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Online Backup am Beispiel von Crashplan

Der folgende Artikel ist ein Gastbeitrag von @vinschger. Besten Dank dafür und allen anderen wünsche ich eine interessante Lektüre.

Die Fülle an digitalen Daten die sich im Laufe der Zeit bei jedem von uns ansammeln, wird immer grösser: wichtige Dokumente, Fotos und Videos etc. Anfangs begnügt man sich wohl mit gelegentlich manuell durchgeführten Backups auf einer externen USB-Festplatte. Als Mac-User hat TimeMachine einiges einfacher gemacht und bietet inkrementelle Backups (auf einer externen Festplatte oder komfortabel auf der TimeCapsule) mit komfortabler Wiederherstellung. Das Hauptproblem besteht dabei aber immer darin, dass sich sowohl der Mac als auch das Sicherungsmedium häufig im selben Raum befinden: im Fall eines Einbruchs, Feuers, Wasserschaden kann es dann schnell passieren, dass sowohl Mac als auch Sicherungsmedium verloren sind. Wenn man sich ein Netzwerk-(NAS)Laufwerk oder die Time-Capsule in einen anderen Raum oder sogar in den Keller stellt, kann man das Risiko sicher minimieren. Als optimale (zusätzliche) Lösung habe ich für mich auf Empfehlung von @jcfrick den Online-Backup-Dienst Crashplan (www.crashplan.com) als ideale Lösung gefunden, welche meiner Meinung nach das beste Preis-Leistungsverhältnis, verglichen mit alternativen Anbietern wie BackBlaze oder Mozy bieten.

Hier eine Preisübersicht:


1 Computer, unlimitiertes Datenvolumen (unlimited)


2-10 Computer, unlimitiertes Datenvolumen (family unlimited)

Durch die Kompatibilität mit Windows, Mac und Linux Rechnern ist die Family Unlimited Lizenz sehr attraktiv (die Computer müssen sich nicht alle am selben Ort befinden). Das tolle an Crashplan ist die „Risk-Free Cancel any Time“ Garantie: ist man mit dem Produkt nicht zufrieden, kann man jederzeit auch während eines laufenden Abos kündigen, und kriegt das bereits bezahlte Geld für die noch nicht genutzten Monate zurück (somit ist das 4-Jahresabo mit den extrem günstigen Monatspreisen) ziemlich attraktiv und risikoarm.

Das Crashplan Programm kann man kostenlos von der Crashplan Homepage laden (www.crashplan.com). Die Mac-Version ist nicht wirklich im klassischen Apple-Design gestaltet, aber übersichtlich und intuitiv bedienbar. Damit kann man für immer kostenlose Backups auf externe Speichermedien und auf andere Computer (im selben Netzwerk oder übers Internet als auf Computer von Freunden die ebenfalls Crashplan installiert haben) durchführen. Zusätzlich bietet sich eine (nach der 30-tägigen Gratis-Testphase) kostenpflichtige Online Backuplösung mit einem der oben angeführten Abonnement-Lösungen auf den Servern von Crashplan an. Hierfür wird mit 448bit bereits lokal verschlüsselt (also nur verschlüsselte Daten verlassen den eigenen Rechnern, und nicht wie bei anderen Diensten wo per SSL übermittelt wird und dann angeblich auf dem Server verschlüsselt wird). Man kann hierfür entweder einen von Crashplan generierten Key mit einem eigenen, leicht zu merkenden Datenpasswort schützen oder als höchste Sicherheitsstufe einen eigenen Encryption-Key erstellen, der den eigenen Computer nie verlässt.

Für das Backup wird standardmässig der gesamte Userfolder eines Computers ausgewählt, man kann aber einfach einzelne Folder oder Dateien ausschliessen (de-select) oder auch zusätzliche Folder zur Sicherung hinzufügen. Beim unlimited Plan besteht keine Limitierung im Datenvolumen das man sichern möchte. Auch hat man die Möglichkeit verschiedene Backup-Sets zu definieren mit unterschiedlichen zu sichernden Foldern und Backup-Intervallen, was sehr praktisch ist. Die Sicherung erfolgt auf Servern in den USA (das kann man trotz Verschlüsselung durchaus kritisch sehen), die Uploadrate ist auch in der Schweiz erstaunlich gut (konnte die 2 MBit/s Uploadrate von meinem Cablecom-Vertrag meistens voll ausnutzen, teilweise überschreiten, an gewissen Tagen gab es aber bedauerlicherweise deutliche Einbrüche in der Übertragungsgeschwindigkeit (bis auf 250 kbit/s). Im Schnitt konnte ich 1 GB/Stunde uploaden.

