736587.ece nehmen die Leser die Geschichte mit unterschiedlichen Meinung auf. Lustig ist bei Gizmodo, fliegt der iPod nach der Explosion 3 Meter hoch, bei 20Minuten verwandelt er sich in ein iPhone und zurück bleibt ein verbrannter Beifahrersitz. Fand das ganze nicht im Hause resp. im Garten statt? Tja, aber ich glaube dem ganzen näher gekommen sein, so soll doch die Tochter das App Grenade herunter geladen haben das wie eine Granate funktioniert und wie wir das Resultat sehen ist dieses App sehr realistisch...hahaha... Wenn wir schon bei Gerüchte sind hier noch das billigste: der 2T Memory Stick unter: http://gizmodo.com/5330606/massive-2tb-memorystick-xc-is-just-insane Schaut mal das Bild genauer an, das HX wurde wegradiert und das 2T billig rein kopiert.... aber viele User diskutieren in diversen Foren ob dieser Memory Stick bereits existiert oder bald auf den Markt kommt? Fragt bitte nicht mich, bei Gerüchte bin ich sehr skeptisch.......

  16. newsu

    @donnerknall Klar Apple würde sowas nie tun, und überhaupt es gab noch nie einen Defekt bei irgendeinem Apple Produkt. Apple ist perfekt und heillig. Und die Aliens warten schon hinter dem Mond um alle Apple Jünger in eine bessere Welt, wo alles i und abgerundet ist, zu entführen. Und nur das Wort von Stefan Jobs gilt. ;)

  17. rk

    @Donnerknall Was genau versuchst du jetzt zu beweisen? Lesermeinungen sind nur Meinungen. Warum sollten sich denn die Leser der Times einiger sein als wir? 10ft sind ungefähr 3m mit einer gewissen Fehlertoleranz. Zu den Memory Sticks: 2TB scheint, die maximal Mögliche Kapazität zu sein, Bei den jetzigen ist ja bei 32GB Schluss. Der Link unten geht direkt zu Sony: https://www.oss-formats.org/en/memorystick/outline/xc.html . Mal sehen was Sony bringt. 20min warnt dich immerhin vorher viel Zeit du beim Lesen verschwendest, das ist nett. Wer es liest ist selber Schuld, wir haben bessere Zeitungen im Land - you get what you pay for.

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