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Schwache Währungen. Gibt es im Ausland mehr Mac zum gleichen Preis?

Dollar

Bildquelle: http://www.flickr.com/photos/cayusa/2276783536/

Tag für Tag kommen neue Schreckensmeldungen rein über die abstürzenden Währungsmärkte in Europa und Amerika. Dadurch wird der Schweizer Franken immer stärker und stärker. Was für die internationalen Firmen hier in der Schweiz ein Horror ist, kann für den privaten Einkäufer interessant sein. Aktuell kriegt man für einen Schweizer Franken gut und gerne 1.30 US-Dollar oder 0.91 Euro. Ein super Wechselkurs für uns Schweizer! Daher stellt sich unweigerlich die Frage, lohnt es sich vielleicht im Moment einen neuen Mac nicht in der Schweiz, sondern im Ausland zu kaufen?

Was ist mit der Mehrwertsteuer?
Nun, ich bin weder ein Import- noch ein Export-Profi daher kann ich hier nur als Laie sprechen. Wenn ich in Deutschland ein Gerät kaufe, werden mir satte 19% Mehrwertsteuer drauf geschlagen. Wenn ich die Ausfuhr aus Deutschland am deutschen Zoll deklarieren lasse, kann ich später in der selben Filiale mit den Zettel von Zoll die 19% Mehrwertsteuer wieder zurück fordern. Keine Ahnung, ob man sich das auch schon im Vorfeld bescheinigen lassen kann und gleich auf die Mehrwertsteuer verzichten kann. Vielleicht hat dazu jemand einen Tipp? Natürlich muss ich dafür bei der Einfuhr in die Schweiz die Wahre noch verzollen lassen und die hiesigen 8% Mehrwertsteuer beim Zoll abgeben. Soweit die Theorie.

Basierend auf dieser Theorie habe ich die Preise ohne Mehrwertsteuer aus dem deutschen, amerikanischen und Schweizer Apple Online Store gegeneinander antreten lassen. Immer mit der Voraussetzung, dass die fremden Mehrwertsteuern wieder eingefordert werden können und dann „nur“ die Schweizer Mehrwertsteuern zu bezahlen sind. Dann sieht das wie folgt aus:

ProduktSchweiz mit 8% MWSt.DE ohne MWSt.DE in CHF mit 8% MWSt.USA ohne MWSt.USA in CHF mit 8% MWSt.
iPod touch 32GBCHF 359.00EUR 251.26CHF 296.90USD 299.00CHF 247.71
iPad 2 Wi-Fi 32 GBCHF 659.00EUR 486.55CHF 574.95USD 599.00CHF 496.25
MacBook Air 11", 128 GBCHF 1'249.00EUR 965.55CHF 1'140.95USD 1'199.00CHF 993.35
Mac mini 2,5 GHz, 500GBCHF 849.00EUR 671.43CHF 793.40USD 799.00CHF 661.95
Apple Thunderbolt DisplayCHF 1'099.00EUR 839.50CHF 992.00USD 999.00CHF 827.65
MacBook Pro 15", 2,2 GHzCHF 2'549.00EUR 1'805.88CHF 2'129.45USD 2'199.00CHF 1'821.80
Mac Pro 12-CoreCHF 5'899.00EUR 4'116.80CHF 4'864.60USD 4'999.00CHF 4'141.52

Die Preise in Amerika sind wirklich verlockend. Alleine schon bei einem Mac Pro kann man satte CHF 1750.- sparen! Ok, der Transport ist dann natürlich wieder eine andere Sache… Aber je nach Flug-Klasse auch kein Problem. Andererseits sollen bei den Förderbändern in Amerika beim beladen der Flugzeuge auch schon ganze Notebooks und iPhone gestohlen worden sein. Daher wäre es wohl besser, wenn der Einkauf ins Handgepäck passt. Sowohl von der Grösse als auch vom Gewicht…

Aber Achtung!
Einen Hacken hat die Sache. Die Tasten auf den Tastaturen in Deutschland und Amerika sind etwas anders angeordnet als in der Schweiz. Das sollte man unbedingt berücksichtigen wenn man ein MacBook oder eine Tastatur im Ausland kaufen möchte. Keine Rolle spielt es natürlich beim Mac mini, iPad, iPhone, iPod touch, etc.
Hingegen weiss ich nicht, ob man der Einfuhr eines MP3-Players wie dem iPod am Zoll auch gleich die SUISA Gebühr für Musik-Rechte abdrücken muss.