Die auf der Crashplan Homepage angepriesenen Dienste, für das erstmalige Backup eine von Crashplan zur Verfügung gestellte Festplatte per Kurierdienst einschicken zu können (Seeding), bzw. im Falle einer Wiederherstellung (Restore) sich eine solche mit den eigenen Backupdaten schicken zu lassen, ist ausschliesslich in den USA verfügbar.

In den Einstellungen von Crashplan kann man definieren, wie viel Prozessorleistung Crashplan maximal verwenden darf, so wird das System nie wirklich störend ausgebremst. Zusätzlich kann auch noch genau definiert werden, wie viel Transferrate Crashplan maximal erreichen darf – bei Abwesenheit z.B. „unlimitiert“, bei Anwesenheit sollte natürlich nicht die maximale Upload-Rate durch Crashplan verbraucht werden. Mein Tipp, Englisch als Sprache zu wählen (Deutsche Übersetzung ist zwar nicht schlecht, aber ab und zu nicht eindeutig).

Weiters kann in den Einstellungen für jedes einzelne Backup-Set genau definiert werden, wie häufig gesichert wird, und welche Dateiversionen behalten werden sollen (es ist möglich einzustellen, dass sämtliche gespeicherten Dateiversion für immer behalten werden, so dass man eine veränderte Datei auch noch nach Jahren in ihrer Ursprungsversion auffinden kann):

Ein Log-File (History), das man im Programm aufrufen kann, dokumentiert jeden einzelnen Prozess und ist bei der Problemsuche recht hilfreich.

Das anfängliche erstmalige Backup aller Daten hat bei mir gute 10 Tage gedauert, anschliessend wird nur mehr gesichert was neu dazukommt oder sich ändert (dann läuft Crashplan wirklich nahezu unbemerkt im Hintergrund. Crashplan wird im Hintergrund als Java Applikation ausgeführt und funktioniert so auch bei geschlossener Applikation. Über die Crashplan-Homepage kann man auch aus der Ferne den Backup-Status abfragen (Login), zusätzlich kann man sich in Abwesenheit auch Reports per Email oder Twitter Nachricht schicken lassen.

Ein Wiederherstellen der Daten ist einerseits über das Crashplan Programm selber (unlimitiert) oder alternativ auch über das Webportal (dann aber nur in max. 250 MB grossen Datenpaketen) möglich. Für den Download wird für alle ausgewählten Daten jeweils eine ZIP-Datei erstellt, die man sich downloaden kann. Funktioniert problemlos.

Was ich noch vermisse (was aber auf Anfrage beim Crashplan Support geplant ist): eine Statusanzeige in der Mac OS Menuleiste und eine iPhone-Applikation mit der man (ähnlich wie im Webportal) aus der Ferne Backup-Status abfragen und Settings verändern kann.

Der Forum-Support auf crashplan.zendesk.com ist okay, der Ticket-Support per E-Mail oder über die Homepage sei sehr gut (in letzter Zeit, wohl insbesondere durch die Weihnachtsfeiertage und aufgrund des soeben vollzogenen Updates auf Crashplan 3.0) kommt es aber durchaus zu Verzögerungen in der Ticket-Bearbeitung durch die Support-Mitarbeiter. Was ich noch vermisse ist ein Server-Status Update auf der Homepage und einen Twitter-Feed, um im Falle von Verbindungsproblemen mit dem Crashplan-Server oder bei langsamen Upload informiert zu sein.

Ich habe mit der Kombination lokales Backup mit TimeMachine auf meiner TimeCapsule und Crashplan als günstiges Online-Backup für mich die ideale Lösung gefunden und kann sie weiterempfehlen. Ich bin gespannt auf Eure Kommentare – und Eure Vorschläge für alternative Backuplösungen.

