Posts tagged "Umweltschutz"

Greenpeace fordert reparierbare iPhones.

Eben noch hat Apple den neuen Recycling-Roboter Daisy vorgestellt und all die Bemühungen in Sachen Umweltschutz aufgelistet, schon ist Greenpeace zur Stelle und so gar nicht zufrieden

Wie schon erwähnt, Greenpeace und Apple haben eine lange, gemeinsame Geschichte. Durch die öffentliche Anprangerung von Greenpeace sah sich Steve Jobs damals gezwungen das Thema Umweltschutz ernst zu nehmen und hat damit voll in’s schwarze getroffen. Seither schlachtet Apple die Erfolge auch genüsslich aus und Greenpeace musste in den vergangenen Jahr zugestehen, dass Apple einen guten Job macht, zumindest im Gegensatz zu den Mitbewerbern.

Jetzt aber sucht auch Greenpeace wieder das Rampenlicht der Medien und Gary Cook, Greenpeace Senior Analyst, kritisiert die Bemühungen einen effizienten Recycling-Roboter zu bauen:

Rather than another recycling robot, what is most needed from Apple is an indication that the company is embracing one of its greatest opportunities to reduce its environmental impact: repairable and upgradeable product design. This would keep its devices in use far longer, delaying the day when they’d need to be disassembled by Daisy.

Anstelle eines neuen Roboters hätte Apple die Entwicklung-Ressourcen lieber in reparierbare Geräte investiert. Das zumindest fordert Greenpeace. Tatsächlich sind platzsparende, dünne Geräte immer öfters verleimt und geschraubt. Muss man da eine Komponente ersetzen, dann wird es richtig hässlich. Das ist auch Grund warum Apple im Greenpeace-Umweltbericht in der Kategorie „Sustainable Design & Resource Reduction“ nur ein B- erhalten hat. Allerdings sind die Mitbewerber wie HP, Dell, Microsoft, Amazon, Google, sowie alle anderen Tech-Firmen weit abgeschlagen. Nur Fairphone hat die Note B erhalten.

Nein, Apple ist nicht perfekt, aber dennoch bei vielen Punkten weiter als die Mitbewerber. Für die mediale Aufmerksamkeit ist es aber immer hilfreich, Apple in den Vergleich zu ziehen…

Apple wird jetzt weltweit mit 100 Prozent erneuerbarer Energie versorgt.

Apple hat bekannt gegeben, dass alle weltweiten Standorte mit 100 Prozent sauberer Energie betrieben werden. Dies umfasst Apple Stores, Büros, Rechenzentren und gemeinsame Standorte in 43 Ländern – darunter in den Vereinigten Staaten, in Grossbritannien, China und Indien. Auch neun weitere Zulieferer haben sich verpflichtet, ihre gesamte Apple-Produktion mit 100 Prozent sauberer Energie zu betreiben, wodurch sich die Gesamtzahl dieser Lieferanten auf 23 erhöht.

Tim Cook, CEO von Apple:

Wir wollen die Welt besser hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben. Nach Jahren harter Arbeit sind wir stolz darauf, diesen wichtigen Meilenstein erreicht zu haben. Wir gehen weiter an die Grenzen des Möglichen, bei den Materialien, die wir für unsere Produkte verwenden, bei der Art und Weise, wie wir sie recyceln, in unseren Anlagen und in der Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten. Auf diese Weise versuchen wir, neue kreative und zukunftsorientierte Quellen der erneuerbaren Energien zu erschliessen, denn wir wissen, dass die Zukunft nicht ohne sie auskommt.

1,4 Gigawatt saubere erneuerbare Energie

Apple betreibt derzeit weltweit 25 Projekte im Bereich erneuerbare Energien mit einer Gesamtleistung von 626 Megawatt. Im Jahr 2017 wurden 286 Megawatt Solarstrom erzeugt, ein Rekordjahr. Ausserdem befinden sich 15 weitere Projekte im Bau. Nach deren Fertigstellung werden über 1,4 Gigawatt saubere erneuerbare Energie in 11 Ländern erzeugt.

