Notice: Undefined variable: local_arr in /home/mitranet/public_html/apfel/wp-content/plugins/wp-auto-affiliate-links/WP-auto-affiliate-links.php on line 42

Wird Steve Jobs zum digitalen Diktator?

Apple 1. Juni 2010 2 min read

author:

Renato

Wird Steve Jobs zum digitalen Diktator?

Reading Time: 2 minutes

Wer meine Meldungen bei Facebook und Twitter mitverfolgt hat letzte Woche, der weiss das ich auf einen Beitrag im deutschen Sender ZDF aufmerksam gemacht habe. Die Sendung auslandjournal hat einen kritischen Bericht zu Steve Jobs und Apple ausgestrahlt mit dem Titel „Steve Jobs – der digitale Diktator?“.

Ganz nach dem Motto „Von Think different zu Think like us“ hinterfragt das auslandjournal kritisch, wie weit denn die Zensur von Apple gehen könnte. Zur Zeit verhindert Apple alles was die eigene  Software angreift oder konkurriert. Ebenso werden nackte Tatsachen nach Möglichkeiten verhindert. Tatsächlich mag das für Kinder eine gute Sache sein, aber wie hat der Philisoph und Autor David Weinberger so treffend gesagt:

…aber einige von uns sind keine Kinder!

Ich persönlich befürchte tatsächlich, dass wenn beispielsweise Porno-Apps zugelassen werden, dass genau diese sämtliche Download- und Verkaufs-Charts anführen werden. Genau so wie im Internet Websites und Filme mit nackten Tatsachen den meisten Traffic generieren. Diese Tatsache wäre natürlich schädlich für das Image einer grossen Firma!

Natürlich stand auch der App Store in der Kritik. Hin und wieder braucht Apple ein Signal von aussen, dass dann Apps doch noch zugelassen werden. Gerade hier wünschte ich mir etwas mehr Transparenz warum die jeweiligen Apps abgelehnt werden. Argumente wie Virus, Trojaner, schlechte Programmierung, Abstürze, Verletzung von rechtlichen Aspekten und sogar Pornographie kann ich verstehen und akzeptieren. Aber Faktoren wie beispielsweise politische Motivation, da hört der Spass auf.

Das ganze Thema ist aber etwas entschärft solange der Safari Browser offen ist und sämtliche Websites ansteuern kann. Klar, Flash-Inhalte sind nicht sichtbar, aber selbst die Porno-Industrie hat inzwischen begriffen, dass man für das abspielen von Filmen kein Flash benötigt. Was ich damit sagen will, wenn es eine App nicht in den App-Store schafft, dann kann man das selbe Angebot immer noch als Web-Applikation umsetzen und so allen iPhone und iPad-Nutzer zur Verfügung stellen. Und je mehr Apple Willkürlich Apps zurückhalten sollte, desto sicherer ist es, dass die Entwickler auf diesen Pfad umschwenken werden. Denn der zusätzliche Vorteil dabei ist, dass man das selbe Programm nicht noch für Android und andere Plattformen bauen muss… Interessant ist aber, dass auch der ehemalige Mitgründer von Apple, Steve Wozniak, den Vorteil der strikten Kontrollen sieht.:

Es ist einfach für ein gutes Erlebnis zu sorgen, wenn man dafür die Freiheiten einschränkt.

Auch die amerikanische Kartellbehörde ist mittlerweile auf Apple aufmerksam geworden. Aktuell wird ein Fall untersucht, bei dem Apple seine Herrschafft im Musikgeschäft ausgespielt haben und die grossen Musikkonzerne erpresst haben soll. Konkret geht es um die Aktion „MP3 Daily Deal“ von Amazon.com. Jeden Tag soll ein Musiktitel zu einem besonders günstigen Preis exklusiv angeboten werden. Angeblich soll Apple Druck auf die Musikverlage ausgeübt haben, damit diese nicht an dieser Aktion teilnehmen. Das jedoch sind vorerst noch Gerüchte und daher gilt wohl die Unschuldsvermutung.

Tatsache ist, dass wir Nutzer iTunes, den App Store und neu den iBookstore beobachten sollten. Je grösser Apple seine Verkaufsflächen ausweiten kann, desto mehr Wiederstand wird sich bieten, wenn Apple uns etwas aufzwingen will.

