Swisscom CEO: „iPhone-Kunden sind wirtschaftlich sehr interessant“

Apple 9. August 2010

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Swisscom CEO: „iPhone-Kunden sind wirtschaftlich sehr interessant“

Apple & Swisscom

, seines Zeichens vom grössten Schweizer Mobilfunkprovider , wurde von der SonntagsZeitung interviewt. Darin war zu erfahren, dass er seit rund 10 Tagen ein iPhone 4 besitzt und keine Empfangsprobleme feststellen konnte. Er habe das Gefühl, dass der Empfang etwa gleich wie beim 3GS sei…

Swisscom hätte 10 mal mehr verkaufen können
Etwas lauter, jedoch immer noch durch die Blumen, wird seine Kritik wenn es um die Frage der verkauften iPhone 4 geht… Swisscom hätte rund zehn mal mehr iPhone 4 verkaufen können, leider aber hat die Swisscom nicht genug Smartphones von gekriegt. Bereits um 10 Uhr war am Verkaufsstart-Tag das neue iPhone ausverkauft! Schloter sagt weiter dazu:

Auch ein sehr erfolgreiches Unternehmen muss sich überlegen, wie man eine Markteinführung eines neuen Geräts optimal gestaltet, dass der Kunde am Ende des Tages zufrieden ist. Es kann ja durchaus sein, dass mit einem neuen Gerät nicht die gesamte Nachfrage befriedigt werden kann, aber dann sei die Frage erlaubt: Wenn ich am Einführungstag zehnmal mehr Nachfrage habe als lieferbare Geräte, wie gehe ich damit um? Wie steuere ich das? Einfach nach dem Ellbogenprinzip? Nach dem Motto: Wer als Erster in den Laden kommt, wird bedient. Oder baue ich ein Reservierungssystem ein? Apple darf den Bodenkontakt zu den Kunden nicht verlieren.

Reservierungen wären besser gewesen als Warteschlangen
Besonders die Auflage, dass die Mobilfunkprovider keine Reservationen annehmen dürfen ärgerte den Chef:

Es war nicht möglich, vor der Lancierung das neue iPhone zu reservieren. Das frustriert die Kunden total. Viele wussten bereits vor sechs Wochen, dass sie ein neues iPhone wollen. Aber nicht jeder Kunde hat die Möglichkeit, um Mitternacht bei einem Laden anzustehen. Ich finde es besser, wenn die Kunden Reservierungen machen können und informiert werden, wann ihr neues iPhone verfügbar ist. Bei den ersten beiden Lancierungen konnten wir Vorreservierungen entgegennehmen, jetzt ging das nicht mehr. Bis zum Verkaufsstart konnten wir lediglich Interessenbekundungen entgegennehmen.

iPhone Besitzer sind die besseren Kunden
Eine interessante Aussage machte Schloter zu den Umsatzzahlen der Kunden. iPhone-Besitzer sind statistisch gesehen die besseren Kunden, denn durchschnittlich sind deren Umsätzerund CHF 30 höher als von anderen Kunden. Schloter bestätigt weiter, dass iPhone-Benutzer gar wirtschaftlicher sind als Android-Benutzer.

Mein Fazit zur Lancierung
Apple wurde ganz offensichtlich vom Erfolg überfahren, trotz den anfänglichen Berichten über grosse Empfangsprobleme. Aber was wäre denn die geforderte Konsequenz vom Swisscom-Chef? Apple müsste noch weniger Länder zu noch späteren Zeitpunkten beliefern, damit wirklich mehr als genug Geräte vorhanden sind. Denn seien wir ehrlich. Die knappen iPhone 4 Stückzahlen hat doch nichts mehr mit Marketing zu tun. Im Gegenteil. Je länger es geht bis die Kunden endlich ein iPhone 4 in den Händen halten können, desto mehr Zeit haben die Kunden auf andere Geräte umzusteigen. Nicht auszudenken wäre auch die logistischen Meisterleistungen wenn man je eine Million Geräte pro Land zwischenlagern müsste, bis man endlich mit dem Verkauf starten könnte…

Ich kenne mich mit der Produktion elektronischer Geräten nicht aus, aber drei Millionen iPhone kann man wohl kaum in einem Monat so eben mal herstellen… Wären wir glücklicher, wenn die Schweiz erst Ende September, oder gar später, das iPhone 4 bekommen hätte, dafür wären dann 50% der Nachfragen bedient worden? Wie könnte eine solche Lösung aussehen?

