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Woher kommt mein iPhone und mein Mac?

Woher kommt mein iPhone?

Wer schon immer einmal wissen wollte woher das eigene iPhone, das iPad, der iPod oder das MacBook kommt, dem wird hier geholfen. Dank der Seriennummer und ein paar kleinen Helferlein kann man schnell heraus finden, was für ein Modell man sein eigen nennen darf und aus welcher Fabrik es kam.

Wie man im Bild oben sehen kann, hab ich das ganze mal kurz durchgespielt mit meinem MacBook Pro. Nicht wenige Informationen bekommt man bereits im Menü „Über diesen Mac“ welches man oben Links über den Apfel aufrufen kann. Richtig spannend wird es wenn man den Button „Weitere Informationen…“ anwählt. Da erhält man auch Details zu den Monitoren, den Festplatten, den Arbeitsspeicher und eben auch die Seriennummer.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wer jetzt aber wissen möchte, aus welcher Fabrik das Apple Gerät stammt, der muss dazu einen externen Webservice verwenden. Die niederländische Seite Chipmunk gibt nach Bekanntgabe der Seriennummer so einiges über das Gerät bekannt, unter anderen eben auch die Fabrik. In meinem Fall W8 in Shanghai.

Die Seriennummer eines iOS-Gerätes findet man übrigens in den Einstellungen unter Allgemein > Info > Seriennummer.

Wer nicht ganz so viele Informationen möchte, der kann sich auch das kleine Mac-Programm coconutID laden. Einmal installiert bezieht das Programm alle Seriennummer vom Mac auf welchem es installiert ist und allen iOS Geräten die schon damit verbunden waren…

 

coconutID

Klar, die meisten Geräte stammen aus China. Der Dienst könnte aber jetzt besonders spannend werden nach dem immer mehr amerikanische Fabriken und Zulieferer genannt wurden. Ich bin gespannt woher mein neuer iMac stammt.

(via Giga)

 

Das ewige Thema Foxconn…

Foxconn

Klar, als Apple-Blogger wird man automatisch zur Zielscheibe von Apple-Gegner und bekommt dann gerne mal Mails oder Kommentare wie diesen hier von Moritz:

Sorry, aber das ist lächerlich. Apple sollte weiter die Situation der Arbeiter in China verbessern, statt die eigenen Mitarbeiter mit Rabatten fester an sich zu binden. Abgesehen davon: Der Artikel selbst ist leider mal wieder nur plumpes Apple-Gelobe. Ein bisschen mehr Kritikfähigkeit täte dem Apfelblog – genau wie vielen Apple-Fanboys – ganz gut. Denn: Man kann Apple-Produkte toll finden, und trotzdem all ihre Schwächen erkennen und kritisieren. Und Schwächen haben Apples Produkte und der Konzern jede Menge.

Der Kommentar ging beim Artikel „Neue Benefits für Apple Mitarbeiter“ ein und hier möchte ich gleich mal ansetzen. Der Artikel ist kein Lobgesang auf Apple, sondern ich schätze es, wenn ein weltweiter Grosskonzern wie Apple sich auf ihr stärkstes Gut rückbesinnt, nämlich die Mitarbeiter. Jeder einzelne Mitarbeiter sorgt dafür, dass Apple eben so erfolgreich ist und es, wie es im Moment scheint, auch bleibt. Es ist doch toll wenn diese Mitarbeiter nicht nur einen Klaps auf die Schulter bekommen. Da können mir die Mitarbeiter von ARP und MySign sicher zustimmen… Ich glaube hier dürfen sich andere Unternehmen gerne ein Beispiel an Tim Cook nehmen.

Nicht alles, was glänzt ist aus Gold.
Ich glaube schon dass das ApfelBlog.ch kritikfähig ist. Ich nehme Kommentare ernst und mache aus den Diskussionen sogar eigene Beiträge wenn es mir das Thema wert ist… Ich unterstelle dem Moritz nun einfach mal, dass er bisher das ApfelBlog.ch gar nicht richtig verfolgt hat. Denn sonst hätte er Kenntnis von meinem Interview im Zürcher Tages-Anzeiger mit dem folgenden Zitat:

Das iEvangelium

Auch sonst sind Produkte nicht immer nur gut, sondern könnten auch noch eine Verbesserung ertragen. Nur zu gerne wird ein Thema wie  Foxconn von den Medien und den Apple-Gegner immer wieder aufgegriffen ohne Müde zu werden. Zumindest die Medien haben davon nun langsam abgesehen, denn spätestens seit Tim Cook bei Apple für ein bisschen Transparenz sorgt, kann man kaum mehr was gegen das Unternehmen in Cupertino sagen.

Natürlich helfen die Zulieferer-Listen keinem Arbeiter in China. Sondern die Aktivitäten die Apple bei den chinesischen Firmen gestartet hat um die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Davon zeugt auch die neue Zusammenarbeit mit einer Non-Profit Organisation welche sich für die Arbeitnehmer einsetzt… Apple ist schon seit mehreren Jahren dabei gegen die Missstände vorzugehen. Was mich noch viel mehr interessiert, natürlich polarisiert Apple und ist ein gefundenes Fressen wenn es darum geht mit Schmutz zu werfen. Aber Foxconn arbeitet ja nicht nur für Apple, sondern hat auch andere IT-Schwergewichte in der Kundendatenbank wie Acer Inc., Amazon.com, Asus, ASRock, Intel, Cisco, Hewlett-Packard, Dell, Nintendo, Nokia, Microsoft, MSI, Sony Ericsson, Vizio, etc. Leider hört man von keinem dieser Unternehmen was man gegen schlechte Arbeitsbedingungen bei Foxconn macht. Wahrscheinlich warten bis Apple für Ordnung gesorgt hat und dann den Sonnenschein geniessen?

Aber auch Samsung, der starke Mitbewerber von Apple, steht mindestens seit dieser Woche nicht mehr im Sonnenlicht dank diesem schockierenden Video und der Nominierung zum diesjährigen Public Eye Award:

Traurige Bilanz in den Fabriken von Samsung: 50 Tote und hunderte von behinderten Menschen. Grundsätzlich ist es aber richtig und wichtig, dass man solche Missstände ob Apple oder Samsung aufdeckt und durch die Öffentlichkeit Druck auf die Firmen ausübt. In Sachen grüne Elektronik hat es bei Apple ja auch gewirkt und die anderen, weniger medienpräsenten Computer-Hersteller kamen in den Zugzwang. Vielleicht kommt es in Sachen China-Fabriken ja ähnlich. Vielleicht sehen Samsung, Acer, Intel, Dell, HP und Co., dass Apple tatsächlich was für bessere Arbeitsbedingungen tut und folgen dem Beispiel. Zumindest habe ich noch von keinem anderen Unternehmen gelesen, dass man was in diese Richtung tut…

Und zuletzt noch das, wenn jemand im ApfelBlog.ch Gegensteuer zu meinen Artikel geben möchte, Gastartikel sind jederzeit willkommen!

Update
Und ganz aktuell hat Tim Cook nun noch eine E-Mail an die Apple-Mitarbeiter verschickt: Tim Cook responds to claims of factory worker mistreatment: “We care about every worker in our supply chain”