Renato

Renato Mitra ist ein leidenschaftlicher Vollblut-Blogger. Apple Experte. MINI Fan. Kommuniziert leidenschaftlich gerne über digitale Kanäle. Ansonsten: Try, fail, think, learn, repeat.
13 Comments
  1. MacMacken

    Ich persönlich befürchte tatsächlich, dass wenn beispielsweise Porno-Apps zugelassen werden, dass genau diese sämtliche Download- und Verkaufs-Charts anführen werden. Genau so wie im Internet Websites und Filme mit nackten Tatsachen den meisten Traffic generieren. Diese Tatsache wäre natürlich schädlich für das Image einer grossen Firma!
    Niemand zwingt Apple einen «App Store» für pornografische Anwendungen (oder auch nur schon Anwendungen, die ein wenig nackte Haut zeigen) zu betreiben. Solange es aber nur einen «App Store» fürs iPhone OS gibt … darin sehe ich das eigentliche Probleme und allenfalls wird man Apple und Anbieter anderer Plattform, die gleich handeln, früher oder später rechtlich zu Offenheit in dieser Hinsicht zwingen müssen. Lebensmittel kaufen wir ja auch nicht nur bei Migros … :roll:
    Was ich damit sagen will, wenn es eine App nicht in den App-Store schafft, dann kann man das selbe Angebot immer noch als Web-Applikation umsetzen und so allen iPhone und iPad-Nutzer zur Verfügung stellen. Und je mehr Apple Willkürlich Apps zurückhalten sollte, desto sicherer ist es, dass die Entwickler auf diesen Pfad umschwenken werden. Denn der zusätzliche Vorteil dabei ist, dass man das selbe Programm nicht noch für Android und andere Plattformen bauen muss…
    So einfach ist es leider nicht. Auch Web-Apps benötigen häufig plattform-spezifische Anpassungen. Für iPhone OS kommt speziell dazu, dass Apple die mobile Safari-Version nicht so ausstattet, dass wirklich konkurrenzfähige Web-Apps entwickelt werden können. Web-Apps können viele Möglichkeiten, die «nativen» Apps zur Verfügung stehen, nicht nutzen.
  2. Marco

    Pornos auf dem Handy Nein danke. Aber Meinungsfreiheiten ja sind ja nicht alle in China :(

  3. EightyOne

    Ich finde, das ist ein sehr schwieriges Thema bei welchem beide Argumente sicher ernst zu nehmen sind. Auf jeden Fall stimme ich dir zu, dass unbedingt mehr Transparenz geschaffen werden sollte bei Apple. Ich bin der Meinung, dass man im Zweifelsfall immer den freiheitlicheren Standpunkt einnehmen sollte. Ganz toll hier das Zitat: "…aber einige von uns sind keine Kinder!" Früher in der Videothek war es auch möglich, mit den Kindern hin zu gehen und trotzdem ein Sortiment an Erotik anzubieten. Ich glaube, dass es für Apple ein Leichtes wäre, eine gute Massnahme zum Jugendschutz umzusetzen. Jedoch macht es den Eindruck, dass Sie tatsächlich solche Argumente auch Missbrauchen, um ihre eigene Position noch weiter zu stärken und ihre Interessen durch zu setzen. Ich würde mir definitiv einen besseren Umgang mit dieser Thematik von Apple wünschen. Und bei etwas mehr Offenheit wäre vielleicht auch das iPad wieder eine Option für mich ;-)

  4. Levent

    Diese Zensur betrifft ja nicht nur apps. Auch ganze Podcastbeiträge verschwinden. Zum Beispiel die letzte "Rundschau", wo der beitrag von königskritischen thailändern aus "rechtlichen Gründen" fehlt. Oder aber auch ein älterer Beitrag zum Thema Amerikanischer Rassisten

  5. MacMacken

    @Levent: AFAIK betreffen diese rechtlichen Probleme nicht Apple. Die betreffenden Beiträge wurden meistens von SF DRS extern eingekauft, leider ohne Rechte für die Online-Nutzung.

  6. Martin Thomas

    @Levent (@MacMacken) Ein Podcast-Hosting wird von Apple heutzutage so gar nicht angeboten. Apple nimmt lediglich, auf Wunsch hin, den Podcast-Feed des Inhalteanbieters ins durch iTunes zugänglich gemachte Verzeichnis auf. Die Verwaltung des Podcast-Feeds sowie den ausgelieferten Dateien selbst obliegt aber immer dem jeweiligen Inhalteanbieter. iTunes in der momentanigen Versionierung erlaubt im übrigen auch das Abonnieren von Podcasts, welche nicht im entsprechenden iTunes-Directory indexiert sind. Grüsse, MT

  7. unknow

    Wenn jemand vorschreiben würde man dürfe nur noch in den Supermarkt XY einkaufen ... wie würde man das wohl finden? Diese Strategie von Apple ist meiner Ansicht nach klar abzulehnen. Für alles andere gibt es Lösungen; wer Sicherheit will lässt Zertifizieren ... Kindersicherung ...

  8. Volker Schmitt

    Zensur ist heikel! Habe mir auf meinem blog dazu auch etwas geschrieben. Wen es interessiert: http://volkerfoto.blogspot.com/2010/06/deutschland-vs-apple-zensurvorwurfe.html

Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.