Mail Forwarding für Post und Pakete aus USA

[Trigami-Review]
Air MailGerade die sparsamen Macianer unter uns würde immer wieder gerne ein Apple Produkt aus den USA bestellen. Denn zu einen gibt es Produkte welche man in der Schweiz nicht bekommt, wie beispielsweise das iPhone, oder die Geräte sind über dem grossen Teich einfach wesentlich billiger als hier! Doch im Online-Shop kann man nur einkaufen, wenn man auch eine Adresse in den Staaten hat.

Gerade als es darum ging, wie bekomme ich ein iPhone aus den USA in die Schweiz, wurde eine Möglichkeit immer wieder genannt: Das Mail Forwarding, bzw. das weiterleiten von Post. Genau diesen Dienst bietet BPM-Lux an.

Um den Dienst nutzen zu können, muss man sich zuerst einmal registrieren. Dieser Prozess dauert sechs Schritte. Zuerst aber muss man sich für einen der Dienste, welche BPM-Lux anbietet, entscheiden. Je nach Dienstleistungsgrad, sind die Preise höher oder tiefer. Leider werden die einzelnen Packages auf der Bestellseite nicht weiter beschrieben, sondern ein paar Seiten vorher. In meinem Fall habe ich mich für BPM 9 entschieden was dann rund 166 Euro für ein Jahr macht. Nach diversen Angaben über Optionen, E-Mail, SMS, persönliche Informationen und der Zahlungsmöglichkeit ist alle eingegeben und der Account bestätigt. Danach wird man noch per Mail aufgefordert, einen Scan, oder eine Kopie der Identitätskarte einzusenden. Glücklicherweise hab ich immer einen fertigen PDF-Scan meiner ID zur Hand und konnte die gleich senden.

So, jetzt ist wirklich alles bestätigt, meine Account offen und ich habe jetzt gleich sechs neue Adressen in Luxemburg, Deutschland, Frankreich, Vereinigte Staaten von Amerika, Belgien und im Vereinigten Königreich. Meine internationale Shopping-Tour kann also beginnen…

Im privaten Account auf BPM-Lux findet man ein virtuelles Postfach. Darin wird aufgelistet, in welchem Land man welche post erhalten hat. Übrigens, Werbesendungen kann man sich gleich aussortieren lassen. So, wenn ich nun einen Brief an meine Adresse in Amerika bekommen habe, muss ich mir diesen nicht unbedingt zukommen lassen. Ich kann BPM-Lux auch beauftragen, den Brief einzuscannen, so kann ich den Inhalt kurze Zeit später bequem aus meinem privaten Account heraus lesen, egal wo ich mich gerade auf der Welt aufhalte. Prima Sache!

Ich kann aber auch im Account einen Brief verfassen und diesen an eine von mir bestimmte Adresse verschicken lassen. Dieser wird dann von BPM-Lux aufbereitet, ausgedruckt, verpackt, frankiert und abgeschickt.

Aber lohnt es sich den ganzen Aufwand zu betreiben für eine Bestellung? Nun, ich denke für nur eine Bestellung wohl eher nicht. Sobald man aber drei oder vier Produkte einkauft, dann wohl eher. Vielleicht kommen dann auch noch Wünschen von Verwandten und Bekannten und es lohnt sich bald schon so richtig. Aber nehmen wir mal das Beispiel MacBook Air. Im US Online Store kostet das MacBook Air 1799 Dollar, also rund 1894.00 Schweizer Franken. Im Apple Store in der Schweiz kostet das selbe Gerät (Achtung: andere Tastatur!) satte 2499 Franken. Also über 600 Franken mehr als in Amerika. Nach dem bezahlen der jährlichen BPM-Lux Gebühr von 166 Euro, also 270.00 CHF, bleibt da immer noch genug übrig für weitere Frachtkosten.

So, und jetzt bin ich auf Eure Erfahrungen und Berichte über Mail Forwarding gespannt.

  • Ralph

    hmm…. und liefern die US-Versender auch an diese Adresse ?

    oder ist dass eine PO-Box ? In welchem Staat ist die Lieferadresse in den USA ?
    (Ich hatte vor ein paar Jahren mal so einen Service von UPS oder US Postal oder so…. Problem war das viele versender nicht an PO Boxes versandt haben)

    Wie sieht es bei der Weiterleitung in die Schweiz aus ? Zoll ? Abgaben ?

    Sieht auf jedenfall interessant aus – Berichte mal über Erfahrungen !

