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Streaming tötet das Musik-Business. Schon wieder.

Amsterdam Dance Event Conference

Seit vielen Jahren reise ich immer im Oktober nach Amsterdam an die Amsterdam Dance Event. Eine Konferenz rund um elektronische Tanzmusik (EDM). Es geht um Artisten, Produzenten, Labels, Musikvertrieb, Event Manager und, und, und… Hier werden Bekanntschaften geknüpft, Geschäfte gemacht und sich über aktuelle und zukünftige Entwicklungen in der Szene ausgetauscht. Auf eine sehr unverkrampfte Art und Weise.

Natürlich bin ich aktuell auch in diesem Jahr wieder vor Ort. Das erste grosse Thema was mich hier, und die Branche, beschäftigt sind die aktuellen Entwicklungen im Bereich Musik-Streaming. Tatsächlich ist die Musik-Branche, nicht nur EDM jedoch insbesondere, wieder im Umbruch. Im Umbruch, weil die Technik sich im Moment rasant weiterentwickelt und dem Endkonsumenten neue Möglichkeiten bietet an Musik zu kommen. Zuerst immer illegal, später dann legal. Nach den MP3 und der Musik-Piraterie über Napster und Apple’s iTunes, was aufgeblasene Alben überflüssig machte killt Musik-Streaming das Business.

Man kann sich vorstellen, dass wenn der Endkonsument maximal CHF 13.- bezahlt um auf den gesamten Musikkatalog zu zugreifen, die Labels und die Artisten natürlich davon nicht mehr leben können. Spotify selber sagt von sich, dass man 70% aller Einnahmen an die Rechteinhaber ausschüttet. Je grösser die Spotify-Gemeinschaft ist, desto grösser ist der Ertrag den man dann auszahlen kann. [tweetable]Will ein Künstler bei Spotify 1’160 USD verdienen, so muss sein Song über 4 Millionen mal angehört werden.[/tweetable]

Digital Royalties

Wie geht es hier weiter? Können Musiker nur noch überleben, wenn man einen Zweitjob hat? Oder nur die grossen, welche mit Touren und Konzerten noch richtig Geld verdienen können? Oder muss das Umsystem der Künstler bestehend aus Manager, Musiklabel, Vertrieb und Services aussterben? Wehrt sich die Industrie und boykottiert die Streaming-Services?

Die Frage ist auch, wie verhalten wir Konsumenten uns? Gemäss Spotify will die Jugend gar keine Musik mehr besitzen wie es die ältere Generation vielleicht noch will. Dagegen spricht der Trend, dass vermehrt, auch bei Jugendlichen, der Musikstream aufgezeichnet wird, dass man die Musik unabhängig von Abo und Internet-Zugriff, hören kann.

Ich bin gespannt wie es weiter geht. Apple versucht ja mit iTunes Radio die Brücke zu schlagen. iTunes Radio streamt die Musik mit interessanten Playlists um die Endkonsumenten auf neue, frische und unbekannte Musik aufmerksam zu machen. Gefällt die Musik, ist man nur ein Klick vom Kauf entfernt. Zumindest wesentlich näher als bei Spotify und Co.

Apropos Spotify. [tweetable]Hier an der #ADE13 geht das Gerücht um, dass Spotify bald auch Musikvideos streamen wird.[/tweetable] Spotify selber will dazu nichts sagen.

Wie dem auch sei, am Ende wird wohl die Technik und Endkonsumenten gewinnen. Die Musik-Branche muss sich, wie auch immer, anpassen. Es lohnt sich sicher die Auen und Ohren weit offen zu halten und nicht wie beim Internet den Trends völlig zu verschlafen.

iTunes ist der beliebteste Video Streaming Service

iTunes - Belibtester Video Streaming Service

Zumindest in Amerika hat Apple’s iTunes als Video Streaming Service die Nase vorn. Sogar vor Netflix! Mich persönlich verwundert es kaum. Auch ich nutze hier in der Schweiz iTunes wesentlich lieber als Swisscom TV. Das Angebot an Filmen ist sehr ausgeglichen und die Preise in etwa gleich. Was mich aber eher zu iTunes zieht ist die Usability. Auf iTunes, auch über die Apple TV Box, finde ich viel schneller interessante Film oder aktuelle Videos. Dank den Bewertungen hat man auch einen ungefähren Eindruck des Films.

iTunes in der Cloud

 

Mit der neuen Synchronisation kann Filme am Computer, iPad oder iPhone kaufen/mieten und an der Apple TV schauen. War iTunes in der Cloud für Filme bisher nur wenigen Benutzer zugänglich, so wurden heute weitere Länder aufgeschaltet: Italien, Österreich, Schweiz, Estland, Lettland, Litauen und Slowenien können nun vergangene Einkäufe von Filmen auf Apple Geräten wie iPhone, iPad, iPod touch, Mac, Apple TV oder gar PC ohne Synchronisation herunterladen. Unter allen Geräten wird synchronisiert, wenn ihr zu einem bestimmten Zeitpunkt den Film gestoppt habt, so dass ihr den Film exakt an der selben Stelle weiterschauen könnt, auch wenn ihr den Film inzwischen über ein anderes Gerät startet.