Und jetzt kommt das Beste!
Unter allen Kommentaren, gleich hier unten, gibt es eine vollwertige 1-Jahreslizenz (Family unlimited Jahreslizenz – das bedeuted bis zu 10 Computer mit unbeschränktem Datenvolumen sichern) zu gewinnen. Wer einen Twitter Account hat, kann die Gewinnchancen verdoppelt in dem man zusätzlich noch den folgenden Tweet, ohne Anführungs- und Schlusszeichen veröffentlicht:
„Ich möchte dank @vinschger und @apfeltweet eine @crashplan Family 1-Jahreslizenz gewinnen. #backup http://bit.ly/eNOQ4c“

Am 22. Januar 2011, ab 19:00 Uhr, wird die Auslosung des Gewinners durchgeführt. Der Gewinner wird persönlich informiert und über das weitere Vorgehen informiert. Wir wünschen allen Teilnehmer viel Erfolg bei der Verlosung.

Online-Backup mit Backblaze

Backblaze

Nach den Diskussionen um mögliche und weniger mögliche Desaster, habe ich mir schwer Gedanken gemacht, wie ich meine Daten sichern soll, so dass ich in jedem Fall wieder an meine Unterlagen, Musik, Fotos, etc. komme. Klar, die TimeMachine sorgt für ein gutes Backup, doch was ist bei einem Wohnungsbrand? Was wenn während den Ferien im eigenen Heim eingebrochen wird und die Diebe nicht nur den Mac-Computer mitnehmen, sondern auch die TimeCapsule, bzw die USB-Festplatte mit den Sicherungen?

Eine gute Antwort ist hier eine Online-Backup Lösung. Eine solche gibt es beispielsweise von Backblaze. Für gerade einmal 5 US-Dollar im Monat kann man so viele Daten speichern wie man will. Das übertragen der gesicherten Daten passiert über eine Software welche man auf dem Mac installiert. Wahlweise kann man zu einem bestimmten Zeitpunkt ein Backup erstellen und hochjagen, oder aber man passt die geänderten Daten kontinuierlich an und ist quasi ständig am sichern. In den Einstellungen kann man übrigens noch sagen, wie viel der Upload-Bandbreite von Backblaze besetzt werden darf. Damit ist gesichert, dass die Internetverbindung nicht soll und ganz von Backblaze besetzt wird und man kein Surf-Erlebnis mehr hat. Etwas mühsam ist die erste Sicherung. Bei mir mussten mal eben an die 220 GB Daten per Upload zu Backblaze geladen werden. Nicht gerade wenig.

Das liebe Geld
Bezüglich den Kosten muss ich sagen sind 5 Dollar sehr fair, denn es gibt keine Grenze der Speicherkapazität. Kauft man sich den Speicher gleich für ein Jahr, kostet es nur noch 50 Dollar, oder bei zwei Jahren, wie ich es gemacht habe, dann nur noch 95 US-Dollar.

Was wird eigentlich gesichert?
Was gesichert wird, dass kann man zu einem grossen Teil selber bestimmen. Der Ordern Programme wird standardmässig nicht gesichert und kann auch nicht für die Sicherung ausgewählt werden. Davon gibt es noch ein paar Ordner mehr. ich selber hab noch weitere Ordern vor der Sicherung ausgeschlossen mit unwichtigen Inhalten.

Wiederherstellen?
Natürlich macht es Sinn, dass eine gute backup-Lösung auch die gesicherten Daten wieder herstellen kann. Backblaze Kunden können sich auf deren Website einloggen und die gesicherten Daten wieder abholen. Man kann sich die Daten einzeln, wie in einem Dateibrowser, gemütlich anschauen und wählen, welche Daten man als ZIP herunterladen möchte. Alternative kann man sich auch eine DVD mit allen Daten senden lassen. Sind es zu viele Daten, dann darf man sich auch eine externe Festplatte bestellen mit allen Sicherungen. Natürlich kostet der Service, sowie die Hardware etwas. Aber meiner Meinung sind auch die Preise fair: Eine DVD mit 4,2GB Daten kostet 99 Dollar, eine USB Festplatte mit 400 GB rund 409 Dollar.

Mein Fazit
Backblaze wirbt mit einem passenden Spruch: Backup, before you wish you had. Schon einmal blieb mein Herz vor Schreck stehen, als eine externe Festplatte mit Familienbilder nicht mehr funktionierte. Zum Glück konnte ich das alles wieder selber herstellen, denn eine Reparatur bei einer Datenrettungsfirma kostet schnell einmal 1000 oder gar 2000 Schweizer Franken. Daher investiere ich gerne knapp 100 Dollar in zwei Jahren und weiss, dass meine Daten doppelt gesichert sind.

Wie schaut es bei Euch aus? Habt Ihr auch schon Erfahrungen gemacht mit Online-Sicherungen?