    Danke

    .R

  • Markus

    Schreibfehler in Überschrift: „Pakete“ ;) *duckundweg*

  • @Ralph: Soweit hat es meine Post nicht gebracht. Geliefert wird tatsächlich, Wegen der Weiterleitung etc. melde ich mich dann wieder, wenn die Post da ist.

    @Markus: Danke für den Hinweis. Nach wie vor stehe ich mit der Rechtschreibung auf Kriegsfuss, besonders wenn die Finger schneller tippen als der Kopf denkt…

  • Smaug

    Ich denke das ganze ist eine prima Idee, besonders wenn man ein iPhone bestellen will, doch ich glaube sonst lohnt es sich kaum, leider wurdä nämlich vergessen, dass der Zoll und andere Gebühren schnell über 10% Preiszuschlag verursachen können und dann wird sich der ganze Spass wohl kaum mehr lohnen. =(

  • michael

    auch praktisch für iPods nicht zuletzt auch da Apple nach ÜBER 1 MONAT die Preise noch nicht angepasst hat…(SUISA senkte ja die Gebühren anfangs April)

  • Schweizer85

    Michael, das stimmt nicht ganz. Die Suisa hat die Gebühren „erst“ Mitte Monat gesenkt. Einfach rückwirkend auf den 1 April…. (Hast du zufälligerweise die Sonntagszeitung gelesen :D ).

    Update (Quelle: 78s.ch):
    „Jürg Stutz, der Präsident der SWICO, die als Verband die Verkäufer von Mp3-Playern vertritt, spricht von einem „Überraschungscoup“ der Suisa. Die SWICO verhandelt derzeit mit der Suisa über neue, tiefere Tarife. Über das Vorgehen der Suisa, die nun die Tarife medienwirksam in einem Teilbereich (Flash-Speicher über 4GB) reduziert hat, sei er nicht informiert worden.“

  • Crapple Boy

    Um einfach ein bisschen billiger an USA-Produkte zu kommen ist die Variante „Kolleg in Amerika“ viel besser. Vertrauen, günstiger. Als Privater zahlt man für diese Weiterleitungsdienste immer noch viel zu viel. Ausserdem mag ich es, wenn ich mit einem defekten Produkt in der Schweiz zum Händler kann. Ein Händler hat gegenüber seinem Kunden viel mehr Verantwortung als ein Hersteller. Da gilt Schweizer Gesetz!

  • Steinie

    Ich habe sehr gute Erfahungen mit myUS.com gemacht.
    Ist imho um längen übersichtlicher und er Service ist top.

  • Michael

    @Schweizer85: Ja habe ich:-) Auch wenn es mitte April war ist das zu lange, jetzt haben wir den 4.Mai:-)

  • Martin Thomas

    @Crapple Boy

    …Ausserdem mag ich es, wenn ich mit einem defekten Produkt in der Schweiz zum Händler kann. Ein Händler hat gegenüber seinem Kunden viel mehr Verantwortung als ein Hersteller. Da gilt Schweizer Gesetz!..

    Da ist einer aber ein totaler Fan der Schweizer Gesetztestexte :) *g* ..?

    However, so pauschal gesprochen stimmt das ja auch wieder nicht ganz was du sagst -> Guckst du hier :) Kommentare zum ‚Lugano Übereinkommen‘ (LugÜ) im Kontext zu Verbraucherverträge.

    Grüsse
    MT

  • mds

    USA und LugÜ? ;)

  • Martin Thomas

    @mds

    *lol* Spassvogel ;-) So wars natürlich nicht gemeint… Man erkennt aus meiner Sicht klar die kontextbezogene Kritik im Bezug der verwendeten Begrifflichkeiten ‚Händler‘ und ‚Hersteller‘ im Bereich der Verbraucherverträge und deren oben vorgenommenen Wertungen/Werturteilen. Eine kritische Diskussion zum Thema Verbraucherrecht im Web generell würde ich nur zu gerne führen…

    Gruss :)
    MT

  • mds

    Man erkennt aus meiner Sicht klar die kontextbezogene Kritik im Bezug der verwendeten Begrifflichkeiten ‘Händler’ und ‘Hersteller’ im Bereich der Verbraucherverträge und deren oben vorgenommenen Wertungen/Werturteilen.

    Wer diesen Satz versteht, möge ihn für mich bitte «übersetzen» … ;)

  • Martin Thomas

    @mds

    Also ich glaube ihn zu verstehen ;) *g* …muss dir aber im nachhinein betrachtet wohl recht geben, dass ich definitiv kein Literaturpreis dafür kriegen würde!