Mein Fazit zur Reservierung
Welche Art von wäre wohl fair? Nicht jeder Kunde erfährt zur selben Zeit von der Reservationsmöglichkeit. So oder so muss man auf sein Gerät warten. Apple liebt nun mal Warteschlangen und daher wurden wohl die Reservationen den Mobilfunkanbieter untersagt. Es wäre jedoch schön, wenn man schon Reservationen nicht erlaubt, dass dann auch mehr oder weniger genug Geräte vorhanden sind. Durchschnittlich haben die Swisscom Shops aber gerade einmal 15 Geräte erhalten. Damit aber genügen Geräte vorhanden sind, sind wir wieder beim Punkt der Lancierung… Ein Teufelskreis. Wie kann man wohl in ca. 20 Länder eine zeitnahe Lancierung koordinieren mit ca. 10 Millionen Geräten ohne gleich sämtliche Container-Schiffe und Lagerhallen zu beanspruchen? Aus einer kleinen Ego-Sicht heraus interessiert das nicht. Man will nur das iPhone und zwar gleich! Vielleicht sollte man dann mal einen Schritt zurück gehen und das Problem etwas globaler anschauen! Millionen von Konsumenten wollen das iPhone als erster!

ist ein leidenschaftlicher Vollblut-Blogger. Apple Experte. MINI Fan. Kommuniziert leidenschaftlich gerne über digitale Kanäle. Ansonsten: Try, fail, think, learn, repeat.
35 Comments
  1. marc69

    Ich weiss gar nicht was Herr Schloter jammert, er hat ja sein iPhone 4. Vielleicht täte die Swisscom gut daran, statt die gesamte Chefetage mit neuen iPhone's zu beliefern, diese an die Kunden zu verteilen.

  2. leo

    Renato, eines deiner besten Fazit!

  3. igazz24

    Tönt vernünftig, aber Vernunft und iPhone passt ja nicht wirklich zusammen (sagt ein iPhone-Besitzer), aber ich bin gespannt was ich heute für ein Angebot kriege für's iPhone 4 von Swisscom und wie unvernünftig ich dann sein muss ;-) Hat jemand zufällig grad noch ein Tipp wo es am ehesten iPhone 4 verfügbar haben könnte? Bitte nicht auslachen, komme gerade aus dem Urlaub und kenne die genaue Lage was die Verfügbarkeit angeht noch nicht. Cheers.

  4. Ralph

    Ach was! Ich mache Apple keinen Vorwurf, dass nicht genug produziert wurden, aber der Hintergrund, dass man sich nicht auf eine Listen setzen lassen konnte war ja klar: Man wollte laaaaaange Schlangen vor den Stores! Das Medienecho war ziemlich gross. In allen Tageszeitungen hab man Bilder von den anstehenden Menschen gesehen..... und ihr wisst ja: "Wenn viele Leute etwas unbedingt haben möchten, möchte ich es auf einmal auch" ;) Gäbe es eine Liste, wären wohl die einten oder anderen zuhause geblieben, da Sie ja wüssten, dass Sie Nr. 16 sind.

  5. never

    anstehen für ein Iphone ist dasselbe wie.. Kreischend vor den backstreetboys zusammenbrechen.... der verlust der letzten Menschenwürde... Es gibt sicher viele die niemlas 6h Stunden für ein beschissenens Iphone anstehen würden, und sich trotzdem eins kaufen. Es ist nur ein Handy.... und nicht mal ein besonders gutes

  6. Bsqd

    Super Bericht, und sogar Schloter ist mir in diesem Interview sympatisch.

  7. Chrome

    @igazz24 ich würd mir keine Hoffnungen machen ;). Im Moment hat glaub ich keiner iPhone 4 lieferbar. Am ehesten halt noch die Apple stores.

