Das iPad verändert die Werbung

iPad 26. März 2010

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Das iPad verändert die Werbung

Viele Leute glauben, dass das iPad die Print-Medien frontal angreift und diese nun herausfordert. Tatsächlich erwarten viele, dass Ihr Lieblingsmagazin schon bald im iPad Format digital vorliegen wird. Wie man in den letzten Tagen aber erfahren hat, sollen sich einige namhafte Verlage noch sträuben, denn die haben genau beobachtet, wie Apple mit iTunes den gesamten, weltweiten Musikmarkt an sich gerissen hat. Nur verständlich das die Medienhäuser dieser Welt nun Angst haben, demnächst auch vom grossen Apfel abhängig zu sein!

Vielleicht sind grosse Medienhäuser noch unsicher was sie vom iPad halten sollen. Ich sehe darin aber eine ganz grosse Chance für kleine Verlagshäuser! Mit relativ kleinem Aufwand können Bücher und Magazine demnächst an eine grosse Herschar von Leser digital vermittelt werden.

Auch die Werbung verändert sich entscheidend! Erst gestern wurde bekannt, dass die grossen Online Zeitungen grosse Einnahmen bei den Werbeplätzen ihrer kommenden iPad Apps verzeichnen dürfen. Firmen wie FedEx, Toyota, Unilever, Capital One oder Buick bezahlen den Medien wie New York Times, Newsweek, Wall Street Journal, Time oder Sports Illustrated zwischen 75’000 und 300’000 US-Dollar für einige Monate Display-Werbung in deren iPad Apps!

Tatsächlich sind die Möglichkeiten Werbung zu betreiben in den iPad Apps wesentlich interessanter als in den Printmedien und Online. Auf einer ganzseitigen Display-Werbung kann man nach Wunsch Filme abspielen, Meinungen aus Twitter anzeigen mit einer Twitterwall oder einfache Spiele implementieren welche man direkt mit dem Finger machen kann. Und ist das iPad mit dem Internet verbunden, dann kann man die Teilnahme an einem Wettbewerb auch ohne weiteres per Twitter oder Facebook den Freunden mitteilen.

Kein Wunder haben hier erste Agenturen bereit Blut geleckt und sich entsprechend vorbereitet:

ist ein leidenschaftlicher Vollblut-Blogger. Apple Experte. MINI Fan. Kommuniziert leidenschaftlich gerne über digitale Kanäle. Ansonsten: Try, fail, think, learn, repeat.
21 Comments
  1. marc69

    Mittlerweil bin ich fest davon überzeugt, das das iPad die gesamte Medienlandschaft (vor allem jene der Printmedien) grundlegend verändern wird. Einige Verlage werden auf der Strecke bleiben, neue, junge und innovative werden die Medienlandschaft berreichern. Ja, das iPad kann sogar alle Medien vereinen: Die Broadcaster bringen ihre Sendungen auf das iPad, die Verlage ihre Magazine und Zeitungen, das Internet und die Musik auf einem mobilen Device gehört ja bereits zur Tagesordnung. Da kommt was auf uns alle zu! Nur die Papierindustrie, die wird wenig Freude daran haben ;-(

  2. Ralph

    Ich weiss, ich wiederhole mich, aber das kann mich einfach nicht so richtig begeistern. Irgenwie hab ich das Gefühl, dass das eher ein Spielzeug für all die Marketingfritzen da drausen ist, die sich kreativ austoben können. Diese Magazine werden sicher ihre Leserschaft haben..... aber obs ein Erfolg wird? Dabei ist doch das einzige was ich möchte, die NZZ auf dem iPad lesen zu können (mit Umblätterfunktion) ;) Und kommt mir jetzt nicht mit "es gibt ja schon ein App auf dem iPhone für die NZZ"! Auf diese Copy & Paste Online inhalte kann ich getrost verzichten!

  3. MLB

    Ich möchte es einfach einmal los werden. Diese iPad Meldungen langweilen mich zu Tode. Ich bin überhaupt nicht ungeduldig auf den release, sondern werds mir dann irgendwann Mal anschauen gehen im Store oder bei Freunden, eventuell kauf ich dann eins, oder eben nicht. Es ist eben nicht so relevant, wie das neue iPhone. Das iPad ist viel zu sperrig um es wirklich immer dabei zu haben. Ich brauche die funktionen in Hosentaschen-Grösse. Mein 3G ist Nahe am Leistungstod und mein Vertrag läuft im Sommer aus, warum kann nicht endlich das neue iPhone präsentiert werden? Was kümmert mich der Hausfrauen-Tablet?! So ein Tablet ist ein schönes Accsessoire, aber wirklich wichtig nicht, mein iPhone ist immer dabei, ich Telefoniere täglich damit, sende SMS, benutze die Apps für privates und berufliches. Also sind Infos darüber viel Wichtiger. Ausserdem sind eh seit dem 27.1. keine wirklich interessanten News übers iPad aufgetaucht, da ist es schlicht frustrierend, wenn man jeden Tag kurz auf den Apfelseiten des WWWs vorbei schaut und überall nur langweilige und unnötige News zum iPad stehen. Das Apple-Feuer ist etwas verflogen, wo bleiben Gerüchte über neue iPhone-Software, MacBooks, iLife etc. Das iPad ist nicht alles, was Apple produziert und wirklich revolutionär finde ich es auch nicht...

