Apple

Greenpeace: Apple könnte grüner sein.

16. November 2008

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Greenpeace: Apple könnte grüner sein.

Die SonntagsZeitung hat ein altes Thema wieder etwas aufgewärmt. Bekanntlich hat Greenpeace vor einiger Zeit Apple an den Umweltsünder-Pranger gestellt, jedoch mit einer sehr guten Kampagne welche auch einige Preise abgeräumt hat. Dank der Kampagne haben sich dann über 50’000 Personen bei Steve Jobs gemeldet mit der Bitte umweltverträglichere Produkte herzustellen. Einige Monate später hat Steve Jobs mit der Mitteilung „A Greener Apple“ sich selber hohe Umwelt-Auflagen erstellt und sich so Genugtuung bei den Umweltaktivisten geholt.

Doch dem Greenpeace-Chef Gerd Leipold geht das ganze, wie sich jetzt herausstellt, zu wenig schnell und hat das bei einem Meeting mit Steve Jobs auch offen gesagt. Gemäss den Aussagen von Leipold brachte das dann den eher sanftmütigen Jobs auch auf die Palme. Andererseits hat Apple sich hohe Ziele gesteckt und diese auch sehr offen kommuniziert. Steve Jobs hat sich und sein Unternehmen also selber zur Zielscheibe gemacht.

Wie dem auch sei. Mit dem neuen iPod nano und den MacBook-Modellen ist Apple auf dem besten Weg zum grünsten Elektronik-Hersteller zu werden: Arsenfreies Glas, keine bromierten Flammschutzmittel, kein Einsatz von Quecksilber, keine Verwendung von PVC und recycelbares Aluminiumgehäuse. Das musste auch Greenpeace eingestehen und man ist zuversichtlich, dass Apple wirklich sehr grün wird im nächsten Jahr.

Meiner Meinung nach ist Apple ein gutes Zugpferd für die Greenpeace-Kampagne. Wenn die Umweltschützer die selbe Kampagne gegen Dell oder Lenovo gefahren wäre, dann wäre das ganze im Mediensumpf untergegangen. Bei Apple-Themen melden sich nämlich die Fan-Extremisten und die Neider gerne und ausführlich zu Wort und tragen so die Diskussion in die Welt. Auch die Sonntagszeitung hat wohl verzweifelt einen Artikel gesucht und die alte „Apple vs. Greenpeace“ Geschichte als dankbaren Artikel gefunden. Das Microsoft und Nintendo seit Jahren als die grössten Umweltsünder gelten, darüber regt sich niemand auf.

Übrigens, Greenpeace selber setzt in den eigenen Büros Lenovo ein. Lenovo ist in der Rangliste der Grünen Elektronik-Hersteller hinter Apple. Eigentlich schade das selbst eine Umweltschützer-Organisation nicht etwas mehr Geld in die Hand nimmt um umweltfreundliche Produkte zu fördern.

ist ein leidenschaftlicher Vollblut-Blogger. Apple Experte. MINI Fan. Kommuniziert leidenschaftlich gerne über digitale Kanäle. Ansonsten: Try, fail, think, learn, repeat.
7 Comments
  1. Levent

    Danke für diese Infos. Das ist genau, wonach ich für meine Maturaarbeit gesucht habe.

  2. Ladenblogger|Corey

    Man kanns auch übertreiben! Ich will glaub ich gar nich wissen was die PC-Marktführer so alles verbauen. Es kann bestimmt nicht schaden apple weiterhin son bissl zu sticheln, aber drauf rumhacken is ja nu wahrlich auch kein feiner zug von Greenpeace! ich bezweifel mal ganz stark dass der herr leipold nur produkte bei sich rumstehen hat die ökologisch einwandfrei sind. falls es die denn überhaupt schon gibt. der ton macht die musik und diese melodie von Greenpease ist momentan wenig ohrenschmeichelnd! innerhalb von nur einer gerätegeneration soviel zu verändern und zu verbessern ist doch nicht übel?! und im vergleich zu den PC-Riesen stellt apple ja auch gar nicht soviel her. und auch nicht soviel verschiedenes. 1 handy (das 2g wird nich mehr aktiv vermarktet, oder?), 3 notebooktypen, einen rechner, einen minirechner und ein all in one (bzw. auch noch die xserves). dell und konsorten haben doch unzählige modelle im programm und ich nehme mal an dass grade die netbooks und notebooks unter 500 EUR nicht gerade aufgrund umweltfreundlicher materiallien so günstig sind...

  3. Nachtmeister

    Achja, der Sonntags Blick? Warum lest ihr den überhaupt? Das ist doch alles nur Müll, der mit Grossbuchstaben geschrieben wird, damit ihn jemand liesst. Ich sehe den Blick genau so wenig als kompetente Zeitung wie die Bild in Deutschland. Ausserdem denke ich, dass Apple sein Bestes gibt. Ich glaube nicht, dass Andere irgendetwas ändern würde, nur weil ihnen die Greenpeace am Hals klept.

  4. Gabriel Stadlin

    Naja, dass Apple Gehäuse aus Aluminium konstruiert, sehe ich nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch aus Stabilitätsgründen. Leider habe ich mir anfang März einen der teureren VAIOs gekauft, also durchaus in der gleichen Preislage wie ein Mac Book Pro, und rege mich dauernd darüber auf. Da wäre mal z.B. der klapprigen Eindruck, ständig knarrt es wenn man etwas anderes als die Tastatur anfasst (und vom Betriebssystem will ich da gar nicht sprechen -.- ).

  5. thinkdifferent

    @Nachtmeister: Es hat niemend was vom SonntagsBLICK gesagt, das stand in der SonntagsZeitung im Multimedia Teil :D

  6. Guru

    @Nachtmeister: Sonntagszeitung ≠ Sobli ≠ Blick Wer keine Ahnung von der Medienlandschaft hat, soll sich auch nicht darüber aufregen. Überhaupt mal eine der drei Zeitungen gelesen?

  7. […] stellt und sich Steve Jobs dann gezwungen sah mit der Mitteilung „A greener Apple“ sich der Herausforderung zu stellen. Das war der Grundstein für all die Bemühungen welche Apple bis heute auf sich genommen […]

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