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Apple bietet mehr als die gesetzliche Gewährleistung! [Updated]

Handelszeitung - Fauler Apfel

Der Bundesrat hat entschieden, dass die auf zwei parlamentarische Initiativen zurückgehende Revision des Obligationenrechts (OR) auf den 1. Januar 2013 in Kraft gesetzt wird. Dann haben Schweizerinnen und Schweizer im Minimum 2 Jahre Gewährleistung beim Kauf eines neuen Gerätes.

In der Mitteilung der Schweizerischen Eidgenossenschaft kann man nachlesen:

Nach geltendem Recht haftet der Verkäufer gegenüber dem Käufer nur während eines Jahres für Mängel an der gekauften Sache. Dies führt häufig dazu, dass die Rechte des Käufers verjährt sind, bevor er den Mangel überhaupt entdeckt hat. Die Verlängerung der Frist auf zwei Jahre entschärft dieses Problem. Der Verkäufer hat bei neuen Waren zudem keine Möglichkeit mehr, die Frist im Vertrag zu verkürzen. Bei Occasionwaren kann die Frist allerdings verkürzt werden, sie muss aber mindestens ein Jahr betragen. Die neue Regelung entbindet den Käufer jedoch nicht von seiner Pflicht, die Kaufsache direkt nach dem Kauf auf Mängel zu untersuchen und dem Verkäufer zu melden.

Wir sprechen hier also nicht von der Garantie, sondern von der Gewährleistung. Selbst im obligatorischen Recht wird ganz klar zwischen Garantie und Gewährleistung unterschieden. Hier meine Erklärung dazu:

  • Die Garantie ist ein freiwilliger, aber bindender, Vertrag zwischen einem Käufer und einem Garantiegeber, welcher dem Käufer ein Garantieversprechen ab gibt. Von Gesetzes wegen, muss kein Hersteller oder Verkäufer eine Garantie dem Käufer abgeben.
  • Die Gewährleistung bestimmt die Rechtsfolgen und Ansprüche, die dem Käufer im Rahmen eines Kaufvertrags zustehen, bei dem der Verkäufer eine mangelhafte Ware oder Sache geliefert hat. Um einen Anspruch geltend machen zu können, muss der Käufer die Ware bei Empfang prüfen und die festgestellten Mängel sofort rügen. Verletzt der Käufer diese Obliegenheiten, so verwirkt er seine Gewährleistungsansprüche. Die Gewährleistungsansprüche bestehen gegenüber dem Verkäufer, nicht dem Hersteller der Ware.

In der Handelszeitung ist vor wenigen Tagen ein Artikel aufgetaucht in dem der Journalist Christian Bütikofer Apple als fauler Apfel bezeichnet und „Schummeln mit Unterschied «Garantie» und «Gewährleistung»“ und das Apple die gesetzlich vorgeschriebene Gratis-Garantie verweigere… Sein Artikel stützt sich auf eine Sendung des Konsumentenmagazin Kassensturz von SRF, welcher bereits mehrfach kritisiert wurde.

Immerhin lässt er die Mediensprecherin Andrea Brack von Apple Schweiz zu Wort kommen:

Apple erfüllt sämtliche Anforderungen der Gesetzeslage zur Gewährleistung, dies auch nach Inkrafttreten der Gesetzesänderung vom 1. Januar 2013. Gemäss der Gesetzesänderung hat sich die unter die Schweizer Konsumentenrechte fallende Gewährleistungsfrist von 1 auf 2 Jahre verlängert. Zusätzlich zu eben dieser Gewährleistung, die vom Verkäufer gewährt wird, bietet Apple weiterhin eine einjährige Herstellergarantie an. Einzelheiten zu Apple’s Hardwaregarantie, die zusätzlich zu etwaigen Rechten aus Gewährleistung gilt, findet man hier:http://www.apple.com/chde/legal/warranty/. Kauft der Kunde von einem Schweizer Händler, so wird Apple auch in diesem Fall die oben erwähnte Hersteller-Garantie für ein Jahr gewähren. Die Möglichkeit, Ansprüche direkt bei Apple anzumelden (wieder Europa- oder weltweit) besteht dabei zusätzlich zu den Gewährleistungsrechten des Kunden, die er gegenüber dem Schweizer Händler geltend machen kann.