  8. tibeau

    @igazz24 warten musst du so oder so... mein tipp: versuchs bei der hotline! die haben mir das iphone mit vertragsverlängerung 100.- billiger abgeboten, als der etwas überforderte herr im sc-shop... bin auch erst letzte woche von den ferien heimgekommen und habs mir dann reservieren lassen... viel glück bei der reservation!

  9. Oli

    Ich habe nicht gegen Schlangen vor den Stores und die begrenzte Verfügbarkeit verstehe ich auch. Aber es wäre auch für Apple besser gewesen, wenn die Leute vor dem Stores genau gewusst hätten, wie viele Handy nun vorhanden sind. Wenn 40 Leute anstehen und 7 bekommen ein iPhone, dann hat die Mehrheit einen riesen Frust...

  10. Pat

    Ich steige jetzt um auf HTC. Habe die Schnauze voll, so abhängig von Itunes zu sein. Mit HTC bin ich frei und kann laden und löschen WOIMMER und an egal welchem PC ich will...

  11. amade.ch

    das einzige, was mich interessiert hätte ist, warum swisscom noch immer nur 2-jährige verträge anbietet. (oder sehe ich das falsch?)

  12. igazz24

    Falls es jemanden interessiert: Preis bei Swisscom - nach Nachhacken - doch nur 10.- teurer als der eines Neukunde, dachte mir schon ich müsste tatsächlich wechseln um als "guter" Kunde behandelt zu werden. Warten auf die Lieferung wird wohl einiges an Geduld beanspruchen - naja Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. ;-)

  13. igazz24

    @amade.ch Ich finde 2 Jahresverträge für mich sehr gesund, damit komme ich im nächsten Jahr erst gar nicht in Versuchung ein neues iPhone zu kaufen. Sind wir mal ehrlich wer ein 3gs hat braucht doch wirklich nicht zwingend das iPhone 4 zu kaufen. Ich als 3g Besitzer habe da schon eher gute Gründe.

  14. appler

    telefonierte vorhin der sc und fragte nach dem preis für das 16gb! müsste unglaubliche 479.- zahlen! einfach unfair diese Preispolitik :(

  15. Dani

    Ich warte auch auf mein reserviertes Iphone von Swisscom. Mir ist aufgefallen, dass die Werbung von Android Smartphones in den letzen Wochen stark zugenommen hat.. warum wohl :) Noch bleib ich dem Iphone treu. Aber ich mache mir mittlerweile schon so meine Gedanken ob das Iphone wiklich das beste Smartphone für mich ist..

  16. amade.ch

    @igazz24 die politik mit den "nur-2-jahresverträgen" ist kompletter blödsinn. wenn das gerät zwei jahre garantie hat, kann man es nach einem jahr problemlos zu einem guten preis verkaufen. so finanziere ich mir jeweils das neue telefon bei vertragsverlängerung. im übrigen macht das auch finanziell sinn, da der unterschied zwischen den zwei vertragslaufzeiten sich preislich nicht in 12x dem abopreis niederschlägt, was es ja müsste.

  17. lulezi

    Mir bot die Swisscom die 32GB-Version für 579.- an. Als Neukunde bezahle ich 399.-! Beides mit dem gleichem 2-Jahres-Abo. Weiss jemand wie lange die Kündigungsfrist ist?

  18. Oli

    @ lulezi 3 Monate Bei den momentan angegebenen Lieferfristen würde sich das fast lohnen. Nur so als Tipp. Wenn du bei der Swisscom nachfragst, sagen sie, dass du nach Wechsel auf Prepaid 6 Monate den gleichen Status behalten musst. Laut Erfahrungsberichte kannst du schon einen Tag später ein neues Abo abschliessen ;-)

  19. Evellon

    @Oli Woher hast du diese Info? Auf meinen Swisscom Vertrag steht was von 2 oder sogar von einem Monat Kündigunsfrist... Müsste zuhause nachgucken aber glaube es ist nur 1 Monat...