Hinweise erlaubt
Wie gesagt, falls ich eine Gebühr oder ein Vorgehen beim einziehen der fremden Mehrwertsteuer nicht berücksichtigt habe, dann bin ich offen für hilfreiche Hinweise.

Habt Ihr schon mal im Ausland ein Apple gerät gekauft und in die Schweiz eingeführt? Habt Ihr es quasi „geschmuggelt“ oder ganz normal verzollt?

 

iPhone Bauteile – Vorsicht beim Import aus China!

Kürzlich habe ich hier im Blog darüber berichtet, dass man in China iPhone 4 Bauteile in speziellen Farben bestellen kann. Wer seine Angst überwunden hat, dass man das Geld an Betrüger in China schickt und dann doch keine Ware erhält, hat noch ein weiteres Problem: Der Schweizer Zoll!

Aus gut informierten Quellen habe ich erfahren, dass Apple über deren Anwaltskanzlei Baker & McKenzie den Schweizer Zoll beauftragt hat, verstärkt und gezielt nach iPhone Ersatzteilen und Umbaukits zu suchen und diese Pakete zu beschlagnahmen. Die Besteller aus der Schweiz erhalten dann anstelle des Pakets ein Schreiben von Baker & McKenzie und man darf dann auswählen, ob man die Sache vor Gericht klären möchte oder ob man einwilligt, dass die Ersatzteile zerstört werden. Das zweite ist einfacher, jedoch sind alle bisher getätigten Zahlungen verloren.

Für grössere Reparatur-Firmen und Händler mit grossen Bestellungen von 4’000$ bis 12’000$) schmerzt der Verlust natürlich sehr. Denn ein Kampf vor Gericht ist schier aussichtslos. Denn die meisten Color Conversion Kits haben das Apple Logo abgebildet, ohne die nötige Genehmigung von Apple versteht sich, und auch das Front-Display wird wohl entgegen dem geltenden Patent und ohne Wissen von Apple gefertigt worden sein.

Somit verstossen die Color Conversion Kits gegen geltendes Recht und können vom Zoll zurückgehalten werden. Wäre doch schade für das Geld, oder?

 

Das MacBook ist nicht immer gleich viel Wert

Wie alle Produkte, kosten auch die MacBook Pro in jedem Land mehr oder weniger als in Amerika. CMYPlay hat sich die Mühe gemacht und einige Preise zusammengetragen und in einer äussert ansprechenden Infografik die Preise eines MacBook Pro 13″ 2,26Ghz dargestellt.

Hierzulande kostet das MacBook Pro CHF 1549.00 was rund 1521 US-Dollar entspricht. In den meisten, teureren Länder werden wohl happige Zollgebühren den Notebooks angerechnet. Am günstigsten kriegt man das MacBook Pro in Hong Kong, aber auch Australien wäre schon etwas günstiger. Bei beiden Modellen müsste man aber die Tastatur auswechseln, was wiederum mit einem grossen Aufwand verbunden ist, sofern man das MacBook in deutsch benutzen möchte…

(via)

Apple geht nun doch gegen iPhone-Import vor!

iPhone

Es liegt auf der Hand, dass Apple keine Freude hat, wenn man das Apfel-Mobiltelfon nicht via dem auserwählten Exklusiv-Provider laufen lässt. Denn Apple verliert so ziemlich viel Geld. Unglücklich ist natürlich die Situation, dass der offizielle Vertrieb der Mobiltelefon nur schleppen voran geht und das iPhone nur in einer Handvoll Länder käuflich erwerblich ist.

