Kindersicherheit am Mac

Mac 6. März 2013

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Renato

Kindersicherheit am Mac

Am Montagabend durfte ich an einer Podiumsdiskussion zum Thema Onlinesucht, insbesondere bei Jugendlichen, sein. Gefragt waren mein Wissen über Social Networks und meine Erfahrungen wie Jugendliche mit den neuen Medien umgehen. Neben mir war auch eine Bloggerin und Mutter von drei Teenager auf dem Podium, sowie ein ehemals betroffener Jugendlicher und ein Psychologe.

Nach diesen sehr interessanten Einsichten zu einem Thema, dass wohl jede Familie betrifft, stellte sich rasch die Frage, ab wann soll ein Jugendlicher ins Internet? Ab wann alleine? Ab wann braucht ein Teenager ein Smartphone oder ein Notebook, bzw. Computer? Nun, darauf gibt es keine feste Antworten. Sicher ist nur, verweigert man den Jugendlichen den Zugang zu gängigen Technologien, drängt man diese bewusst in eine Aussenseiterposition, was nicht unbedingt wünschenswert ist. Ein Notebook ab 14 Jahren ist nicht so verkehrt und Smartphones, oder Handys, ab 12 Jahren die Regel.

Damit das Internet aber nicht zu Sucht werden kann, braucht es Grenzen. Wie beim Umgang mit allen im Leben eines Kindes. Je eher ein Kind Grenzen erfährt, desto besser kann es später damit umgehen. Grenzen sind aber da um gebrochen zu werden, beispielsweise mit dem Notebook die ganze Nacht ein Online-Game spielen, während die Eltern schlafen. Und wie heisst es so schön. Vertrauen ist Gut, Kontrolle ist besser…

Mac OS X bringt hier einige technische Hilfsmittel welche man benutzen kann. Diese sind in meinen Augen aber eher begleitende Massnahmen und nehmen die Eltern nicht aus der Pflicht die Kinder, zumindest am Anfang, im Umgang mit dem Internet zu begleiten. Auch wenn man selber kaum Ahnung hat, sollten sich die Eltern vom Kind erklären lassen was es da macht und warum jetzt das Online-Game XY so spannend ist.

Benutzung des Mac zeitlich beschränken

In den Systemeinstellungen > Kindersicherung kann angeben zu welchen Zeiten ein Computer benutzt werden darf. Wenn man möchte kann man auch den Zugriff auf Programme beschränken und im Internet nur von Hand erfasste Website besuchen. Selbst bei E-Mail muss im Zweifelsfall der Versand eines Elternteil bestätigt werden.

Benutzung des Internet beschränken

Unter dem Programm AirPort auf dem Mac kann das WLAN auch sehr genau konfiguriert werden. Beispielsweise kann die MAC Adresse des iPad, iPod touch oder iPhone eingetragen werden und diesen nur zu bestimmten Zeiten an bestimmten Tagen den Zugriff ins Internet gewähren. Gerade beim iPhone macht das natürlich weniger Sinn dank 3G, LTE, etc. Bei den iPod, iPad oder Mac kann es aber wieder Sinn machen.

Wie gesagt, es sind technische Hilfsmittel, welche nur eingesetzt werden soll mit einem vorgängigen Gespräch oder als letzte Notbremse. Ich persönlich werde es, wenn die iTochter dann im entsprechenden Alter ist, ohne solche technischen Beschränkungen probieren. Ich glaube der Charakter eines Kindes wird wesentlich stärker wenn die Versuchung vor einem liegt, man aber gut darauf verzichten kann. Schon heute kann der iPod touch auch mal im Wohnzimmer liegen ohne das dieser Beachtung geschenkt kriegt oder zumindest nach zwei lieben Worten das elektronische Spielzeug freiwillig abgelegt wird, während man solche Geräte bei anderen Kinder weggeschlossen haben muss.

