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Apple veröffentlicht Video-App Clips.

Am 21. März hat Apple bereits eine neue Video-App angekündigt und vorgestellt: Clips. Apple will mit der neuen Video-App helfen, dass iOS-Benutzer ganz einfach und mit beeindruckenden Effekten, Filter und sogenannten Live-Titel tolle Videos für die Social Networks Instagram, Facebook, YouTube und Vimeo erstellen und teilen können. Für einmal versucht Apple glücklicherweise nicht gleich selber ein Netzwerk zu etablieren, sondern bietet ein solides und sehr potentielles Werkzeug an, mit welchem man tollen Inhalt erstellen kann.

Video: Clips App von Apple

Bye Bye iMovie?

Die neue App aus Cupertino steht durchaus in direkter Konkurrenz zu iMovie. Bisher konnte man dank iMovie auch mal von unterwegs bereits ein Video zuschneiden mit Intro, Outro und Text versehen, Bilder hinzufügen. Die Bedienung war allerdings sehr nachgeahmt vom Desktop und so, insbesondere auf dem iPhone, nur schwer zu bedienen. Clips ist wesentlich intuitiver! Auch wenn es im ersten Moment an Snapchat erinnert, so findet man wesentlich schneller heraus wie man Effekte, Texte, Bilder, etc. hinzufügt. Gerade für die Jungen und Unkomplizierten wird die jüngste Apple-App wohl den Platz von iMovie einnehmen.

Jetzt Clips laden

Die App Clips gibt es ab sofort im Apple App Store für iPhone und iPad. Natürlich kostenlos.

Der Datenschutz bei Apple. [Updated]

Tim Cook

Keine Frage, Tim Cook ist stolz auf den Datenschutz bei Apple. Darin enthalten ist auch das Thema Privatsphäre. Neu ist, dass Tim Cook sich dafür öffentich einsetzt und es nicht scheut, die Vorteile von Apple gegenüber Google und Facebook aufzuzeigen. Während einer Veranstaltung in Washington war Cook über eine Video-Übertragung zugeschaltet:

I’m speaking to you from Silicon Valley, where some of the most prominent and successful companies have built their businesses by lulling their customers into complacency about their personal information. They’re gobbling up everything they can learn about you and trying to monetize it. We think that’s wrong. And it’s not the kind of company that Apple wants to be.

Tim Cook ist überzeugt, dass kostenlose Services im Endeffekt eigentlich für den Benutzer wesentlich teurer zu stehen kommen, wenn man mit seinen persönlichen Daten bezahlen muss.

We don’t think you should ever have to trade it for a service you think is free but actually comes at a very high cost. This is especially true now that we’re storing data about our health, our finances and our homes on our devices.

Auch die neue Google Fotos Lösung war ein Teil des Vergleichs…

We believe the customer should be in control of their own information. You might like these so-called free services, but we don’t think they’re worth having your email, your search history and now even your family photos data mined and sold off for god knows what advertising purpose. And we think some day, customers will see this for what it is.

Die Verschlüsselung ist für Tim Cook und Apple ebenfalls sehr wichtig:

There’s another attack on our civil liberties that we see heating up every day — it’s the battle over encryption. Some in Washington are hoping to undermine the ability of ordinary citizens to encrypt their data. We think this is incredibly dangerous. We’ve been offering encryption tools in our products for years, and we’re going to stay on that path. We think it’s a critical feature for our customers who want to keep their data secure. For years we’ve offered encryption services like iMessage and FaceTime because we believe the contents of your text messages and your video chats is none of our business.

Tim Cook bekommt Unterstützung

Kaum hat Tim Cook seine flammende Rede für mehr Privatsphäre und Datenschutz gegenüber gewissen Unternehmen und dem Staaten ausgesprochen, schon kommt zeitnahe, ungeahnte Unterstützung. Der amerikanische Whistleblower und ehemalige NSA Mitarbeiter Edward Snowden lobt Apple als Pioniere in Sachen Datenschutz. Das mobile Betriebssystem iOS 8 sei so gut verschlüsselt, dass weder der Staat, noch Polizeikräfte, Diebe oder gar Apple selbst die Daten entschlüsseln können. Was privat ist, bleibt privat. Es sei denn natürlich, man hat ein einfaches Passwort hinterlegt, oder verwendet über all das selbe Passwort oder gibt es gar weiter… Wie immer gilt, die grösste Sicherheitslücke in einem System ist immer noch der Mensch!