    However, inhaltlich meine obige Bemerkung nochmals aufzurollen würde meiner Ansicht nach jedoch weit übers Ziel hinausschiessen – die Blogkommentarfunktion ist zur ‚Klärung der Verantwortlichkeiten bei Verbraucherverträgen‘ im allgemeinen Fall, welche ich ursprünglich aufgrund ‚Crapple Boys‘ Kommentar kurz aufgreifen wollte, wie ich sehe, definitiv nicht geeignet.

    Gruss & schönen Abend :)
    MT

  • Annika

    Also mir wurde hier in Ecuador, wo ich fuer zwei Jahre arbeite, gerade mein schoenes MacBook Pro gestohlen… buhuuuh. Jedenfalls ist eine Freundin von mir gerade zu einem Kongress in den USA, hat auch schoen eine Adresse und ich habe tagelang versucht, mir ein neues MacBook zu bestellen (hier im Land kann man Compter kaum bezahlen). Habe mich angemeldet, eingeloggt und auch gefunden, was ich gesucht habe. Die Bestellung ging aber nie durch, obwohl ich schon die Website „Thank you for your purchase, blabla, your order number is W…..“ erreicht hatte. Nach zwei Stunden am telefon der Apple Serviceline kam dann raus: Bestellungen gehen nur mit einer in den USA ausgestellten Kreditkarte, d.h. mit meiner internationalen Visakarte aus Deutschland kann ich keine Bestellung taetigen. Nachdem ich dann die US-Website durchforstet hatte, fand ich auch tatsaechlich den Hinweis darauf. Aergerlich war aber der ganze Zeitaufwand, bzw. muessen ja die Kreditkarten-Daten eingegeben werden und eine Seite erscheint mit „Checking credit card… this may take a few seconds… please do not push „Back“ button“ und danach konnte ich ungehindert im store stoebern. Das hat mich wirklich sehr geaergert und ich frage mich, ob ihr dieses Problem auch kennt, bzw. ob die o.g. Anbieter auch das loesen?
    Saludos!

  • Hi Annika: Also erstmal herzliches Beileid für Dein entführtes MacBook Pro!

    Gleich mal eins vorne Weg, der genannte Anbieter oben hat für amerikanische Kreditkarten keine Lösung! Deine gemachten Erfahrungen kommen mir so ach bekannt vor. Dagegen spricht, dass doch schon einige Leser hier es irgendwie geschafft haben mit einer europäischen (besser CH) Kreditkarte ein iPhone an eine Postbox Adresse zu bestellen… Da frag ich mich, ob diese Restriktion denn schon immer war…?

  • Annika

    Ich selber habe es auf diesem Weg zum ersten Mal versucht und weiss nicht, ob die Restriktion neu ist. Wuerde mich aber auch interessieren, wie es die gluecklichen Empfaenger gemacht haben?

  • pidi54

    Es ist ja nicht immer nur der preiswerte Einkauf in anderen Ländern, sondern überhaupt die Möglichkeit des internationalen Einkaufes, der durch mail forwarder erleichtert wird. Nicht jeder hat den Onkel in Amerika! Ich habe mich bei BPM-LUX.COM registriert um mir das System anzusehen. Das BPM-Angebot beinhaltet viel mehr als USA! Mit BPM habe ich endlich auch Zugang zu Frankreich, England, Belgien, Holland. Und den Lieferanten, die nicht an PostBox liefern, kann ich künftig mit Straßen-Adressen der BPM-Depots dienen. Natürlich kostet mail forwarding etwas, aber das habe ich doch bald wieder raus: BPM bietet in seinem „surf-shop-cash back“ bei bpm-shop.com jede Menge internationale Shops an! Das muß man sich mal angesehen haben! Immens viele Branchen mit vielen Anbietern sind im Programm. Ich warte nur noch auf ein verregnetes Wochenende, um im bpm-shop zu surfen!

  • Nicole

    Ich lasse mir meine Einkäufe aus den USA jeweils mit Forwardit.us heimschicken. Ich finde es praktisch, da man per Paypal bezahlen kann.

