Undercover – Ich weiss wo mein MacBook Pro ist!

Undercover

Man stelle sich folgende Situation vor. Auf dem Weg zur Arbeit vergisst man die Tasche mit dem MacBook Pro, dem iPad oder dem iPhone. Hat man Glück trifft die Tasche auf einen ehrlichen Finder und man bekommt den Inhalt unversehrt zurück. Wenn es weniger gut aus geht, dann ist man froh, wenn man das verlorene elektronische Apple-Teil verfolgen kann…

Ja, MobileMe hat den Service „Find my iPhone“, aber eben nur für das iPhone und iPad. Etwas umfassender ist das der Dienst Undercover von Orbicule. Für eine einmalige Lizenzgebühr von 49 US-Dollar kann man das MacBook Pro, oder sonstige Mac-Computer mit einem Tracking-System ausstatten lassen. Ein kleines, verstecktes Programm meldet dem Online-Dienst von Undercover bei definierten Zeiten wo es sich befindet. Oder eben nur dann, wenn der Besitzer sein Eigentum als Gestohlen oder vermisst meldet. Das alles geht über das Undercover Center, welches man bequem online bedienen kann. Vermisst man sein MacBook, kann man das bei Undercover als gestohlen oder verloren definieren und das Tracking beginnt. Das MacBook macht Screenshots und schiesst Bilder mit der integrierten Kamera vom Benutzer. Das ganze wird wieder an das Undercover Center geschickt und kann dann der Polizei übergeben werden mit den Standort Daten.

Das ganze funktioniert auch mit dem iPad und dem iPhone. Hat man das Gerät verloren, so kann man eine Nachricht auf den Bildschirm zaubern. Wird es als Gestohlen definiert, dann öffnet sich die App Undercover, getarnt als Spiel oder Bank-App. Einmal gestartet werden die Koordinaten eruiert und an das Undercover Center geschickt.

Die Koordinaten werden ohne spezielle Freigabe des Benutzers übermittelt. Was der App aber fehlt ist, dass man das Programm nicht verstecken kann. Hat der Dieb Kenntnisse von Undercover ist es einfach die App zu löschen. Leider ist es aus dem Undercover Center auch nicht möglich die Daten per Remote auf dem iPhone zu löschen… Da ist das teurere MobileMe klar im Vorteil, weil die Funktionen im iOS integriert sind.

Als Diebstahlschutz für das MacBook scheint Undercover eine gute Lösung zu sein. Bei iPad und iPhone wurde die Lösung gut angedacht. Im Detail ist Undercover dann aber der MobileMe Lösung unterlegen.

  • Pingback: Marc Holsten()

  • Michel

    Dazu muss der „Dieb“ zuerst aber meine Logindaten vom Macbook herausfinden, damit es die Koordinaten oder Screenshots/Fotos senden kann… oder?

  • T0mm1

    „Die Koordinaten werden ohne spezielle Freigabe des Benutzers übermittelt.“

    Das hört sich ja beruhigend an. Wenn Undercover das kann, können das andere ja auch.

  • @Michel: Korrekt. Wenn das MB schon mal mit einem passwortgeschützten Account versehen ist, ist das schon mal ein Schutz. Die Hersteller empfehlen sogar einen Dummy-Account ohne Passwort und ohne Adminrechte zu erstellen, am besten mit einem Bild einer hübschen Dame, damit der Dieb in Versuchung kommt mal die Festplatte zu erforschen.

    Aber es stimmt schon. Undercover hilft nur, wenn es keine IT-Profis sind, denn die würden das MB nicht ans Internet hängen und sofort die Festplatte formatieren.

    @Tomm1: Hat mich auch erstaunt…

  • Roland

    Deswegen empfiehlt Orbicule auch, dass man ein Firmware / EFI-Passwort, oder wie das heisst, einrichtet, sodass man den Computer ohne dieses Passwort gar nicht mehr neu Aufsetzen kann… dann müsste es doch auch gar nicht gehen… oder?

  • Pingback: Martin()

  • Vielleicht hab ich’s überlesen … aber wie meldet ein MacBook unterwegs seine Position?

    Apple verkauft ja leider weiterhin keine MacBooks mit integriertem Mobilfunk und offene WLANs sind inzwischen selten, wobei man sich aus Sicherheitsgründen sowieso nicht automatisch in fremde WLANs einklinken sollte.

  • Martin Thomas

    @Roland

    Doch – das Extensible Firmware Interface lässt sich per ‚Wiederherstellung‘ überschreiben und so auf den Default-Zustand zurücksetzten – http://support.apple.com/kb/HT2213.

    @Renato

    Jede Applikation kann unter Mac OS X Snow Leopard via CoreLocation die Geräteposition abfragen. Dies kann aber global (für alle Applikationen) in den Systemeinstellungen unter Sicherheit deaktiviert werden.

    Grüsse,
    Martin Thomas

  • Also am liebsten wäre es mir doch, das Computerchen bleibt, wo es hingehört. Aber gut zu wissen, dass es Netzt und doppelten Boden gibt. ;)

    Und noch kurz in eigener Sache – kennst du eigentlich Mikogo? Das ist ein kostenloses Desktop Sharing Tool für Mac und Win, das Fernwartung, Webmeetings und Online Präsentationen unterstützt. Vielleicht magst du ja mal testende Blicke werfen und deine Resultate dann in deinem Blog veröffentlichen? Wir würden uns freuen und stehen bei Infobedarf gerne parat. Einfach melden.

    Grüße, Jule (The Mikogo Team)

  • Haru

    Nachfrage – bin da nicht Profi:

    Wenn ich meinen Benutzer-Account mit einem Passwort schütze, kann man das knacken und an meine Daten rankommen? Bei Windows gab es früher so eine Boot-CD bei dem man das Admin und andere Passwörter gleich aushebeln konnte.

    Ich habe mal von einer Lösung gehört, bei der man unter das MacBook etwas kleben musste, dass dann ein Signal aufs Handy erzeugte, wenn beide Geräte mehr als X Meter auseinander waren.