Renato

Renato Mitra ist ein leidenschaftlicher Vollblut-Blogger. Apple Experte. MINI Fan. Kommuniziert leidenschaftlich gerne über digitale Kanäle. Ansonsten: Try, fail, think, learn, repeat.
6 Comments
  1. Oliver Bornhauser

    Wir handhaben es so bei unserer 5 1/2 jährigen Tochter: Sie darf ab und zu am iPad oder bei unseren iPhones etwas schauen oder spielen (meistens Lernspiele wie mini LÃœK, etc.). Das finde ich sogar noch eine sinnvolle Sache. Selbstverständlich muss dies in einem gesunden Rahmen stattfinden. Heutzutage wachsen die jungen Menschen einfach damit auf. Daher finden wir, dass wir diese "Hilfsmittel" auch einsetzen sollten. Wir sind ja nicht besser.... ständig haben wir solche Geräte in den Fingern, da können wir es ja den Kinder nicht verbieten. Bei uns liegen auch immer die Geräte wie iPad, iPad mini oder halt die iPhones herum. Aber unserer Tochter würde sich nie einfach ein Gerät schnappen und einfach einen Film schauen oder so. Aber ich denke das ist generell eine Sache der Erziehung. Ähnlich handhaben wir es auch mit Süssigkeiten und auch da funktionert das (jedenfalls zur Zeit) einwandfrei so....

  2. JMM

    Ich selbst bin jetzt 19 Jahre alt… meinen ersten eigenen Desktop-Computer hatte ich mit 4 1/2 Jahren, aber durfte ihn nur einmal die Woche für eine Stunde benutzen. Internet war noch nicht das Thema, bis ich 8 war gab es hier nur 64k Internet, dass hatte nur ein Rechner im Haus. Mit der Zeit wurde die Nutzung Selbständiger, nach Lernspielen auf windows 3.11 kam mit Windows 98 bald auch Musik hören dazu. Trotzdem habe ich auch immer mit Freunden draussen oder mit Legos etc. gespielt. Je älter ich wurde, desto selbstständiger wurde ich auch mit dem Computer, mit 12, nach der Scheidung meiner Eltern hatte ich mein erstes eigenes Laptop und habe seit dem auch das Netzwerk verwaltet. 802.11N und andere Technologien hielten nach und nach Einzug in unser Haus. Der Switch auf Apple erfolgte für mich persönlich und schnell auch für alle anderen Familien Mitglieder. Heute bin ich schon eine Autorität in Sachen IT in meinem Umfeld und kann sagen, dass all das schon sehr positive Auswirkungen hatte. Ich bin meinen Eltern also sehr Dankbar was meine recht liberale Erziehung zum Thema Computer angeht. Nebenbei: Fernsehen durfte ich erst mit 6 und auch nur Kultur Programme und Dokumentationen etc.

  3. Milos Radovic

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  4. CornelS

    Ich halte nichts von Kindersicherungen. Das sind ja Zustände wie in China ;). Bin auch dafür, dass man Kindern früh den Zugang zur Technik gewährt, aber bitte nicht mit Filtern und sonstigen Dingen eingrenzen. Ich finde es besser wenn die Kinder ohne Filter lernen dass es z.B. gute und schlechte Seiten gibt. Software Einschränkungen führen nur dazu, dass das "Verbotene" noch interessanter wird und irgendwann werden sie es umgehen können oder sie gehen zu Kollegen die nicht eingeschränkt sind. Was ja auch nicht das Ziel sein kann. Und schlussendlich sollte man mit den Kids auch ein Vertrauensverhältnis haben. Was durch Einschränkungen nicht unbedingt gefördert wird.

  5. Lotte

    Sehr interessanter Artikel, da ich selbst Lehrerin werde und dieses Thema immer wieder hitzig diskutiert wird. Ich bin da sehr liberal. Ich selbst wurde mit einer offenen Süssigkeitendose erzogen, meine Schwester ist heute Model, ich bin auch nicht übergewichtig geworden. Wir hatten sehr früh schon Handys, Computer mit Internet, es war alles da. Was ich viel wichtiger fand, wir hatten aber auch Haustiere. Namentlich Hunde, die zwar zur Jagd ausgebildet waren, aber trotzdem ausgesprochen familientauglich waren. So kamen wir nie gross in Versuchung einen schönen Tag vor dem Fernseher/Computer zu verbringen, wer würde schon einen Baggersee mit Hund gegen einen PC eintauschen? Ich finde Eltern sollten hier liberaler sein und trotz Einschränkungen einen Hund dazunehmen, es lohnt sich, besonders für die Kinder.

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