Die andere Seite [Update]

Ein ganz anderes Licht bringt Ben Thompson, ein unabhängiger Analyst, in die Geschichte. Er sagt, dass in Zukunft es unabdingbar sei, dass man Daten über Benutzer sammle, auswerte und nutze. Apple sei bisher einfach nicht in der Lage dies richtig zu machen und würde nun so tun, als wolle man es nicht machen…

It’s simply not true to say that Google or Facebook are selling off your data: what they are doing is promising advertisers they will display their ads to a particular type of customer as defined by the advertiser using Google or Facebook’s provided parameters. This may sound like semantics but the difference is significant: Google and Facebook do know a lot about individuals, but advertisers don’t know anything — that’s why Google and Facebook can charge a premium!

Google und Facebook vorzuwerfen, dass man nur Daten sammle, sei genau überspritzt und verallgemeinert wie wenn man sagt, dass Apple überteuerte Geräte verkauft…

Warum es sich lohnt „Mein iPhone suchen“ einzuschalten.

40 Smartphones wurde während der Street Parade gestohlen

Bild der Kantonspolizei Zürich: Auf dem Bild ein Teil der aufgefundenen Smartphones, versteckt unter dem Autositz.

Während der Street Parade 2013 in Zürich am vergangenen Samstag wurden einige Diebstähle gemeldet. Unter anderem wurden mehrere Smartphones den Tanzenden entwendet. Einer der Bestohlenen hat umgehend die Zürcher Kantonspolizei darüber informiert und auch gleich mitgeteilt, dass das gestohlene iPhone über die iCloud, bzw. die Funktion „Mein iPhone suche“ geortet werden kann. Einmal mehr haben die Täter das Smartphone, aus welchen Gründen auch immer, nicht abgeschaltet. Mehrere Patroullien machten sich auf den Weg:

Rund eine halbe Stunde später wurde ein Fahrzeug mit drei Insassen auf der Autobahn A53 bei Dürnten angehalten. Bei der Kontrolle fanden die Polizisten über 40 Smartphones und Mobiltelefone, unter anderem das des Geschädigten. Die drei Fahrzeuginsassen wurden verhaftet.

Das ganze hat die Polizei gerne über die eigene Facebook Seite verbreitet und empfiehlt in den Kommentaren den iPhone Benutzer auch, den Ortungsdienst zu aktivieren. Zu finden ist die Funktion unter Einstellungen > iCloud > Mein iPhone suchen.

In dem kommenden iOS 7 wird es den Dieben noch schwerer gemacht. Denn ohne Geheimcode, kann kein iPhone mehr zurückgesetzt werden. Auch nicht wenn man zuerst versucht ein Downgrade auf iOS 6 zu machen. Klar, früher oder später kommt ein schlauer Hacker auf die Idee, wie man die neue Sicherheit umgehen kann. Das Katz-Maus-Spiel ist eröffnet. Aber bis dahin, schön den Geheimcode und Mein iPhone suchen auf dem eigenen iPhone einrichten. Ist ja nicht die erste Geschichte in der dank der Funktion ein Happy-End erfolgte.

Ist Apple bei Jugendlichen uncool?

Ist Apple cool?

Bildquelle: http://www.flickr.com/photos/courosa/5536535796/

Mir kommt immer wieder zu Ohren, dass Jugendliche Apple inzwischen uncool finden weil die Eltern auch ein iPhone haben und überhaupt alles Mainstream ist… Vor ein paar Tagen durfte ich ein Schullager miterleben als Begleiter. Abends hatte ich dann Gelegenheit mit den Jugendlich aus einer Oberstufenschule über das Medienverhalten zu diskutieren. Was mich als erstes erstaunte, alle, ausnahmslos alle hatten ein iPhone. Von iPhone 4, über iPhone 4S bis iPhone 5. Dabei dachte ich, dass nun alle zu Samsung Galaxy SIII und S4 wechselten. Aber auch in Zukunft wollen die Jugendlichen beim iPhone bleiben und hatten viele Fragen zum iPhone 5S und waren zum Teil auch gut informiert.