Apple bietet als neben der gesetzlichen Gewährleistung zusätzliche, freiwillige Garantien an welche man hier nachlesen kann. Und tatsächlich sprechen einige Punkte für Apple: Apple sieht sich auch in der Reparatur- oder Ersatzverpflichtung für Mängel, die nach der Übergabe an den Kunden aufgetreten sind. Weiter gibt Apple freiwillig eine einjährige Herstellergarantie, egal wo man das Gerät gekauft hat. Auch im Ausland wird einem in jedem Apple Store geholfen.

Gewährleistung und Garantie von Apple

Bisher sind mir noch kaum Meldungen zu Ohren gekommen, dass Apple irgendwelche Garantie- oder Gewährleistungsansprüche nicht erfüllt haben sollte. Ganz im Gegenteil. Ich weiss von Apple-Geräten die im Interdiscount gekauft wurden, und nach einem Jahr nicht mehr funktionierten. Nicht nur, dass die Gewährleistungen nicht mehr galt, um das zu untersuchen wollte der Interdiscount auch noch Geld. Mit dem selben Gerät im Apple Store an der Bahnhofstrasse Zürich wurde dieses ohne Rückfrage mit einem neuen Gerät ersetzt.

Von solchen Geschichten könnte ich noch einige aufzählen… Meine Empfehlung lautet immer: ist das Apple Gerät defekt, am besten einen Termin an der Genius Bar im Apple Store vereinbaren und nicht zum Verkäufer gehen. In allen mir bisher bekannten Fällen wurden die Geräte anstandslos ersetzt, teilweise sogar wenn es um einen selbstverschuldeten Defekt ging.

Entweder hat der Handelszeitung Journalist Christian Bütikofer das Gesetz auch nicht so richtig verstanden, war auf der Suche nach einem Anti-Apple-Beitrag wegen den Leserzahlen, hat sich blind auf den Kassensturz verlassen oder aber fordert von Unternehmen generell über die gesetzlichen Mindestauflagen zu gehen! Im letzten Fall gehe ich also davon aus, dass Herr Bütikofer gerne auch freiwillig doppelt so viele Steuern bezahlt. Kommt ja schliesslich am Ende auch wieder allen zu Gute.

Bei dem Artikel in der Handelszeitung handelt es sich um einen schlecht recherchierten Artikel, bei dem ich einmal mehr den Qualitätsjournalismus suche… Bei anderen Gratisnachrichten hätte ich einen solchen Reisser-Artikel noch eher erwartet, aber nicht bei der Handelszeitung! Worin liegt nochmal der Unterschied zwischen ausgebildeten Journalisten und den Blogger?

Update 13.1.2013 21:45 Uhr
Was mich dringend interessieren würde, hacken hier alle auf der Theorie rum, oder gibt es Erfahrungen wonach Apple Geräte nicht ersetzt hat, welche durch den normalen Gebrauch defekt waren? Meine Erfahrungen und die, die mir zugetragen worden sind gehen eher dahin, dass Apple zu den kulantesten Hersteller gehört. Es ist nicht unüblich das Geräte auch Jahre nach Ablauf der Garantie ohne Worte ersetzt werden. In den wenigsten Fällen werden Geräte repariert, sondern gleich ersetzt. Wie sind da eure Erfahrungen?

2 Jahre Garantie für alle Apple Produkte in der Schweiz ab 2013

iPhone Generationen

Der ApfelBlog.ch Leser Mark hat mich auf einen spannenden Artikel beim Konsumenten Magazin Kassensturz aufmerksam gemacht. Wie wir alle wissen bietet Apple auf alle Produkte nur ein Jahr Garantie an. Die meisten Hersteller, insbesondere im Smartphone-Bereich, bieten bereits heute zwei Jahre Garantie auf die Geräte. Nun tritt in der Schweiz ein Gesetz in Kraft, welches von allen Herstellern eine zweijährige Garantie auf die Produkte verlangt. In Kraft treten soll das kundenfreundliche Gesetz am 1.1.2013. Und daran hält sich Apple auch strikt, ebenfalls als grosse Ausnahme gegenüber den Mitbewerbern:

Grosse Ausnahme aber: Die Geräte von Apple. iPhones und Co, die in diesem Jahr gekauft werden, haben bis Ende Jahr bloss ein Jahr Garantie. Das ändert sich 2013.