  20. Blickpositiv

    @ oli, lulezi Bei mir hat es schon gereicht mit dem wechsel zu prepaid zu "drohen", mann hat mir dann angeboten die differenz (in meinen fall 120.- da 519.- statt 399.- für das 16GB) gutzuschreiben auf meine monatsrechnungen, zahle zwar mehr bar, habe abr faktisch den gleichen preis wie ein neukunde :D

  21. Oli

    @ Evellon, Blickpositiv Ich war im Swisscom Shop in Bern beim Bahnhof und Weisenhausplatz. Ich habe momentan ein Xtra Liberty plus und wollte mich informieren wie viel das neue iphone für mich kosten würde. 520 für das 32Gb war die Antwort. Auf meine Idee, dass Abo zu künden (Mindestlaufzeit ist durch) meinten die, dass sich der Vertrag automatisch um ein Jahr verlängert hat und ich 3 Monate Kündigungsfrist habe... Und ich dann 6 Monate auf Prepaid bleiben muss, damit ich wechseln darf.... Am Weisenhausplatz bekam ich ähnliche Infos. 3 Monate Kündigungsfrist. Sogar wenn das Abo Ende Monat ausläuft (war der Fall bei meiner Freundin), was für mich unverständlich und auch frech ist... Zumindest schreibt SC mir 100.- gut, weil ich auf ein teureres Abo wechseln würde....

  22. marco

    "Besonders die Auflage, dass die Mobilfunkprovider keine Reservationen annehmen dürfen ..." war das nur zwingend für Swisscom/Orange/Sunrise selber oder auch für die Partner (z.B. Mobilezone) ? Als ich am Releasetag vor dem Mobilzone bei mir in der Nähe wartete und der Laden endlich aufging hiess es lapidar vom Verkäufer: 20 iPhone + 20 Reservationen = kein iPhone für dich ....

  23. David

    @Renato Sicher gibt es Möglichkeiten genug Geräte zum Start bereit zu halten. 1. Produktion früher ansetzen. Das Design des iPhones und die Komponenten werden ja nicht erst 3 Monate vorher ausgewählt. 2. Dezentrale Zwischenlagerung bei den Verkaufsstellen und nicht Zentral an einem Ort x Millionen Lagern. Funktioniert bei Videogames etc. auch. Die Geschäfte haben die Games und veröffentlichen es erst am Verkaufsdatum. Es besteht auch kaum die Gefahr dass es jemand früher verkauft, wenn die Strafen genug hoch angesetzt sind. Die Möglichkeiten würde es schon geben. Meiner Meinung nach ist die Knappheit 30% Überforderung und 70% Marketing. Denn es hat jedes Jahr zu wenig Geräte und Apple weiss das.

  24. Almajo

    @David. Ich würde jetzt mal behaupten, dass Apple zwar weiß, wie gut sich ein neues Produkt aus Cupertino verkaufen wird (oder zumindest gute Annahmen trifft), aber niemals mit einer derartig großen Nachfrage rechnen kann. Ich finde die ganze Angelegenheit eigentlich ziemlich effektiv und auch irgendwie ökonomisch, denn so hält man die Produktionskosten einigermassen niedrig. Stell dir den gegenteiligen Fall vor, und das iPhone 4 wäre überall durchgefallen und Apple hätte zuviele Exemplare davon herstellen lassen... Na? Ich freue mich auf mein neues (allererstes) iPhone und habe auch nichts dagegen, etwas länger warten zu müssen.

  25. Rocksession

    Bestehende Kunden sollen bei der SC mehr für das iPhone bezahlen als Neukunden... Eine absolute Frechheit!! Herr Schloter sagt iPhone Kunden sind im Schnitt bessere Kunden. Warum? Weil sie mehr für ein Gerät bezahlen als ein Neukunde! Im SCshop hat mir ein Verkäufer erklärt das man so neue Kunden gewinnen möchte. Aber die bestehenden die gute Kunden sind gemass Herr Schloter möchte die Swisscom nicht behalten. das finde ich sehr schade!