Dennoch gibt es noch einiges was man sehr viel besser machen könnte bei den Filmen in iTunes:

  • Vorschau – Hier habe ich oft erlebt, dass Filme keine Vorschau hatten. Also werden einfach ein, zwei Minuten des Films gezeigt. So ganz ohne Zusammenhang ist es sehr schwer den Film anhand des Ausschnitts zu beurteilen…
  • Sprachen – Immer wieder wird zurecht kritisiert, dass der Store ein durcheinander mit den Sprachen hat. Sehr verwirrend bei Filmen mit einem englischen Titel. Erst in der Detailbeschreibung erkennt man, ob der Film in französische, italienisch oder deutsch ist. Eine Besonderheit in der Schweiz. Im grossen Amerika gibt es halt nur englisch.
  •  Serien – Leider gibt es in der Schweiz auch nach Jahren nicht die Möglichkeit Serien zu mieten, bzw. anzusehen.

Was gefällt euch besonders gut an iTunes, bzw. was sollte verbessert werden?

Heim-Überwachung mit iZON

iZON

Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an mein Problem, eine Mac OS X kompatible IP Webcam zu finden, welche auch von einem iOS Geräte gesteuert werden kann… Nun gestern bin ich über eine Lösung gestolpert, welche auch schon erhältlich ist und nicht nur seit Monaten angekündigt ist, ohne genaues Release-Datum: Die Lösung heisst iZON!

iZON Webcam

iZON ist eine kleine Webcam welche gerade einmal 80mm x 194mm x 55mm misst und nur 334 Gramm wiegt. Und dennoch steckt die kleine Kamera voller Features:

  • Die Webcam kann über eine iOS App kontrolliert werden
    Mit der App wird die Webcam in weniger als 10 Minuten konfiguriert. Es können auch mehrere Webcams eingerichtet werden.
  • Remote Überwachung und Bewegungssensoren
    Im eigenen WLAN wird das Video-Signal ununterbrochen übertragen. Ist man mit dem iOS Gerät unterwegs, kann man maximal 5 Minuten am Stück live verfolgen was bei der Webcam passiert. Der Bewegungssensor schickt eine Push-Benachrichtigung an das iOS Gerät, wenn etwas entdeckt wurde.
  • Remote Audio und Geräuschsensoren
    Neben dem Video-Signal wird auch Audio übertragen. Die Empfindlichkeit der Geräuschsensoren können eingestellt werden, bzw. ab welchem level eine Push Benachrichtigung an das iOS Geräte versendet werden soll.
  • Sicheres, privates Video-Streaming
    Der Hersteller versichert mit einer starken Verschlüsselung, dass der Stream nicht mitgehört werden kann. Darüber hinaus hat der Benutzer die Möglichkeit beispielsweise die Remote-Verbindung zu unterdrücken.
  • Sehen und Hören von überall
    Ist die Kamera einmal im heimischen Netz eingerichtet, kann man von überall auf der Welt mit einer Internet-Verbindung auf die Kamera zugreifen.
  • Video-Aufzeichnung direkt zu YouTube
    Auf Knopfdruck können 30 Sekunden Aufnahmen direkt von der Kamera zu Deinem YouTube Account geschickt werden, oder immer dann, wenn der Bewegungs- oder Geräuschsensor ausschlägt.

Damals wollte ich eigentlich mit der IP Webcam das Babyphone abschaffen. Leider ohne Erfolg. Denn wenn eine Webcam einigermassen im Mac-Netzwerk eingerichtet war, dann war immer ein Microsoft Internet Explorer von nöten um die Webcam voll und gan bedienen zu können. An einen Bedienung über ein iOS Gerät war gar nicht zu denken. Einziger Ausweg war die Ankündigung von Withings mit dem Smart Baby Monitor. Leider aber blieb es bis jetzt nur bei der Ankündigung… iZON könnte die perfekte Lösung sein, wenn da nicht ein kleines Detail wäre… Leider verfügt die iZON, gemäss meinen Recherchen, über keine Nachtsicht-Funktion, sprich Infrarot.

iTunes: Gesamtes Album kostenlos streamen!

iTunes Album streamen

Apple’s iTunes und die Red Hot Chilli Peppers gehen ganz neue Wege. Das zehnte Album „I’m with you“ der Red Hot Chilli Peppers (RHCP) erscheint nicht vor dem 30. August 2011. Wie schon bekannt bei iTunes, kann man das Album aber vorbestellen und iTunes beginnt mit dem Download sobald die Daten verfügbar sind.