Als ich meine neue Erkenntnis aus der nicht repräsentativen Feldstudie über Twitter verbreitete kamen natürlich die ersten Einwände:

Tatsächlich hätte es sein können, dass die Schüler die iPhones von den Eltern einfach geschenkt bekamen, weil diese ein neueres Modell gekauft haben. Aber es war der Wunsch der Kids ein iPhone zu haben und wollen auch zukünftig dabei bleiben. Angesprochen auf das Samsung Flaggschiff meinten die meisten, dass das im Vergleich zum iPhone eher kaputt geht wegen den dünnen Plastikgehäusen, was mich dann wieder erstaunte. Denn gerade die Glas-Rückseite des iPhone 4 oder 4S ist sehr empfindlich. Es wurden mir aber diverse Geschichten von Smartphone-Unfällen zugetragen und dabei kam das iPhone meistens ohne grösseren Schaden davon im Vergleich zur Konkurrenz. Aber eines ist sicher: Ob Samsung, Android war übrigens nie ein Thema, oder iPhone bei den Jugendlichen beliebter ist, das ist regionalen Trends unterlegen und kann kaum Global beantwortet werden.

Android ist kein Thema

Weil man eben nie von Android redet, sondern nur von Samsung, HTC, etc., kann das schnell gefährlich werden für Google, so glaube ich. Sollte sich Samsung tatsächlich dazu entschliessen das eigene Betriebssystem Tizen zu bevorzugen, so würden die meisten Konsumenten einfach beim Samsung Gerät bleiben und Android nicht vermissen. Denn Android hat kein Gesicht. Jeder Hersteller verändert Android so, wie es gerade passt. Der grosse Verlierer wäre natürlich Google, denn ohne Samsung verliert Google 50% weltweiten Marktanteil.

Und Facebook?

Ins gleiche Thema geht die Frage, nutzen die Jugendlichen noch Facebook? Meine Gespräche haben ergeben, ja. Aber lange nicht mehr so intensiv wie früher. Bilder werden eher über Instagram geteilt und mit Interaktionsraten von denen einigen grosse Marken nur träumen können. Kommuniziert wird über WhatsApp. Hier wird es Swisscom iO schwierig haben die grosse Masse zu bewegen.

Eigentlich sollte ich  viel mehr solche Feldstudien machen. Raus gehen und mit den Leuten, ausserhalb meines Kontaktnetzwerks, über solche Themen sprechen…

Apple schützt die Privatsphäre der Benutzer. Auch vor PRISM.

PRISM der NSA

 

Die Welt war erschüttert in welchem Umfang die amerikanischen Behörden Daten sammeln. Unsereins, der sich schon lange durch die Online-Welt bewegt und selber Erfahrungen hat, welche Informationen man schon alleine mit Cookies, IP-Adressen und Werbenetzwerken sammeln kann, ist nicht wirklich erstaunt. Vermutet haben wir es alle schon lange, nun soll es aber offiziell bestätigt sein mit einem der sein geheimes Wissen mit der Welt teilt.

Und plötzlich standen Firmen wie Google, Microsoft, Apple, Facebook, Yahoo und Co. am Pranger alle Informationen über die Benutzer der NSA zugänglich gemacht zu haben. Angeblich sogar mit einer Schnittstelle über welche die Behörden jederzeit Recherchen starten können. Alle grossen Firmen haben die Existenz einer solchen Schnittstelle verneint und nur bestätigt, dass die Behörden für jede Abfrage eine rechtlich gültige Anfrage stellen müssen. Jede einzelne dieser Anfragen werden genau geprüft.

Apple hat sich nun mit einer Pressemitteilung zu den Vorwürfen geäussert. Auch hier beteuert man, von PRISM noch nie gehört zu haben:

We first heard of the government’s “Prism” program when news organizations asked us about it on June 6. We do not provide any government agency with direct access to our servers, and any government agency requesting customer content must get a court order.

Man erklärt auch, dass Konversationen zwischen Benutzern eine End-zu-End-Verschlüsselung hätten und niemand anders als der Sender und Empfänger könne die Daten lesen. Nicht mal Apple selber. Es sollen auch keine Daten gespeichert werden, mit welchen man ein Profil zu einer Person erstellen kann:

For example, conversations which take place over iMessage and FaceTime are protected by end-to-end encryption so no one but the sender and receiver can see or read them. Apple cannot decrypt that data. Similarly, we do not store data related to customers’ location, Map searches or Siri requests in any identifiable form.

Eine klare Ansage. Apple würde sich selber einen gefallen tun, wenn dieses Statement zu 100% stimmt!