  26. Kocher Res

    Für die die es noch interessant (etwas am Rande zu diesem Thema, ich weiss ;) Bei Orange hat es noch 16GB-iPhone 4. Nicht dass ich selber zu Orang wechseln würde, aber vielleicht gibt es ja solche unter euch. http://shop.orange.ch/de/invt/10058182?gclid=CKKIz7SZrqMCFUeQ3wodWVmxMw Ansonsten finde ich den Artikel ganz gut. Ob jetzt das Vorreservieren von Apple hätte unterbunden werden sollen oder nicht, hierzu gibt es sicherlich dutzende Meinungen. Mich hat es jetzt nicht besonders gestört und habe schlicht nicht damit gerechnet, dass ich überhaupt ein iPhone am 30. Juli kriege. Wenn man sich also vornerhein auf September einstellt, hat man auch kein Grund eintäuscht zu sein :D

  27. Bob

    Natürlich will Apple den Hype halten und deshalb gehört lange Schlangen stehen zu ihrem Marketing-Konzept dazu. Es macht jedoch ein Unterschied, ob nur 10% der Wartenden oder 50% bzw. 90% am Veröffentlichungstag ein iPhone kaufen können. Wenn es klar weniger als 50% sind - wie in diesem Fall - dann hat das Marketing-Konzept klar übers Ziel geschossen und schadet dann Apple selbst, da Kunden zur Konkurrenz abwandern. Ein Problem könnte sein, dass Apple die jeweiligen Ländern am 1. Tag nach Bevölkerungsgrösse beliefert (1 iPhone pro X Bürger). Dies klingt recht gerecht für die einzelnen Länder, klappt aber gerade in der Schweiz nicht wirklich, da "wir doch speziell" sind. - Schweizer kaufen überdurchschnittlich High-End-Produkte. Die Smartphone-Penetration ist sicherlich höher als in anderen Ländern, denn ich sehe fast nur Leute mit Smartphones und höchstens ältere Personen mit einem "normalen Handy". - Apple ist in der Schweiz besonders beliebt. Mag es sein, dass Schhweizer oft lieber die "Kleinen" mag (z.B. im Gegensatz zu Microsoft; weshalb es bei uns im Schnitt mehr iMacs gibt / oder ricardo bei uns beliebter als ebay ist) Jedenfalls sehe ich bei den vielen Smartphones meistens das iPhone und nur selten andere Smartphones. - Nun können alle grossen Anbieter das iPhone verkaufen. Ein Anbieterwechsel (Kündigungsfristen einhalten etc.) ist deshalb nicht nötig und eine blosse Vertragsverlängerung vereinfacht den Kauf. Die Nachfrage ist so grösser (besonders am Verkaufsstart) als in einem Land, bei der ein einziger Anbieter mit vielleicht 25-30% Marktanteil das iPhone verkauft. Jedoch müsste Apple dies bereits mit den ersten 2 Verkaufswellen (3G + 3GS) auch ohne Sunrise wissen müssen. Durch Vorbestell-Listen hätte man das Problem auch erkennen können. Solche Listen hätten jedoch das Problem, dass diese wohl länger wäre als die Anzahl verfügbarer iPhones. Damit wäre am Verkaufsstart wohl kein einziges Gerät in den Läden gewesen. Trotzdem könnte Apple durch diese Listen die Nachfrage besser einschätzen, damit zumindest 2/3 der Leute am Starttag eines kaufen können. Erfahrungswerte müssten sie eigentlich langsam auch haben. Wie bereits einmal gesagt: Zum Glück gab es die Medien, welche breit über das Antennenproblem schrieben. Sonst wäre die Schlange noch länger gewesen und die Zahl enttäuschter Gesichter noch grösser.