Seit 2014 werden alle Rechenzentren von Apple zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie betrieben. Seit 2011 haben alle Ökostrom-Projekte von Apple die Treibhausgasemissionen der eigenen Standorte weltweit um 58 Prozent reduziert und damit fast 2,2 Millionen Tonnen CO2-Ausstossin die Atmosphäre verhindert.

Auch Zulieferer mit erneuerbarer Energie

Um die eigenen Standorte zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien zu betreiben, ist Apple mit gutem Beispiel vorangegangen. Apple gab auch bekannt, dass sich 23 seiner Zulieferer, darunter neun neue, dazu verpflichtet haben, mit 100 Prozent erneuerbarer Energie zu arbeiten. Insgesamt konnten durch saubere Energie aus Zulieferprojekten im Jahr 2017 mehr als 1,5 Millionen Tonnen Treibhausgase vermieden werden. Das entspräche einem Verzicht von mehr als 300’000 Autos. Darüber hinaus haben sich mehr als 85 Zulieferer für das Apple Clean Energy Portal registriert, einer Online-Plattform, die Apple entwickelt hat, um Zulieferern dabei zu helfen, wirtschaftlich sinnvolle Lösungen für erneuerbare Energien in Regionen auf der ganzen Welt zu finden.

Es gibt noch viel zu tun

In Sachen Energie ist Apple da angelangt wo man hin wollte. Bei den Themen Material und Recycling geht Apple bereits mit gutem Beispiel voran, dennoch gibt es da definitiv noch Potential sich zu verbessern. Problematisch sind auch die Arbeitsbedingungen bei den Zulieferer. Auch hier tut man schon mehr als viele Mitbewerber, dennoch ist die Situation nicht befriedigend. Wenn es jemand ändern kann, dann definitiv Apple mit dem wichtigen Einfluss und dem nötigen Kleingeld.

Umwelt-Bericht: Grün. Grüner. Apple?

Zum heutigen Earth Day 2017 hat Apple seinen zehnten Umwelt-Bericht veröffentlicht. Apple hat in Sachen Umweltschutz schon einiges bewegt, setzt sich selber aber auch immer wieder hohe Zeile wie beispielsweise eines Tages ganz darauf verzichten zu können Materialien aus Minen abbauen zu müssen. Dafür arbeitet Das Unternehmen aus Cupertino an einer geschlossenen Lieferkette, auf deren Basis zukünftig Produkte gebaut werden sollen, die ausschliesslich auf erneuerbare Ressourcen oder recycelte Materialien zurückgreifen. Das ist ein ehrgeiziges Ziel, das viele Jahre der intensiven Zusammenarbeit verschiedener Teams, Zulieferer und spezialisierten Recycling-Unternehmen erfordern wird. Aber die Arbeit ist bereits im Gange.

Hier einige Highlights aus dem Umwelt-Bericht:

