Apple kauft sich einen Wald.

Apple kauft sich einen Wald.

Apple kauft einen Wald

Man kann von Apple denken was man will, aber in einer Kategorie sind die Leute von Cupertino der gesamten IT-Branche weit voraus: Umweltschutz! Über den gesamten Energieverbrauch hat Apple einen Anteil von 87% erneuerbare Energie. Und weil man an diese umweltfreundliche Energie glaubt und in Kürze das Ziel von 100% erreichen will, baut Apple selber Energie-Farmen.

In Amerika werden bereits alle Apple Büros, Datenverarbeitungscenter und Apple Stores mit 100% erneuerbarer Energie versorgt. Seit kurzen auch alle Apple Stores in Deutschland, UK, Spanien, Italien und Australien. Allerdings warum man es mit den vier Stores in der Schweiz noch nicht geschafft hat ist mir ein Rätsel…

Auch in China wird nun ein Solar-Energie Projekt in der Sichuan Provinz entwickelt, dass bis zu 80 Millionen KWH pro Jahr an sauberer Energie produzieren soll. Dies entspricht ungefähr der Menge, die benötigt wird um 61.000 chinesische Haushalte zu versorgen. Und es ist sehr viel mehr Energie als Apple in China benötigt, um dort alle Unternehmensbüros und Apple Stores zu versorgen. Vielleicht könnte Apple auch die Zulieferer wie Foxconn und Co. mit sauberem Strom beliefern.

Zudem wurde eine neue Initiative bekannt gegeben, bei der Apple eine Partnerschaft mit „The Conservation Fund” eingeht. Im Rahmen dieser Initiative will Apple dauerhaft helfen, Nutzwald im Osten der USA zu schützen und gleichzeitig einen “net-zero impact” bei den Produktverpackungen, bezogen auf nachhaltige Rohstoffe, zu erreichen. Mehr als 50% des US Waldes sind Nutzwald, der Material für den Bau und die Produktion liefert. 10 % davon sind bedroht. Diese Wälder spielen eine grosse Rolle für unser Ökosystem, sie liefern saubere Luft, sind Lebensraum für Wildtiere und filtern Wasser. Ausserdem liefern sie den Papierrohstoff für Verpackungen, und sichern damit 2,8 Millionen Jobs allein in den USA.

Apple unterstützt „The Conservation Fund” beim Kauf von über 9’000 ha Nutzwald im Osten der USA, was einer Fläche von 27’000 Fussballfeldern entspricht. Die gesamte potenzielle Papierproduktion dieser Fläche entspricht ungefähr der Hälfte der Rohmaterialien, die in Verpackungen von  iPhone, iPad, iPod, Mac und Apple TV im letzten Jahr verwendet wurden. Apple ist entschlossen, dass zukünftig 100% der Rohmaterialien, die für die Verpackungen verwendet werden, aus nachhaltig bewirtschafteten Waldbeständen oder aus kontrollierten Wäldern kommen sollen. 2014 waren bereits über 80% der Kartonverpackungen aus Materialien von zertifizierten und nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, aus kontrolliertem Waldanbau oder aus Recyclingmaterialien. 

Am Earth Day, Mittwoch 22. April werden in über 90 Apple Stores weltweit die Apple Logos grün erscheinen, in der Schweiz werden das die Apple Stores “Freie Strasse” in Basel und “Rue de Rive” in Genf sein. Schade macht der Vorzeige-Store an der Bahnhofstrasse nicht mit…

Ich schätze sehr was Apple an Geldern in den Umweltschutz steckt und hoffe eigentlich, dass Samsung, Google und Co. bald ähnliche Projekte in’s Leben rufen.

  • ted

    Google ist übrigens auch nicht ganz untätig http://www.google.com/green/energy/ aber sie hängens halt nicht an die grosse Glocke.

  • Da sitzen wohl zuviele Republikaner im Google Marketing……… Das Marketing von Apple ist wohl für viele unerreichbar.

  • dem

    wow sie haben ein Wald zum abholzen gekauft. Wie wärs mit recycling?
    Apple braucht 54’000 Fusballfelder Wald pro Jahr!!!! nur für die Verpackung und Du redest von Grün?
    Gohts no?

  • DiValio

    Ach komm, genau lesen hilft eigentlich oft schon. Bereits 2014 stammte 80% der Verpackungen aus nachhaltig bewirtschafteter Waldfläche oder Recyclingmaterial. Nahes Ziel ist 100% zu erreichen. Und nun haben sie zusätzlichen Wald gekauft um nochmal die Hälfte des Gesamtvolumens abzudecken. Gerade als Schweizer solltest du eigentlich wissen was „nachhaltig bewirtschafteter Wald“ bedeutet. Die Waldfläche verringert sich nicht, da man sich laufend um Nachforstung kümmert. In grossen Teilen der Welt (u.a. USA/Kanada) ist sowas noch ein Fremdwort und ich begrüsse jede Initiative in diese Richtung! Aber ich muss dir schon auch Recht geben, all zu viel darf man nicht auf diese Green-PR-Politik Apples nicht geben. Sie machen bereits sehr viel, aber vieles wird sehr aufgebauscht und die richtig „dreckigen und unethischen“ Posten gehen unter. Aber immerhin machen sie was und auch bei den schwierigen Themen sind sie nicht ganz untätig…

  • dem

    Ich geb Dir recht, und finds gut das sie was machen. Aber Apple jedes mal als den GrünPropheten darzustellen, nur weil sie mal wieder eine PR Gag rauslassen halt ich doch für übertrieben.

  • DiValio

    Ja das ist so. Apple hat halt ein unschlagbares PR-Team. ;-) Andere wie beispielsweise Google machen in diesen Bereichen ebenfalls einiges, nur Apple weiss es halt zu vermarkten. Ich würde wirklich gerne wahre Hintergründe erfahren und inwiefern Apple gegenüber anderen „mehr“ macht. Greenpeace ist ja mittlerweile ziemlich zufrieden mit Apple, eine BBC-Doku zeigt auf der anderen Seite wieder krasse Zustände (vordergründig eher Arbeitsbedingungen bei Zulieferern). Aber hier würde mich wiederum der Vergleich interessieren. Ich denke, dass Apple sich ein „wenig mehr“ um sowas kümmert, die Frage ist wie viel „mehr“ und was ist überhaupt möglich? Ist ein schwieriges Thema