Ihr habt es vielleicht mitbekommen, in meinem letzten iPhone Wochenrückblick kam das Thema „Kill-Switch“ vor. Es geht darum, dass man im iPhone-Code einen Hinweis gefunden hat, dass Apple auf jedem iPhone mit dem App Store, unerwünschte Apps löschen kann. Zuerst wurde das ganze von John Gruber dementiert, danach wieder von Steve Jobs bestätigt.

Doch eigentlich ist das alles viel Wind um eine Aussage, welche Apple schon vor Monaten öffentlich gemacht hat. Nämlich während dem Apple iPhone Event am 6. März 2008 wurde auch das Thema Sicherheit der Apps angesprochen und wie Apple die Benutzer vor Schadsoftware schützen will:

„The developers have to register with us, and for $99 they get an electronic certificate, and that tells us who they are. If they write a malicious app, we can track them down, we can tell their parents, and we will know who they are. And we can turn off the spigot if we need to.

Aber wie dem auch sei, es gibt gute Gründe für diese Funktion, aber genau so gute Gründe dagegen! Niemand wird gerne ausspioniert! Aber ähnliche Diskussionen gibt es ja bereits in Sachen Terror, Sicherheit der Bürger und Verkehr. Wie gut funktioniert die Selbstkontrolle, wieviel Kontrolle braucht der mündige Bürger vom Staat oder einem Konzern?

Will Apple wirklich nur unser Bestes, oder kann man mit der Kill-Switch Funktion noch ganz andere Dinge anstellen? Wie erfahren ist der durchschnittliche iPhone-Benutzer um nicht irgend ein schädliches App zu installieren, trotz diverser Warnungen auf Websites? Muss ein Konzern diese Personen vor sich selber schützen? Was wenn Apple nichts zu tun würde, dann heisst es das iPhone ist fehleranfällig, buggy und eine Spielwiese für Hacker und Betrüger!

Eine mögliche Lösung in meinen Augen wäre, dass der Benutzer die Kill-Switch Funktion per Einstellungen ausschalten kann. Wer selber die Verantwortung übernehmen will, kann das explizit so ausschalten. Wer Apple vertraut, kann es eingeschaltet lassen. Oder wie steht Ihr zu der Sache?