Was aber neu ist, ist der Stream. Das komplette Album, knapp 60 Minuten, kann kostenlos in iTunes rauf und runter gestreamt werden wie man es wünscht… Während man in Amerika noch über die Stream-Qualität jammert, konnte ich keine Buffer-Fehler, keine Unterbrüche und keine sonstigen Nachteile entdecken. Der Stream der beinahe 60 Minuten lief optimal…

Der Stream ist zur Zeit nur für die Desktop- Computer-Variante von iTunes verfügbar. Auf iPhone oder iPad ist der Stream (noch?) nicht direkt verfügbar verfügbar…Und wie es scheint wird im Moment auch wirklich nur für das neue RHCP Album gestreamt. Ob der Stream nach der Veröffentlichung noch zugänglich sein wird, und ob weitere Alben folgen, dass wird sich noch zeigen…

Wie findet Ihr das Angebot von RHCP und Apple? Habt Ihr noch weitere Streaming-Angebote entdeckt? Hier geht’s zum Stream…

Besten Dank für den Hinweis Christian!

Heute: iOS 4.3

Bildquelle: Allesblog.de

Am Mittwoch, während der iPad 2 Keynote, wurde auch das neue mobile Betriebssystem von Apple vorgestellt. Damals hat Steve Jobs angekündigt, dass iOS 4.3 am 11. März zum download angeboten wird. Ausnahmsweise wird der Termin im positiven Sinn nicht eingehalten, denn iOS 4.3 kann per sofort für Eure i-Geräte heruntergeladen werden. Mit dem Update auf iOS 4.3 gibt es nicht nur Verbesserungen, sondern auch eine Handvoll neue Features. Steve Jobs, CEO von Apple, kommentiert das Update:

Mit mehr als 160 Millionen iOS-Geräten weltweit, davon über 100 Millionen iPhones, ist das Wachstum der iOS-Plattform beispiellos. iOS 4.3 fügt sogar noch weitere Funktionen zum weltweit fortschrittlichsten mobilen Betriebssystem hinzu. Alle drei ‚Blockbuster-Geräte‘ – iPad, iPhone und iPod touch – bieten den Kunden ein Ökosystem für eine unglaublich reichhaltige Erfahrung und Entwicklern unbegrenzte Möglichkeiten.

Safari noch besser
Dank der Nitro JavaScript Engine und der genutzten ‚Just-in-Time‘-Kompilierung wird die Leistung der JavaScript-Ausführung mehr als verdoppelt. Mit der Nitro JavaScript Engine bietet Safari eine noch bessere Erfahrung des mobilen Websurfens, indem es täglich besuchte, komplexe Webseiten noch schneller aufbaut.

iTunes Home Sharing
Diese Funktion ermöglicht es Anwendern von iOS 4.3 Musik, Filme und TV-Sendungen aus der iTunes Mediathek auf dem Mac oder PC über ein lokales WLAN-Netzwerk auf einem iPad, iPhone oder iPod touch abzuspielen. Mit einer einfachen Berührung kann man alle Medien der eigenen iTunes Mediathek geniessen, egal wo man sich gerade im Haus befindet. Beispielsweise kann ein Film vom Mac in einem Raum auf das iPad in einem anderen Raum gestreamt werden oder ein iTunes Mix aus Büro oder Küche auf einen iPod touch übertragen werden. Mit Home Sharing auf dem iPad, iPhone oder iPod touch hat man die gesamte iTunes Mediathek zur Hand, wo auch immer man sich gerade in seinem Zuhause befindet.

Besseres AirPlay
AirPlay erlaubt den Benutzer Musik, Filme und Fotos zur Apple TV zu streamen. Mit iOS 4.3 können zusätzliche Inhalte wie Videos von Drittanbieter-Apps und Websites, Videos aus der Fotos App und Vorschauen aus der iTunes App auf den TV gestreamt werden. AirPlay erlaubt es ausserdem Fotos auf dem TV-Bildschirm anzuzeigen mit beeindruckenden Slideshows.