  • Bahner

    Ich weiß, das Thema ist schon etwas älter, aber ich bin zufällig über den Eintrag hier gestolpert. Also ich nutz seit ein paar Monaten den Service von http://www.Viaadress.com, um in den USA einzukaufen. Ich kann nur sagen, bisher bin ich sehr zufrieden mit denen. Grade wenn man bei amazon.com oder ebay.com einkaufen will, ist das die beste Lösung!
    Die Anmeldung ist kostenlos! Du bekommst deine persönliche US Adresse, an die du bei US Händlern gekaufte Waren schicken lässt, und Viaadress leitet sie dann direkt zu dir weiter.
    Und das Beste ist, wenn ein Shop keine schweitzer Kreditkarten akzeptiert, bezahlt Viaadress die Waren für dich (ohne zusätzliche Gebühren, du bezahlst Viaadress dann einfach per Paypal) und leitet sie an dich weiter. Du zahlst nur für den Versand!

  • Hans

    Ich kann von Viaadress nur abraten ohne sich VORHER sehr gut über deren schleierhaften Geschäftspraktiken zu informieren.

    OK, sie haben keine Anmeldegebühren und bieten auch sonst einiges kostenlos an, was andere nicht bieten. Aber wer das nicht nutzen will zahlt am Ende obendrauf.

    Wovor ich jeden nur warnen kann: Deren Versandkostenrechner.
    Er bietet lediglich die Möglichkeit das Zielland, die Warengruppe und das Gewicht in lbs einzugeben. Jeder normale Mensch denkt jetzt, Gewicht vorher erfragen bzw. umrechnen von kg in lbs, eingeben und dann weiß man was ungefähr gezahlt wird. Leider steht dort aber ganz klein und unscheinbar folgender Satz: „The international standard to determine the billable weight of a shipment is the greater of the actual weight or dimensional weight.“

    In Klartext heißt das, dass ihr einen Rechner braucht, der euch das sog. dimensional weight, also das „Volumengewicht“ ausrechnen kann. Leider fehlt dieser Rechner dort, er wird einem erst später präsentiert, wenn man geschockt vor dem deutlich abweichenden Preis vom Versandkostenrechner steht, die Ware aber dann schon in deren Lager ist und zähneknirschend den deutlich höheren Preis bezahlt.

    Meine Sendung hatte ein Gewicht von 14 lbs, allerdings die Maße von 25x13x11 inch, was einem DIM weight von 26 lbs entspricht. Das wusste ich aber zu dem Zeitpunkt noch nicht. Jeder normal denkende Mensch gibt also dort 14 lbs ein und bekommt ca. einen Preis von 82 USD präsentiert.

    Als die Sendung dann aber in deren Lager war stand sie auf einmal mit 26 lbs drin. Ich war geschockt und konnte mir dies nicht erklären, bis ich dann beim Bezahlvorgang den Hinweis auf den „DIM weight calculator“ präsentiert bekam. Nun kostete die Sendung keine 82 USD mehr, sondern stolze 150 USD, also fast das doppelte. Was tun jetzt? Woanders hinschicken? Ware zurück gehen lassen? Natürlich will man jetzt seine Ware haben, alles ist ja schon abgewickelt und zahlt dann halt den Aufpreis.

    Was ich aber den Höhepunkt der Dreistigkeit finde, ist folgendes:
    Sie haben meine Sendung einfach umgepackt und hier kam sie dann mit 14x13x11 inch an, was nur noch einem DIM weight von 15 lbs entspricht und somit nur noch 83 USD gekostet hätte.

    Als ich dies reklamierte sagten sie mir, ich hätte ja den kostenlosen „repackaging service“, also das Umpacken in einen kleineren Karton nutzen können. Ja da fragt man sich doch warum wird dies nicht automatisch gemacht, wenn dieser Service umsonst ist?

    Reklamation zwecklos! Paypal Konflikt wird abgewiesen und Viaadress selber schickt einem nichtssagende Textbausteine.

    Ein Schelm wer böses denkt, aber dahinter steckt System.

    Die Bearbeitungszeit war übrigens recht langsam. Nach 2 Tagen in deren Lager war meine Sendung erst in meinem Konto sichtbar (Konnte ich ja am Tracking sehen wann es da ankam). Nach dem Bezahlen hat es weitere 4 Tage gedauert bist meine Sendung an FedEx übergeben wurde. FedEx hat dann innerhalb von 6 Tagen geliefert, wobei ein Feiertag dazu kam.

    Ich kann also jedem nur empfehlen sich vorher ordentlich zu informieren und zu vergleichen. Viaadress mag zwar einer der günstigeren sein, aber dies nur für gut informierte Kunden, die durch alle unwissenden und getäuschten Kunden mitfinanziert werden.