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Apple hat immer mehr Verzögerungen. Überall.

Real Artists Ship by Andrew Power

Bildquelle: Andrew Power – dribbble.com/shots/286479-Real-Artists-Ship

Im März 2010 habe ich die Tendenz, dass man bei Apple nicht mehr ganz s zeitnah ausliefert, bereits festgestellt, aber im Vergleich zu den Wettbewerber dann doch wieder gelobt wie rasch die Geräte von der Ankündigung bis zur Auslieferung an den Kunden kommen. An das berühmte Zitat von Steve Jobs kommt Apple auch heute nicht mehr so richtig ran:

Real Artists Ship!

Sehr viele Kunden warten heute noch auf das iPhone 5. Auch heute noch, spricht Apple von 2 Wochen Lieferzeit wenn man sich ein iPad mini oder iPad mit Retina Display im Apple Online Store bestellen möchte. Auch die neuen iMac Desktop Computer lassen lange auf sich warten. Die kleinen 24-Zoll 21.5-Zoll Modelle sollen ab Ende November bereit stehen, die 27-Zoll Modelle erst im Dezember.

Der Gipfel der späten Auslieferung dürfte wohl iTunes 11 sein. Während mehreren Wochen wurde uns der Mund wässrig gemacht auf das neue iTunes 11. Neues Design, schneller besser und spätestens zum Release des iPad mini erhältlich. Doch leider wurde der Release von Ende Oktober auf unbestimmte Zeit verschoben. Man hofft bei Apple Ende November die neue Musik-Verwaltungssoftware ausliefern zu können. Apple möchte jedoch ein qualitatives Produkt verteilen und dafür nehme man sich die nötige Zeit…

Grundsätzlich eine gute Einstellung. Vielleicht sollte Apple wieder etwas weniger Dinge ankündigen, anstelle von Ankündigungen bei denen die besagten Termin nicht eingehalten werden können. Apple sollte uns Fans und Kunden einfach mit neuen Produkten überraschen. Niemand würde dann mitbekommen, ob man nun zwei oder sechs Wochen länger an der Entwicklung geschraubt hätte. Was zählt sind qualitative, fehlfreie Produkte welche Spass machen. Auf das sollte sich Apple wieder konzentrieren.

Real artists ship!

Bildquelle: Technologizer.com

Bildquelle: Technologizer.com

Ein berühmtes und viel gesagtes Zitat von Steve Jobs ist „Real artists ship!„. Lange hat sich Apple an diesem  Leitziel orientiert. Wenn Produkte von Apple vorgestellt wurden, dann waren die vorgestellten Neuerungen sofort in Apple Online Store bestellbar. In den letzten drei Jahren kam Apple aber ein bisschen ab von dieser Strategie. Zuerst waren es nur ein paar wenige Tage, mittlerweile sind es Wochen bis Monate. Angefangen hat es mit dem iPhone und ist jetzt noch mehr spürbar mit dem iPad.

Am 27. Januar 2010 wurde das Apple Tablet iPad, nach vielen Gerüchten und Spekulationen, endlich der Öffentlichkeit vorgestellt. Damals nannte Steve Jobs den März 2010 als Auslieferungsmonat. Inzwischen wissen wir, dass es April wird bis das iPad in den Händen von Otto-Normal-Benutzer landet. Wie immer wird die amerikanische Bevölkerung bevorzug! Die Konsument drüben am grossen Teich können das iPad bereits am 3. April 2010 in den Händen halten. Die Europäer hingegen müssen sich gedulden bis Ende April. Hier in Europa wurde noch nicht einmal die Vorbestellung gestartet! Noch nicht einmal die Preise sind bekannt…

Allerdings, in Relation zu anderen Computerhersteller ist Apple dann doch wieder weit voraus. HP hat zwar das Slate Tablet vor dem iPad der Öffentlichkeit vorgestellt, dafür wussten die Macher selber nicht welche technischen Details das Slate eigentlich hat, was der Anwendungsfall ist und was es genau kann, abgesehen von dem Touchscreen. Es war lediglich ein Prototyp welcher, wenn überhaupt, frühestens Ende Jahr auf den Markt kommt. Selbst das Courier Tablet von Microsoft ist noch nicht über das Stadion des Reissbretts hinweg. Habt Ihr Euch eigentlich auch schon mal gefragt, wie viele der Microsoft Surface Tische wirklich verkauft wurden?

Im Vergleich zu anderen Hersteller im technologischen Bereich ist Apple also immer noch auf Kurs mit dem Spruch „Real Artists ship“. Was vorgestellt wird, wird auch so ausgeliefert. Neu kann es einfach ein paar Wochen oder Monate später sein als der Vorstellungstermin. Vielleicht ist das wirklich einfach der bessere Weg keine öffentlichen Konzeptprodukte zu erstellen als irgendwelche Versprechen zu machen, welche dann, aus welchen Gründen auch immer, doch nicht umgesetzt werden.