Personal Hotspot-Funktion
Mein absolute Lieblingsfunktion! Mit dem neuen iOS 4.3 lässt sich WLAN überall dorthin mitnehmen, wo man sich gerade befindet, da es erlaubt, die Datennetzverbindung eines iPhone 4 (Achtung: funktioniert nur mit einem iPhone 4!) mit bis zu fünf Geräten in Kombination von bis zu drei WLAN-, drei Bluetooth- und einem USB-Gerät zu teilen. Sich mit einem Personal Hotspot zu verbinden ist kinderleicht und sobald die Funktion aktiviert ist, erscheint ein Statusbalken, der anzeigt wie viele Geräte aktuell verbunden sind. Jede Verbindung ist passwortgeschützt und im Falle der Inaktivität schaltet sich Personal Hotspot von selbst ab, um Batterie zu sparen. Voraussichtlich wird der Datentraffic, zumindest bei uns in der Schweiz, ganz normal dem Datenpaket abgebucht ohne zusätzliche Kosten. Man sollte das Datenvolumen aber im Auge behalten, nicht dass es noch böse Überraschungen gibt… Wer also ein iPhone 4 mit iOS 4.3 sein eigen nennt, muss nicht unbedingt ein iPad 2 mit 3G kaufen…

Apple kauft Lala

Bildquelle: Gizmodo

Bildquelle: Gizmodo

Selten hat eine unveröffentlichte App eine so grosse Gerüchteküche ausgelöst wie Lala… Gestern noch hies es, dass Apple mit dem Musikdienst Lala in angeblichen Übernahmeverhandlungen sei. Für einmal kamen die Gerüchte nicht aus den Apple-Blogs, sondern von den Wirtschaftsmedien wie CNET und Bloomberg.

Doch was ist eigentlich Lala? Ein Musikdienst, soviel ist klar… Wer bei Lala registriert ist kann sämtliche Musikstücke im Katalog von Lala einmal kostenlos online anhören. Danach steht es dem Benutzer frei Mitgliedern den Titel für 89 Cent als DRM-freie MP3-Datei zu kaufen, oder aber für 10 Cent den Song beliebig oft online anzuhören.

Heute war jetzt klar, die Verhandlungen sind abgeschlossen und Apple kauft Lala! Eine Übernahme war aus Sicht von Apple fast zwingend! Denn Lala hat bereits eine iPhone App eingereicht, welche den Zugriff auf den Musikkatalog von Lala und deren registrierten Benutzer vereinfacht. Warum sollen Musikliebhaber die verschlüsselten Musikstücke im iTunes Store kaufen, wenn es einfacher und günstiger bei Lala geht? Klar, aus Sicht von Apple ein notwendiger Kauf um die Position zu stärken. Für den Konsumenten sieht es weniger gut aus.

Anscheinend will Apple nun Lala in iTunes integrieren… Je nach dem wie diese Integration aussehen wird könnten alle Kunden ein bisschen von der Übernahme profitieren, oder Apple hat Lala nur gekauft um den Mitbewerber auszulöschen… Ich glaube aber eher daran, dass man das gute, und vor allem lukrative, an Lala in iTunes integrieren wird.

Streaming von iTunes Musik mit der Time Capsule, AirPort Extreme und Express

Time Capsule

In meinem Wohnzimmer steht die Time Capsule und verteilt das Internet per WLAN bis ins Büro. Im Büro wiederum ist eine AirPort Express welche das Signal nochmal verstärkt und den Drucker ohne Kabel zugänglich macht. Ebenfalls im Büro steht der grosse iMac mit der gesammten Musiksammlung.

Gerade jetzt mit dem neuen iTunes, Remote für das iPhone und der DJ-Funktion wünschte ich mir, meine aktuelle Playlists und Songs von Mac auch im Wohnzimmer, bzw. auf dem grossen Balkon, anzuhöhren. Wie wir wissen kann die kleine AirPort Express ohne Probleme Musik streamen. Das heisst, ich kann eine Stereoanlage an die AirPort Express anschliessen und die Stereoanlage ohne weiteres mit Musik aus meinem iTunes füttern. Danke dem iPhone Programm Remote kann ich das auch von irgendwo aus in meiner Wohnung.

Bloss, mit meiner oben geschriebenen Konfiguration kann ich es eben nicht! Denn weder die AirPort Extreme, noch die Time Capsule sind in der Lage die Musik aus meinem iTunes als Stream entgegenzunehmen und an meine Stereoanlage weiter zu geben… Nur die kleine AirPort Extreme kann das! Klar, zum einen fehlt den beiden Grossen der Audio-Anschluss, trotzdem verstehe ich nicht, warum die Beiden nicht gleich mit dieser nützlichen Funktion ausgestattet worden sind.

Wie dem auch sei. Zum Glück hatte ich noch eine AirPort Extreme rum stehen. Diese hab ich nun im Büro als Netzwerk-Erweiterung installiert und die AirPort Express ins Wohnzimmer zu der Stereoanlage platziert. Nun kann ich mit dem iPhone Programm Remote auf die iTunes Musiksammlung zugreifen, während ich es mir im Liegestuhl gemütlich mache und auf dem Balkon die Sonne geniesse. Passend dazu höre ich durch das Wohnzimmer meine auserwählte Lounge Musik. Perfekt!

Und bei der nächsten Gelegenheit, wenn wir Besucher mit iPhones haben, wird gleich die DJ-Funktion ausprobiert mit Musikwünschen und so…