Facebook App sorgt für leeren iPhone Akku

Facebook App

Seit einiger Zeit kommen iPhone-Benutzer zu mir und fragen nach dem Grund, warum in letzter Zeit das iPhone schneller leer ist als bisher… Die Vermutung ging Richtung Update auf iOS 6.1.4. Dem Problem wollte auch der Deutsche Sebastian Düvel aus Hannover auf den Grund gehen. Er hatte das Problem speziell nach dem Facebook App Update bemerkt. Mit den Developer Tools von Apple konnte er einige Messungen machen und hat dabei entdeckt, dass die Facebook App nicht gerade wenig CPU-Zeit für sich beansprucht.

Acitivity Monitor CPU-Time

 

Wie Sebastian entdeckt hat, wir die App im Hintergrund alle 10 Minuten aktiv, macht irgendwas und schläft wieder ein. Und das über Stunden und Tage. Auch wenn man die Chat-Funktion abschaltet, hilft das nichts. Die Facebook Messenger App macht übrigens das selbe… Es gibt aber zwei Lösungen:

  1. Die Facebook App löschen und dafür Fastbook (ist schneller als die Facebook App und hat keine lästigen Chat-Heads) benutzen.
  2. Nach jeder Benutzung die Facebook-App über die Multitasking-Leiste beenden (Doppel-Klick auf den Home-Button)

Die ganze Erkenntnisse von Sebastian kann man in seinem Blogbeitrag nachlesen welcher auch von Zeit zu Zeit noch ein Update mit neuen Tests aktualisiert wird. Mich würde interessieren, wer eine Zunahme der Akku-Leistung nach den oben genannten Tipps gespürt hat…

Apple. Google. Facebook. Amazon.

Ein Kurzfilm über die vier grössten Internetmächte: Apple, Google, Facebook und Amazon. Kurz: AGFA. Das Video gibt einen Überblick über Strategien und Geschäftsmodelle der vier grossen Firmen und zeigt die Auswirkungen für Nutzerinnen und Nutzer. Bei Apple heisst es:

Apple ist ein eingezäuntes Wirtschaftssystem, im dem einzig Apple die Regeln bestimmt.

Bei Google, Facebook und Amazon wird die Internetnutzung genauestens aufgezeichnet um  dann passende Werbeanzeigen zu schalten. Zur Erhebung dieser Daten werden auch Mails und das Smartphone durchleuchtet.

In Sachen Smartphone hat man die Wahl zwischen einem geschlossenen Wirtschaftssystems bei Apple, oder einem Schnüffelstaat bei Google. Ich bin gespannt wo sich Windows Phone eingliedern wird… Das wäre die Chance für Microsoft sich mit einer weissen Weste zu positionieren. Übrigens will Apple mit einem neuen Patent den drei Anderen mächtig an’s Bein pinkeln. Deren Geschäftsmodelle und Einnahmequellen wären damit in Frage gestellt… Kein Wunder also steigen Google und Microsoft in den Hardware-Markt ein.

Apple lügt. Demnächst. Für uns.

Renato Mitra's Netzwerk

Wenn wir uns im Internet bewegen, dann hinterlassen wir Spuren. Interessante Spuren. Das wissen auch grosse Unternehmen und sehen in den Spuren grosses Potential in der Analyse dieser Spuren. Kein Wunder also das Google die Suchen peinlich genau auswertet. Kein Wunder hat Google das eigene Netzwerk Google+ eingeführt. Auch Microsoft sammelt über Bing Daten und Facebook weiss auch ganz genau, was wir ausserhalb von Facebook.com tun!

Nur Apple scheint bisher kaum Interesse daran gehabt zu haben, Daten über die Benutzer im Internet zu sammeln. Und wie ein Patent nun zeigt, will Apple uns sogar helfen, unsere Daten vor den grossen Daten-Sammlern wie Google, Facebook und Microsoft zu schützen. Das Patent „Techniques to pollute electronic profiling“ wurde nicht von Apple erfunden, sondern von Novell. Apple hat aber, gemäss dem Patent, das exklusive Recht das Patent zu nutzen oder gar Lizenzen zu verkaufen.

Sollte diese Technik zur Anwendung kommen, kann damit systematisch gelogen werden. Hier ein schönes Beispiel von Cult of Mac:

Angenommen Du wohnst in Kalifornien, benutzt einen Mac, besuchst Amazon und kaufst mit der VISA Karte das Buch „Animal Farm“ von George Orwell. Das wären natürlich super Daten für alle Datensammler! Google wie auch Amazon würden Dir für das Buch weitere Anzeigen und Bücher vorschlagen. Oder lokale Werbeanzeigen für Kalifornien würden Dir angezeigt. Diese Informationen, gepaart mit anderen, bereits gesammelten Infos werden mit jeder Bewegung noch aussagekräftiger über Deine Person.