  4. matthias

    Lieber Renato. Es heißt nicht "grosse", sondern noch immer "große". Lieber MLB. Es heißt nicht "Grösse", sonder noch immer "Größe". Es heißt auch nicht "Strasse", sondern noch immer "Straße". Das nur so nebenbei. Bitte nicht übel nehmen.

  5. Pinacol

    @Renato, mich würde mal wunder nehmen, wie es mit der Schweizer Zeitungslandschaft aussieht. Habe Tagi ne Email geschrieben betreffend Tagi auf iPad und was es kosten könnte und wie das mit Apple abgewickelt wird. Bis jetzt keine Antwort vom Chefredaktor. Schade! @matthias Leider liegst du da falsch! Das 'ß' ist in der Schweiz nichtexistent und Renatos Blogadresse endet mit .CH, darum gelten die CH-Regeln :) Schau dir mal einen CH-Tastatur an, du suchst das ß vergebens. Ich kämpfe gegen dieses unnütze Zeichen schon lange. Es bringt keinen Zugewinn beim lesen oder verstehen, es stört sogar beim Schreibfluss. Ich weiss, du kommst jetzt mit Mass und Maß...im Zusammenhang ist das sonnenklar.

  6. woohoo

    @matthias: mag vielleicht bei unserem grossen Nachbarn so sein, wir Schweizer kennen das scharfe S nicht.

  7. CueqzappeR

    Lieber matthias. Es heisst in der Schweiz durchaus "grosse" und "Grösse", "Strasse" und sowieso, da wir in der Schweiz kein scharfes "ß" haben. Bitte nicht übel nehmen :) Zur News: Ich schliesse mich denen an, die die iPad euphorie nicht teilen - aber mal schauen, wie es wirklich läuft :) Vieles wird vom Content abhängen. Und der wird hoffentlich auf viele Tablets portiert werden, nicht nur dem iPad (digitale Magazine) .... edit: da waren wohl 3 Besserwisser gleichzeitig am Schreiben :D

  8. Lichtmann

    Das ist mal wieder ein genialer Zug von Apple. Die verstehen, dass sie unterstützt werden, wenn sie teilen.

  9. Braugold

    Hm, ich finde es schon bedrohlich. Meineserachtens sollte kein privates Unternehmen in der Lage sein, Medien zu steuern. Es kann und darf nicht von irgendwelchen i-tunes Regeln abhängig sein, welche Inhalte verbreitet werden dürfen und welche nicht (z.B. die aus europäischer Sicht prüden amerikanischen Gesetze, Alterfreigabe etc). Sicherlich ist es bequemer, alles in einer Software gebündelt zu haben. Das kann nicht die Lösung sein und das wissen die Verlage. Wenn ich Jobs Aussage: "Ich will die Medien retten", höre, dann wirds mir himmelangst, zumal er zuvor eine andere Meinung hatte. Aber was tut man nicht alles für die Gewinnmaximierung. ;) Ich will jetzt nicht überdramatisieren. Es wäre toll, ein Stapel Zeitschriften kompakt mit sich führen zu können. Aber die Quelle darf nicht "only itunes" sein. Ich fänd es besser, wenn die Verlage ihre eigenen Stores hätten und in einem einheitlichen Format die Mag's verlegen und für alle PCs und Tablets erhältlich sind. Sicher geht für Apple die Exklusivität verloren, mit der das Unternehmen ja so charismatisch am Markt vertreten ist. Aber warum eine Mauer aufbauen, wo keine sein müsste... ?

  10. matthias

    Ich hatte ja keine Ahnung! Danke für die Aufklärung! :-D

  11. florian

    Egal ob zwei s oder scharfes S, das Ipad ist und bleibt einfach ein heißes Teil ;)

  12. Fan

    Ich hab mir gerade meine IPad 2 bestellt und bin gespannt wie nichts gutes ! Das wird der Hamma :)

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