  28. RoFr

    Ein durchaus sympathisches Interview, wenn gleich C.Schlotter auch zuerst in seinem Laden aufräumen sollte bevor er auf andere Firmen zielt. Denn nicht nur Apple war beim Launch überfordert sondern auch Swisscom. Zur Verfügbarkeit: Ich denke nicht, dass Apple die Knappheit absichtlich herbeiführt, nicht mehr. Sie tun vielleicht nicht alles erdenkliche dagegen, da geb ich Schlotter recht, aber sich lassen sie Ihre Lager nicht gefüllt und die Stores leer. Die Nachfrage ist riesig nach dem Gerät und zwar eben weltweit, wie das Renato auch beschreibt. Denn am 31. Juli gab es nicht nur 3 Apple Stores und ~ 100 Provider Stores zu beliefern in der Schweiz, sondern noch in 16 weiteren Ländern, nebst dem, dass die Leute in Deutschland auch schon wochenlang auf eine iPhone4 warten... Wenn nun aber Apple die ganze Produktions- und Distributionskette auf 1 Mio Stück / Tag hochfährt (soviel könnten sie wohl momentan fast verkaufen) zieht das hohe Kosten nach sich und was macht Apple mit diesen Kosten in 3-4 Monaten wenn der erste Hype durch ist und sich das iPhone zwar noch gut aber nicht mehr hypemässig verkauft? Eine solch gewaltige Produktionskette lässt sich nicht einfach so ohne weiteres wieder runterfahren oder amortisieren. Und einfach so 20 Mio Stück vorrätig produzieren vor dem Launch (bzw. sogar vor der Keynote), das wär ja ein Ding. Wieviele dieser Geräte würden wohl aus dem riesigen Lager auf dubiosen Kanälen den Weg raus finden? Fazit: Es ist und bleibt ein Teufelskreis, aber die Kommunikation können alle verbessern, auch die Swisscom Herr Schlotter! Denn trotz der knappen Liefermenge, wie wo und zu welchen Konditionen man ein iPhone kaufen/bestellen/reservieren kann, das muss man nicht 24h vor dem Launch häppchenweise preisgeben.

  29. Almajo

    @ Bob: Dein Post trieft vor Enttäuschung - hast du kein iPhone 4 abgekriegt? Warum muss es immer so schnell gehen? Keine Geduld übrig? Deshalb verdeckt "täubele"? Einige deiner Argumente kann ich nicht ganz nachvollziehen, so z.B. beim Beispiel mit "...einem Anbieter mit 25 bis 30 Marktanteil". Was willste da genau aussagen? Kein anderes Smartphone hat seit seiner Erstveröffentlichung einen derart riesigen Zuspruch erhalten, und beim iPhone 4 hat sich die Nachfrage noch einmal vergrößert. Ob Apple wirklich wissen konnte, daß ihr neuestes Mobiltelefon einen derartig reißenden Absatz finden würde, sei dahingestellt. Die Smartphone-Dichte (besonders die Anzahl iPhones 3G) war ja schon vor der Veröffentlichung von "Nummer Vier" recht hoch. Die Nachfrage einschätzen, ist kein Zuckerschlecken. Bei einer bereits bestehenden, hohen Abdeckung mit Smartphones (besonders in einem kleinen Land mit einem beschränkten Markt wie der Schweiz; viele davon im Abonnement) grenzt eine Neulancierung schon an Glücksspiel. Schaden tut die ganze Angelegenheit Apple auf keinen Fall, denn die Nachfrage ist (und bleibt) zur Zeit sehr hoch - das zeigen ja nur schon die Wartefristen. "AntennaGate" hat sich als Eintagsfliege resp. Minderheitenproblem herausgestellt, der Medienhype ist schon wieder verflogen (die brauchten nur was, um das Sommerloch abzudecken). Ich glaube auch nicht, dass Apple nur in der Schweiz besonders beliebt ist oder die Schweiz einen "Sonderfall" darstellt. Vielleicht hats einfach länger gedauert, sich mit den Mobilfunkanbietern auf ein Verkaufskonzept zu einigen. Außerdem werden High-Tech-Produkte in fast allen westlichen Ländern stark verkauft, von den USA bis nach Japan. Wie stark man sich dadurch jedoch verschuldet/verschulden muß, klammere ich hier mal aus, ist ja auch OT. Btw, Ricardo ist deswegen beliebter als eBay, weil die Mitglieder zumeist Schweizer (und deshalb zuverläßig) sind und die Quote an unsauberen Angeboten weitaus kleiner gehalten werden kann. Und... vor allem junge Frauen, die von Smartphones nix verstehen, kaufen sich ein iPhone... weils so stylish ist und zur Handtasche passt. Ob sie damit auch Multitasking betreiben, E-Mails schreiben oder im Netz surfen können, ist eine andere Frage...:P Es liegt wohl daran, dass du soviel mehr iPhones in der Schweiz siehst, als andere Smartphones. Aber schau doch mal in den USA vorbei, da wirst du auf die Welt kommen...;)