  • 2016 kamen 96 Prozent der weltweit in Apple-Einrichtungen genutzten Elektrizität aus erneuerbaren Energien.
  • Apple nutzt bereits in 24 Ländern zu 100 Prozent erneuerbare Energien.
  • In sämtlichen Rechenzentren von Apple wird bereits zu 100 Prozent erneuerbare Energien verwendet.
  • 7 der wichtigsten Zulieferer haben sich verpflichtet, ihre Produktion für Apple bereits bis Ende nächsten Jahres auf 100 Prozent erneuerbare Energien umzustellen: Lens, Catcher, Solvay, Ibiden, Sunwoda, Compal und Biel.
  • Über Apple’s Partnerschaft mit dem WWF wurden 1’294 km2 Nutzwald in China für die „Forest Stewardship Council (FSC)”-Zertifizierung vorgeschlagen. Das bedeutet, dass nur zwei Jahre nach dem Start des Waldwirtschafts-Programms Apple nun soviel Wald nachhaltig schützt, wie nötig ist, um das gesamte Papier-Verpackungsmaterial für seine Produkte zu produzieren.
  • Apple entwickelt innovative neue Recycling-Technologien wie zum Beispiel LIAM. Die automatisierten Roboter-Zerlegeeinheiten für das iPhone 6 ermöglichen die bessere Nutzung von wiedergewonnenen Materialien in neuen Produkten.
  • Apple hat bereits damit begonnen, mit wiedergewonnenem Aluminium neue Geräte zu bauen.  So werden von LIAM zerlegte Aluminiumgehäuse vom iPhone 6 eingeschmolzen und damit Mac mini Computer gebaut, die dann in den Endmontagewerken für das iPhone verwendet werden.
  • Aus 100’000 iPhone 6 extrahiert LIAM potenziell die folgenden Materialien: Aluminum (1’900 kg), Kupfer (800 kg), Gold 3 kg), Metalle der Platin-Gruppe (0. kg), Silber (7 kg), Tin (55 kg), Seltene Erden (24 kg), Kobalt (550 kg), Wolfram (3.5 kg), Tantal (2.5 kg)
  • Für Zinn besteht bereits eine Lieferkette für recyceltes Material, das den Qualitätsanforderungen entspricht. Auf dieses Material wird für das iPhone 6s zurückgegriffen, wo Apple zu 100 Prozent recyceltes Zinn für die Lötstellen der Hauptplatine nutzen, auf der der Grossteil des verarbeiteten Zinns zu finden ist.

Schon beeindruckend mit welcher Weitsicht, Ambitionen und selber sehr hochgesteckten Herausforderungen Apple das Thema Umweltschutz angeht. Passend dazu hat Apple auch noch ein paar Informationsvideos erstellt:

Kann ein Solarpark Yaks ernähren?

Kann Apple null Abfall produzieren?

Warum macht Apple seinen eigenen Schweiss?

Kann ein Gebäude atmen?

Schön wenn man noch etwas über sich selber lachen kann, oder? Aber ich finde es toll wie Apple versucht eine Führungsrolle in Sachen Umweltschutz zu erarbeiten. Natürlich gibt es auch ähnliche Programme bei Google und Co. aber Apple weiss sich geschickt zu positionieren. Wäre toll wenn Unternehmen wie Samsung oder Xiaomi dem Beispiel folgen würden.

Apple kauft sich einen Wald.

Apple kauft einen Wald

Man kann von Apple denken was man will, aber in einer Kategorie sind die Leute von Cupertino der gesamten IT-Branche weit voraus: Umweltschutz! Über den gesamten Energieverbrauch hat Apple einen Anteil von 87% erneuerbare Energie. Und weil man an diese umweltfreundliche Energie glaubt und in Kürze das Ziel von 100% erreichen will, baut Apple selber Energie-Farmen.

In Amerika werden bereits alle Apple Büros, Datenverarbeitungscenter und Apple Stores mit 100% erneuerbarer Energie versorgt. Seit kurzen auch alle Apple Stores in Deutschland, UK, Spanien, Italien und Australien. Allerdings warum man es mit den vier Stores in der Schweiz noch nicht geschafft hat ist mir ein Rätsel…

Auch in China wird nun ein Solar-Energie Projekt in der Sichuan Provinz entwickelt, dass bis zu 80 Millionen KWH pro Jahr an sauberer Energie produzieren soll. Dies entspricht ungefähr der Menge, die benötigt wird um 61.000 chinesische Haushalte zu versorgen. Und es ist sehr viel mehr Energie als Apple in China benötigt, um dort alle Unternehmensbüros und Apple Stores zu versorgen. Vielleicht könnte Apple auch die Zulieferer wie Foxconn und Co. mit sauberem Strom beliefern.

