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Heute Abend: iPhone 4 Pressekonferenz

iPhone 4

Heute Abend um 19:00 Uhr  findet in Cupertino eine aussergewöhnliche Pressekonferenz statt. Apple hat diverse Journalisten eingeladen um über das iPhone 4 zu berichten. Mehr Informationen gab der Apfel-Konzern dann aber auch nicht.

Die New York Times und das Wall Street Journal, die beiden amerikanischen Blätter mit den besten Verbindungen zu Apple, sind bereits am spekulieren was genau heute Abend kommuniziert wird.

Die New York Times zitiert einen Experten der das iPhone 4 Design genau kennen soll. Dieser behauptet nämlich, dass das Antennen-Problem eben doch mit einem Software Update gelöst werden kann. Ein Update, welches eben mehr bringt, als nur eine Empfangsbalken-Design-Anpassung:

One person with direct knowledge of the phone’s design said Thursday that the iPhone 4 exposed a longstanding weakness in the basic communications software inside Apple’s phones and that the reception problems were not caused by an isolated hardware flaw.

Instead, the problems emerged in the complex interaction between specialized communications software and the antenna, said the person, who agreed to speak on the condition of anonymity because he was not authorized to discuss the matter.

Das gestern veröffentlichte Update iOS 4.0.1 war jedoch eher für kosmetische Verbesserungen gedacht bei der Anzeige der Empfangsbalken. Endgültig gelöst werden soll das Problem mit dem Update auf iOS 4.1. Ursache für das Problem soll anscheinend „nur“ das komplexe Zusammenspiel zwischen Kommunikations-Software und Antenne sein, welches durch ein Update behoben werden kann.

Das Wall Street Journal meint, dass man auf keinen Fall mit einer Rückrufaktion rechnen dürfe:

The Cupertino, Calif., company has called a news conference at its headquarters to discuss the issue Friday. Apple doesn’t plan to recall the phone, a person familiar with the matter said.

Ein Analyst, mit dem namen Ashok Kumar, will dafür aus nahen Quellen der iPhone-Fertigungspartner wissen, dass man bereits modifizierte iPhone 4 produziert. Dabei wird die Antenne im inneren des Gehäuses besser isoliert und erreicht so quasi ein „interner Bumper“. Diese Aussage würde auch die aktuellen Lieferengpässe erklären, denn in Deutschland wartet man geschlagene 9 Woche auf das iPhone 4! Jedoch ist diese Analyse im Wiederspruch zum Bericht der New York Times…

Wenn man also den heutigen Abend zusammenfassen möchte:

  • Es gibt keine Rückrufaktion
  • Das Problem lässt sich mit einem Software-Update beheben
  • Das Problem lässt sich mit einer Modifikation beheben

Natürlich können wir noch weitere Spekulationen erstellen oder einfach den heutigen Abend abwarten…

Das iPad verändert die Werbung

Viele Leute glauben, dass das iPad die Print-Medien frontal angreift und diese nun herausfordert. Tatsächlich erwarten viele, dass Ihr Lieblingsmagazin schon bald im iPad Format digital vorliegen wird. Wie man in den letzten Tagen aber erfahren hat, sollen sich einige namhafte Verlage noch sträuben, denn die haben genau beobachtet, wie Apple mit iTunes den gesamten, weltweiten Musikmarkt an sich gerissen hat. Nur verständlich das die Medienhäuser dieser Welt nun Angst haben, demnächst auch vom grossen Apfel abhängig zu sein!

Vielleicht sind grosse Medienhäuser noch unsicher was sie vom iPad halten sollen. Ich sehe darin aber eine ganz grosse Chance für kleine Verlagshäuser! Mit relativ kleinem Aufwand können Bücher und Magazine demnächst an eine grosse Herschar von Leser digital vermittelt werden.

Auch die Werbung verändert sich entscheidend! Erst gestern wurde bekannt, dass die grossen Online Zeitungen grosse Einnahmen bei den Werbeplätzen ihrer kommenden iPad Apps verzeichnen dürfen. Firmen wie FedEx, Toyota, Unilever, Capital One oder Buick bezahlen den Medien wie New York Times, Newsweek, Wall Street Journal, Time oder Sports Illustrated zwischen 75’000 und 300’000 US-Dollar für einige Monate Display-Werbung in deren iPad Apps!

Tatsächlich sind die Möglichkeiten Werbung zu betreiben in den iPad Apps wesentlich interessanter als in den Printmedien und Online. Auf einer ganzseitigen Display-Werbung kann man nach Wunsch Filme abspielen, Meinungen aus Twitter anzeigen mit einer Twitterwall oder einfache Spiele implementieren welche man direkt mit dem Finger machen kann. Und ist das iPad mit dem Internet verbunden, dann kann man die Teilnahme an einem Wettbewerb auch ohne weiteres per Twitter oder Facebook den Freunden mitteilen.

Kein Wunder haben hier erste Agenturen bereit Blut geleckt und sich entsprechend vorbereitet:

Heisst das Apple Tablet iSlate?

Der Chef der New York Times, Bill Keller, sprach vor der Belegschaft über die Zukunft der Zeitungs-Industrie. Dabei Sprach er auch von einem „impending Apple slate“, also einer „bevorstehenden Apple Schiefertafel“ über welche in Zukunft die Zeitungsnachrichten verbreitet werden…

I’m hoping we can get the newsroom more actively involved in the challenge of delivering our best journalism in the form of Times Reader, iPhone apps, WAP, or the impending Apple slate…

Die Frage ist nun, hat Bill Keller mit der Schiefertafel nur die Gerüchte im Web aufgegriffen und in eigenen Worten als Slate betitelt, oder ist dem geschäftsführender Herausgeber der Produktnamen des Apple Tablet über die Lippen gerutscht? Heisst es wirklich einfach nur Slate, oder iSlate? Oder handelt es sich dabei nur um einen Projektnamen?

(Via 9to5Mac)