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Schweizer Konsumentenschutz will iPhone 4 Verkaufsstart aufschieben lassen

Der Consumer Report, eine amerikanische Konsumentenschutzorganisation, hat einiges an Aufmerksamkeit gewonnen, als man vor wenigen Tagen das iPhone 4 als bestes Smartphone gekürt hat, aber keine Kaufsempfehlung ausgesprochen haben, bzw. von dem Kauf des besten Smartphone abgeraten hat.

Von dem Hype um das iPhone 4 und den Todesgriff möchte nun auch die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) profitieren. Anders kann ich mir die folgende Medienmitteilung „Defektes iPhone 4 soll nicht verkauft werden!“ vom 16. Juli 2010 nicht vorstellen:

SKS verlangt Aufschub des iPhone-Verkaufsstartes in der Schweiz
Der Verkaufsstart des iPhone 4 in der Schweiz muss verschoben werden. Dies verlangt die SKS von Apple und den Telekomanbietern. Es wäre absolut stossend, ein Produkt auf den Markt zu bringen, das Experten und US-Konsumentenorganisationen als defekt beurteilen. Die SKS erwartet, dass Apple an der heutigen Pressekonferenz transparent über die Mängel informiert. Apple muss zudem glaubhaft garantieren, in Zukunft ein funktionierendes iPhone 4 auf den Markt zu bringen.

Ich möchte nicht die Existenz von Konsumentschutzorganisationen anzweifeln. Solche Organisationen haben definitiv eine wichtige Aufgabe, nämlich die Konsumenten vor sich selber und einigen geldgierigen Unternehmen zu schützen. Jedoch eine solche Aktion, oder besser so eine Forderung, ist wohl etwas übertrieben und hilft niemandem.

Gemäss der Medienmitteilung stützt man sich nur auf die Aussagen des Consumer Reports. SKS findet es nicht notwendig eigene Abklärungen zu treffen wie das Verhalten des iPhone 4 in der Schweiz ist. Genau diese Tatsache, und die Aufforderung den Verkauf hinaus zu schieben stösst bei mir sauer auf. Es gibt diverse andere Anbieter wie Nokia oder HTC, welches ebenfalls in den Anleitungen davon abraten die Antenne zu berühren und da war SKS tatenlos. Aber hier, bei dem Apple-Smartphone, kann man halt schön auf der Hype-Welle mit reiten. Das wusste auch schon Greenpeace.

Ich persönlich finde das Verhalten eher peinlich und nicht einer seriösen Konsumentenschutzorganisation würdig. Daher frage ich mich ob der iPhone 4 Todesgriff nun wirklich rufschädigend für Apple ist, oder solche Medienmitteilung nicht eher schädlich für die Stiftung für Konsumentenschutz!