iPhone

Greenpeace fordert reparierbare iPhones.

20. April 2018

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Greenpeace fordert reparierbare iPhones.

Eben noch hat Apple den neuen Recycling-Roboter Daisy vorgestellt und all die Bemühungen in Sachen Umweltschutz aufgelistet, schon ist Greenpeace zur Stelle und so gar nicht zufrieden

Wie schon erwähnt, Greenpeace und Apple haben eine lange, gemeinsame Geschichte. Durch die öffentliche Anprangerung von Greenpeace sah sich Steve Jobs damals gezwungen das Thema Umweltschutz ernst zu nehmen und hat damit voll in’s schwarze getroffen. Seither schlachtet Apple die Erfolge auch genüsslich aus und Greenpeace musste in den vergangenen Jahr zugestehen, dass Apple einen guten Job macht, zumindest im Gegensatz zu den Mitbewerbern.

Jetzt aber sucht auch Greenpeace wieder das Rampenlicht der Medien und Gary Cook, Greenpeace Senior Analyst, kritisiert die Bemühungen einen effizienten Recycling-Roboter zu bauen:

Rather than another recycling robot, what is most needed from Apple is an indication that the company is embracing one of its greatest opportunities to reduce its environmental impact: repairable and upgradeable product design. This would keep its devices in use far longer, delaying the day when they’d need to be disassembled by Daisy.

Anstelle eines neuen Roboters hätte Apple die Entwicklung-Ressourcen lieber in reparierbare Geräte investiert. Das zumindest fordert Greenpeace. Tatsächlich sind platzsparende, dünne Geräte immer öfters verleimt und geschraubt. Muss man da eine Komponente ersetzen, dann wird es richtig hässlich. Das ist auch Grund warum Apple im Greenpeace-Umweltbericht in der Kategorie „Sustainable Design & Resource Reduction“ nur ein B- erhalten hat. Allerdings sind die Mitbewerber wie HP, Dell, Microsoft, Amazon, Google, sowie alle anderen Tech-Firmen weit abgeschlagen. Nur Fairphone hat die Note B erhalten.

Nein, Apple ist nicht perfekt, aber dennoch bei vielen Punkten weiter als die Mitbewerber. Für die mediale Aufmerksamkeit ist es aber immer hilfreich, Apple in den Vergleich zu ziehen…

ist ein leidenschaftlicher Vollblut-Blogger. Apple Experte. MINI Fan. Kommuniziert leidenschaftlich gerne über digitale Kanäle. Ansonsten: Try, fail, think, learn, repeat.
3 Comments
  1. Jonny Appleseed

    Geschätzter Renato, deine obige Darstellung ist derzeitig klar irreführend: Im Greenpeace 'Guide to Greener Electronics' (2017) werden, im Bereich Ressourcen, die grossen Hersteller Dell und HP besser, Lenovo immerhin gleich gut bewertet wie Apple. Lediglich in der Gesamtbewertung macht Apple, v.a. durch das sehr gute Abschneiden im Belangen der Energieeffizienz, den Rückstand wieder gut und platziert sich schlussendlich knapp (B-) vor Dell und HP (beide C+) und etwas distanzierter von Lenovo (C-). Da die Reparierbarkeit bei Apple-Geräten in den vergangenen Jahren vom Hersteller stetig erschwert bis, in neueren Produkten, praktisch verunmöglicht wurde, halte ich die Kritik von Greenpeace für durchaus berechtigt, insbes. da man für diesen Trend nebst technischen Gründen (leichtere und dünnere Geräte) genauso ökonomische Überlegungen seitens Apple (höhere Verkaufszahlen neuer Geräte) anführen könnte. Quelle: https://www.greenpeace.org/usa/reports/greener-electronics-2017/

  2. Nina

    Ich habe ebenfalls festgestellt, dass Iphones immer schwerer "reparierbar" geworden sind. Ebenso gehen sie regelmässig nach ca. 2 Jahren kaputt, so dass man auf den Gedanken von "Sollbruchstellen" kommen könnte. Sehr schade. Ich bin gerne bereit, auch gut für eine ordentliche Reparatur zu zahlen - aber es ist oft nicht möglich, die Fehler zu beheben...

  3. Rolf

    @Nina Das die iPhones schwer reparierbar sind ist klar! Aber das die iPhones regelmässig nach ca 2 Jahren kaputt gehen ist schlichtweg falsch.Alle meine iPhones sind deutlich älter geworden als nur 2 Jahre! Ich weis von keinem das seinen Geist aufgegeben hat! Sogar mein erst Generation iPhone läuft noch ! Und das sind ja ca 10 Jahre! Vielleicht kommt es auch auf den Umgang drauf an ;-)

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