Wer sich also demnächst eine Neuanschaffung machen will, der kann von einer längeren Garantie profitieren, wenn man sich noch bis nach Silvester mit der Bestellung gedulden kann…

Hat mein Mac noch Garantie?

Apple Care

Copyright by Alberto Cerriteno (albertocerriteno.com)

Heute wurde ich von einer freundlichen ApfelBlog-Leser angefragt, wie man denn herausfinden kann, ob der eigene Mac noch hat. Eine gute Frage welche ich gerne hier für alle leser beantworten möchte.

Wie schnell hat man doch den Kassenbon verlegt… Denn grundsätzlich haben alle Geräte von ein jahr Garantie ab Kaufdatum. Apple selber hat aber einen Dienst eingerichtet, bei dem man die Serienummer des Apple Produkts (egal ob Mac, , , oder ) eingeben kann und man kurz darauf informiert wird über offene Garantieleistungen.

Wer nicht weiss, wo genau man die Serienummer findet, auch hier hilft Apple mit diversen Anleitungen zu den Apple Produkten. Auf der Seite Technischer Support und Garantie kann man weitere Details zur Garantie nachlesen:

Alle neuen Apple Hardwareprodukte sind ab Kaufdatum (Datum Ihrer Rechnung) durch eine Garantie gegen Material- und Herstellungsfehler abgesichert.
Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier

Wenn Ihr Euer Gerät bei einem Reseller gekauft habt, dann könnte es eventuell auch sein, dass dieser als freiwillige Leistung sogar zwei Jahre Garantie gibt. Das jedoch müsste dann mit dem Reseller abgeklärt werden ob das so ist.

Ein Mac altert nicht so schnell wie ein PC

Das Zitat stammt nicht von mir, sondern von Christian Möller (Macwelt). Möller wurde im Artikel „Aufpolierte Äpfel: Mac gebraucht kaufen“ vom Manager Magazin interviewt. Es ging darum, dass in den aktuellen wirtschaftlich schwierigen Zeiten, jeder etwas sparsamer mit seinem Geld umgeht. Und da kann sich schon einmal ein Blick in den Occasionen-Markt lohnen…

Grundsätzlich gilt: „Ein Mac altert nicht so schnell wie ein PC“, sagt Christian Möller. Dafür ist die hohe Verarbeitungsqualität der Rechner verantwortlich. Für den an einem Gebrauchtmodell interessierten Käufer hat das einen Nachteil: „Es gibt bei gebrauchten Macs keinen so großen Preisverfall wie bei PCs.“

Gebrauchte Mac-Modelle gibt es in erster Linie im Internet. Selbst Apple bietet sogenannte Refurbished-Modelle an und hat dafür im Apple Online Shop eine spezielle Seite eingerichtet. Darin werden nicht nur Computer, sondern auch generalüberholte iPods angeboten. Apple gibt auf die etwas günstigeren Modelle jeweils ein Jahr Garantie, jedoch ist die Ersparnis sehr gering! Hingegen sollte man beachten, dass die generalüberholten Geräte kaum ein Jahr alt sind und meistens eine bessere Ausstattung haben als die Standard-Modelle.

Wesentlich günstiger kommt man an gebrauchte Mac-Computer wenn man Online-Auktionen, wie ebay oder ricardo.ch, besucht oder spezielle Tauschplattformen wie SecondBite.ch. Während man bei grossen Online-Auktionshäuser einen (geringen) Schutz vor Betrüger hat, ist man bei Tauschplattformen ganz auf sich gestellt. Es lohnt sich also bei der Geräteübergabe einen Mac-Kenner mitzunehmen, der kurz überprüfen kann, ob man wirklich das bekommt, wofür man bezahlt…

(via)