Kommt jetzt aber das Lüge-Patent von Apple zum Einsatz, dann wird Euer Profil in den Augen der Datensammler einfach nur unbrauchbar. Beim oberen Beispiel würde dann andere Informationen an die Datensammler gesendet, als es tatsächlich der Fall ist. Firmen wie Google und Amazon würden dann beispielsweise dieses Profil erhalten:  Du wohnst in Kansas, benutzt einen Linux-PC und kaufst mit der American Express Karte das Buch „Cooking with Pooh“. So wäre es unmöglich ein Profil über Dich zu erstellen, weil bei jeder Bewegung hast Du einen anderen Wohnort, beispielsweise.

Apple könnte diese Technologie beim Safari einbauen und der Benutzer kann dann entscheiden, ob er das Lüge-Patent einschalten möchte oder nicht… Damit würde Apple und Benutzer nicht nur schützen, sondern den Mitbewerbern Google (Android), Amazon (Kindle), Microsoft (Windows) und Facebook einen schweren Schlag verpassen in Sachen Datensammeln.

Viel detailliert geht übrigens der Artikel bei Patently Apple auf das Thema ein. Sicher auch lesenswert, wenn man sich für das Thema, insbesondere für dieses Patent interessiert.

Was haltet ihr von dem Patent? Hilfreich oder überflüssig?

 

Vorschau auf iOS 6

iOS 6 Vorschau

Apple hat gestern eine Vorschau auf iOS 6 gezeigt. Dem weit verbreiteten mobilen Betriebssystem wurden über 200 neue Funktionen hinzufügt. Die neuen iOS 6 Funktionen beinhalten: eine völlig neue Karten App mit Kartographie im Apple-Design, turn-by-turn Navigation und eine unglaubliche neue Flyover-Ansicht; neue Siri Funktionen mit Unterstützung von weiteren Sprachen, leichtem Zugang zu Sport-Ergebnissen, Restaurant-Empfehlungen und Kinoprogrammen; Facebook Integration für Kontakte und Kalender mit der Möglichkeit direkt aus dem Notification Center,  Siri und Facebook unterstützten Apps wie Fotos, Safari und Karten zu posten; Shared Photo Streams über iCloud; und Passbook, die einfachste Möglichkeit, um all seine Ausweise an einem Ort zu haben.

Scott Forstall, Senior Vice President iOS Software von Apple, zum neuen Betriebssystem:

iOS 6 setzt das hohe Innovationstempo fort, das es Apple ermöglichte das Telefon neu zu erfinden und die iPad-Kategorie zu kreieren, die das bestmögliche mobile Erlebnis auf einem Gerät liefert. Wir können es kaum erwarten bis Hunderte von Millionen iOS-Nutzer die unglaublichen neuen Funktionen von iOS 6 ausprobieren, darunter die neue Karten App, erweiterte Siri Unterstützung, eine tiefe Facebook Integration, geteilte Foto-Streams und die innovative neue Passbook App.

Karten
iOS 6 beinhaltet eine völlig neue Karten App mit Vektor-basierten Kartenelementen, die Grafik und Text geschmeidig und das Schwenken, Kippen und Zoomen unglaublich flüssig machen. Die neue turn-by-turn-Navigation führt mit gesprochenen Richtungen zum Ziel und die unglaubliche Flyover-Funktion hat fotorealistische interaktive 3D Ansichten. Echtzeit Verkehrs-Informationen halten einen auf dem Laufenden, wie lange es noch bis zum Ziel ist und bieten alternative, zeitsparende Routen, wenn die Verkehrsverhältnisse sich entscheidend verändern. Zusätzlich bietet die lokale Suche Informationen zu über 100 Millionen Unternehmen mit Infokarten zu Yelp Einschätzungen, Bewertungen, verfügbaren Deals und Fotos.

Siri
Siri, jetzt für das neue iPad wie auch das iPhone 4S verfügbar, unterstützt die Sprachen Englisch, Französisch, Deutsch und Japanisch und jetzt auch Spanisch, Italienisch, Koreanisch, Mandarin und Kantonesisch. Siri ist für die Nutzung in 15 Ländern optimiert und lässt einem dabei noch mehr mit der Stimme erledigen, sei es das Finden der neuesten Sportergebnisse oder das Reservieren im Restaurant. Man kann Siri auch bitten, den Facebook-Status zu erneuern, auf Twitter zu posten oder eine App zu öffnen. Zusätzlich wird die freihändige Siri-Funktion durch den neuen Eyes Free-Modus erweitert, der es ermöglicht nur mit der Stimme mit dem iPhone zu interagieren.