  30. Bob

    @Almajo: Ja, ich habe noch kein iPhone 4. Aber ich kann auch warten. Es gibt für mich kein Produkt (auch keines von Apple), für dass ich morgens extra früher aufstehe um mehrere Stunden in einer Schlange zu stehen. Geduld habe ich noch genug; das ist sogar eine Stärke von mir. Dies zeigt sich auch damit, dass ich mir auch nicht die Mühe gemacht habe, in einem SC-Shop ein Angebot einzuholen. Einen Anruf seitens SC konnte ich nicht annehmen, weil ich gerade etwas wichtigeres zu tun hatte; was auch zeigt, dass es mir nicht eilt. ;-) (Gehe davon aus, SC wird mich nochmals für ein Angebot anrufen) Aber zu deiner Frage: In anderen Ländern vertreibt nur ein Telekommunikationsanbieter (meist der Marktleader) das iPhone. Dieser hat oft 25-30% Marktanteil (teilweise aber auch weniger). Dies heisst, dass in solchen Ländern gut und gerne 70% der potentiellen Käufer den Anbieter wechseln müssten. Dies ist sicher verkaufshemmend, da nicht alle den Anbieter wechseln wollen (iPhone-Anbieter evtl. teurer oder Abo-Angebot passt nicht zum Kunden) oder zumindest am Verkaufsstart nicht können (Mindestvertragslaufzeit, Kündigungsfrist). Da in der Schweiz 90% der Kunden das iPhone kaufen können, ohne den Anbieter wechseln zu müssen, finde ich es nicht überraschend, wenn in der Schweiz die Nachfrage überdurchschnittlich ist (d.h. in % der Bevölkerung). Natürlich lässt sich ein Anbieterwechsel technisch umgehen, aber dies tun "Apple-Fans" aber sicherlich nicht die Masse. Ich hoffe, so ist es verständlich. ;-) Klar ist auch in anderen Ländern Apple beliebt. Die iMac-Penetration (iMacs pro Haushalte) ist soweit ich weiss jedoch überdurchschnittlich. Der Effekt ist hier sicherlich geringer als die Vertriebssituation (dass alle 3 grossen Anbieter das iPhone verkaufen wie oben erklärt). Ich habe diesen Punkt aber erwähnt, damit nicht jemand schreibt, es gäbe genügend Effekte, welche in der Schweiz die Nachfrage schmälern. ;-) Natürlich wird in anderen westlichen Ländern auch High-End verkauft. Die Frage ist jedoch, wie gut verkaufen sie sich. Denn Deutschland besitzt ca. 10x so viel Einwohner (80 Mio.) wie die Schweiz, verkaufte aber das iPhone nicht einmal ansatzweise 10x höher als in der Schweiz. Dies hat nicht nur wegen den Anbietern zu tun, welche das iPhone verkaufen dürfen, sondern auch damit, dass verhältnismässig mehr Schweizer High-End-Produkte wie das iPhone kaufen als Deutsche. Ich gebe zu, dass es sehr schwierig ist, die Nachfrage einzuschätzen (besonders, wenn bereits viele Leute ein Smartphone besitzen). Aber gerade hier wären Vorbestell-Listen ein guter Indikator gewesen. Es ist ja nicht so, dass man als Unternehmen bezüglich Nachfrage nur raten kann. Sonst wären die meisten Unternehmen längstens Konkurs gegangen.

  31. Dani

    Stelle fest, dass das iphone 4 mein datenvolumen von 250mb schon fast aufgebraucht hat. Wahrscheinlich wegen der hohen auflösung. Swisscom sollte das datenvolumen erhöhen. Wie sieht es bei euch aus?

  32. Almajo

    @Dani: Die Auflösung des iPhones hat nix mit deinem verbrauchten Datenvolumen zu tun - du surfst viel oder bist viel (automatisch) im Netz, also entweder da selber mehr kontrollieren oder das Abo wechseln. Bin bei Orange, habe 1GB pro Monat und finde meinen Preisplan im Bezug auf das Preis-/Leistungsverhätltnis ziemlich anständig.

  33. igazz24

    @Dani: Gelegentlich mit Status an 444 (kostenlos) prüfen wie der Stand deines verbrauchten Datenvolumens ist oder auch folgende App, ebenfalls kostenlos, nutzen um dies zu überprüfen. http://itunes.apple.com/ch/app/swisscombill/id353968405?mt=8

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