Zudem wurde eine neue Initiative bekannt gegeben, bei der Apple eine Partnerschaft mit „The Conservation Fund” eingeht. Im Rahmen dieser Initiative will Apple dauerhaft helfen, Nutzwald im Osten der USA zu schützen und gleichzeitig einen “net-zero impact” bei den Produktverpackungen, bezogen auf nachhaltige Rohstoffe, zu erreichen. Mehr als 50% des US Waldes sind Nutzwald, der Material für den Bau und die Produktion liefert. 10 % davon sind bedroht. Diese Wälder spielen eine grosse Rolle für unser Ökosystem, sie liefern saubere Luft, sind Lebensraum für Wildtiere und filtern Wasser. Ausserdem liefern sie den Papierrohstoff für Verpackungen, und sichern damit 2,8 Millionen Jobs allein in den USA.

Apple unterstützt „The Conservation Fund” beim Kauf von über 9’000 ha Nutzwald im Osten der USA, was einer Fläche von 27’000 Fussballfeldern entspricht. Die gesamte potenzielle Papierproduktion dieser Fläche entspricht ungefähr der Hälfte der Rohmaterialien, die in Verpackungen von  iPhone, iPad, iPod, Mac und Apple TV im letzten Jahr verwendet wurden. Apple ist entschlossen, dass zukünftig 100% der Rohmaterialien, die für die Verpackungen verwendet werden, aus nachhaltig bewirtschafteten Waldbeständen oder aus kontrollierten Wäldern kommen sollen. 2014 waren bereits über 80% der Kartonverpackungen aus Materialien von zertifizierten und nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, aus kontrolliertem Waldanbau oder aus Recyclingmaterialien. 

Am Earth Day, Mittwoch 22. April werden in über 90 Apple Stores weltweit die Apple Logos grün erscheinen, in der Schweiz werden das die Apple Stores “Freie Strasse” in Basel und “Rue de Rive” in Genf sein. Schade macht der Vorzeige-Store an der Bahnhofstrasse nicht mit…

Ich schätze sehr was Apple an Geldern in den Umweltschutz steckt und hoffe eigentlich, dass Samsung, Google und Co. bald ähnliche Projekte in’s Leben rufen.

iReview 09/2014 – Oder, wie man Tim Cook verärgert.

Tim Cook Keynote

Der Apple Chef Tim Cook ist eigentlich, so scheint es, ein ganz sanfter Mensch. Jemand, der wohl niemandem ein Haar krümmen könnte oder auch niemanden verärgern möchte. Aber der Schein trügt. Vergangenen Freitag fand die Aktionärsversammlung statt und dabei wollte eine Investorengruppe mit dem Namen National Center for Public Policy Research (NCPPR) wissen, wie viel Geld Apple genau in den Umweltschutz investiere und man solle in Zukunft nur noch in gewinnbringende Projekte investieren… Schwerer Fehler!

Ziemlich erzürnt erklärte Tim Cook dem Vertreter der Gruppe:

When we work on making our devices accessible by the blind. I don’t consider the bloody ROI.

Genau gleich, so erklärte er, sei in Sachen Umweltschutz, Arbeitssicherheit und anderen sozialen Themen bei denen Apple führend ist in der Branche. Zum Schluss macht Cook unmissverständlich klar:

If you want me to do things only for ROI reasons, you should get out of this stock.

Klare und sympathische Worte. Es geht Apple bezüglich Arbeitssicherheit und Umweltschutz nicht nur darum, eine gute PR zu haben gegenüber den Mitbewerber welche einfach gar nichts machen. Tim Cook will, dass Apple hier Zeichen setzt und hoffentlich endlich mal in der Branche kopiert wird. Nicht nur bei den Geräten!

Abgesehen von der tollen Story hatte Apple mit der Sicherheit zu kämpfen, welche aber Anfangs vergangene Woche wieder hergestellt werden konnte. Und iTunes Radio hat in der Schweiz, wie auch in Deutschland einen Schluckauf und ist hin und wieder ersichtlich, funktioniert aber noch nicht.

Was sonst noch erwähnenswert war, das steht im ApfelBlog-Wochenrückblick von der Woche 09/2014. Ich wünsche euch eine interessante Lektüre.