Facebook
Die eingebaute Facebook-Integration ist die beste in einem mobilen Gerät, bei der man sich einmal anmeldet und aus dem Notification Center sowie Siri und Facebook unterstützten Apps wie Fotos, Safari und Karten postet. Informationen der Facebook-Freunde sind bei allen iOS-Geräten auf dem neuesten Stand, Details bei Kontakten werden bei Änderungen automatisch upgedatet, Veranstaltungen und Geburtstage werden im Kalender eingetragen. Inhalte aus dem App Store und iTunes kann man direkt mit „Gefällt mir“ bezeichnen und man sieht, was Freunde empfehlen.

iCloud
Mehr als 125 Millionen Nutzer gebrauchen schon iCloud und iOS 6 führt neue Möglichkeiten ein, um Fotos mit Freunden und Familie mit Shared Photo Streams zu teilen. Man wählt einfach die Bilder, die man teilen möchte, sucht die Freunde, die das Album bekommen sollen und das Shared Photo Stream Album ist sofort auf deren iOS-Geräten, in iPhoto und Aperture auf deren Macs, über das Internet oder sogar durch Apple TV verfügbar. Man selbst und seine Freunde können in einem geteilten Album Kommentare hinterlassen oder irgendein Foto mit „Gefällt mir“ bezeichnen.

Passbook
Die neue Passbook App ist der einfachste Weg, um alle Ausweise, wie Bordkarten oder Baseball Tickets an einem Ort zu haben. Mit Passbook kann man iPhone oder iPod touch scannen um einen Coupon zu nutzen, in ein Konzert zu gehen oder in einem Hotel einzuchecken. Je nach Zeit und Ort zeigt Passbook automatisch die Ausweise auf dem Lock-Screen; wenn man also sein Lieblings-Café betritt, erscheint der Mitgliedsausweis und man kann ihn scannen lassen um einen Kaffee zu kaufen oder sein Konto zu checken. Passbook weist sogar auf kurzfristige Flugsteig-Änderungen oder Verspätungen am Flughafen hin.

Guided Access
Entsprechend dem Engagement von Apple innovative Lösungen für Bildung und Barrierefreiheit anzubieten, führt iOS 6 Guided Access ein. Diese neue Funktion erlaubt es einem Elternteil, Lehrer oder Administrator Bedienungselemente der Hardware zu deaktivieren um ein iOS-Endgerät mit einer einzigen App zu belegen, nützlich speziell für Prüfungen oder um jemanden mit einer Behinderung zu dabei helfen fokussiert zu lernen. Guided Access bietet auch die Möglichkeit die Eingabe auf bestimmte Teile des Bildschirms zu begrenzen.

Weitere neue iOS 6 Funktionen beinhalten:

  • Erweiterungen bei Safari, dem weltweit beliebtesten mobilen Browser, wie iCloud Tabs, offline Leselisten, Foto-Uploads und Vollbild-Ansicht;- Unterstützung von FaceTime-Telefonaten über Funknetzwerke;
  • die Möglichkeit eine VIP-Mailbox einzurichten, die es einem erleichtert die Nachrichten wichtiger Personen, die man als VIP gekennzeichnet hat, schnell zu lesen;
  • die Möglichkeit eingehende Anrufe mit einer kurzen Nachricht abzulehnen, eine Rückruf-Erinnerung zu setzen, das Einstellen einer Nicht-Stören Option; und
  • eine ganze Reihe von Verbesserungen und Services speziell für iOS-Nutzer in China, wie eine verbesserte Texteingabe und die eingebaute Unterstützung von beliebten chinesischen Services wie Baidu, Sina Weibo, Youku und Tudou.

Verfügbarkeit
Die iOS Beta-Software und das SDK sind ab sofort für Mitglieder des iOS Developer Programms erhältlich. iOS 6 wird als kostenloses Software Update für iPhone 4S, iPhone 4, iPhone 3GS, das neue iPad, iPad 2 und iPod touch (4. Generation) in diesem Herbst erhältlich sein. Einige Funktionen könnten nicht auf allen Produkten verfügbar sein.