Nun aber Apple offensichtlichgenug lange zugesehen und geht gegen Importeure vor, welche an dem ganzen iPhone Hype mitverdienen wollen. Der Anwalt und Blogger Udo Vetter berichtet im lawblog von einem Fall in Deutschland, bei dem Apple mit voller Härte zuschlägt.

Betroffen ist eine Frau, welche gerade einmal 150 Geräte in Frankreich erworben und an einen deutschen Händler weiterverkauft hat. Aus der Sicht von Apple sicher ärgerlich, aber eben doch kein „grosser Fisch“; könnte man meinen! Die Anwälte von Apple sehen das anders: Für Unterlassungs- und Auskunftsansprüche setzen die Anwälte einen Streitwert von zwei Millionen Euro an. Allein das Abmahnschreiben soll demnach 13’512.80 € netto kosten.

Wie Udo Vetter gegenüber MacNotes erklärte, gibt es bei der Klage aber ein kleines, dennoch wichtiges Detail. Seine Mandantin hatte den Import getätigt, bevor ein Exklusiv-Vertrag mit T-Mobile abgeschlossen war. Ob Apple unter diesen Umständen es schafft die ganze Klage, oder nur einen Teil davon, durchzusetzen ist somit noch offen.

Importeure in der Schweiz sollten den Fall genau beobachten, denn wer weiss wie lange Apple hier in unserem Land noch zusieht, wie einzelne Geschäfte mit den grau importierten Geräten Geld verdienen! Weniger betroffen werden Privatpersonen sein, welche sich für den Eigengebrauch ein iPhone aus Übersee beschafft haben. 

Graue iPhones in freier Wildbahn gesichtet.

iPhone

In den letzten Tagen werde ich beinahe täglich mit Mails beliefert in denen neue Verkaufsstandorte von importierten iPhones aufgezählt werden. Was unsere drei Schweizer Mobiltelefon Provider noch nicht geschafft haben, dafür sorgen nun mutige Einzelhändler. Mutig daher, weil der Import, die Freischaltung und besonders der Verkauf in der Schweiz noch rechtliches Neuland ist.

Beispielsweise soll es in Bremgarten ein iPhone ohne SimLock geben für CHF 829.00. Wenn man es zusammen mit einem Orange Vertrag kauft, dann noch etwa CHF 600.00, beim Abschluss eines andere Provider-Abonnement, dann bezahlt man noch um die CHF 800.00. Leider ist nicht bekannt, ob es sich dabei um ein 8GB oder 16GB iPhone handelt. Weiter wurde gesagt, dass das iPhone aus Deutschland importiert wurde, durch Beziehungen. Hm… Ich dachte in Deutschland gibt es das iPhone nur mit Vertrag? Wäre auch noch interessant zu wissen, wie der Orange Vertrag querfinanziert wird, ob Orange davon weiss oder mit was der SimLock ausgeschaltet wurde.

Eine andere Quelle meldet, dass man in Lenzburg das iPhone für CHF 899.00, bzw. CHF 599.00 mit einem Swisscom Vertrag bekommt. Leider fehlen auch hier die Angaben wie der SimLock ausgehebelt wurde und wie hoch die Speicherkapazität ist.

Fragwürdig bleibt für mich dann der weitere Support. Können sich die nicht so versierte Benutzer dann bei Problemen wieder an die Verkaufsstelle wenden? Oder bleibt es in der Verantwortung des neuen, gehackten iPhone Besitzers sich keine weiteren Updates auf das iPhone zu spielen? Ich finde es ein gefährliches Spiel, gerade weil so die Non-Techies auf die Idee kommen ein iPhone zu kaufen. Grundsätzlich kein Problem, wenn es denn legal zu erwerben wäre und man nicht mit Hacks den SimLock aufbrechen muss.

Zum Glück gibt es aber auch noch das ApfelForum mit vielen lieben Helfer: https://apfelblog.ch/forum/