Zwei Jahre nach Steve Jobs‘ Tod.

Apple 5. Oktober 2013

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Zwei Jahre nach Steve Jobs‘ Tod.

Steve Jobs

Zwei Jahren ist es nun her, als Apple den Tod seines Mitgründers und Retters Steve Stobs verkünden musste. Die IT-Branche hat den wohl bisher grössten Visionär verloren. Vieles hat er in der IT, wie aber auch Musik-Branche, umgekrempelt und neue Spielregeln eingeführt oder zumindest etabliert. [tweetable]Nein, Jobs war kein Erfindern sondern ein Visionär, welche gute Ideen, tolles Design und nützliche Funktionen erkennen und zusammenführen konnte.[/tweetable]

Tim Cook hat gestern folgende Mail an die Mitarbeiter verschickt:

Tomorrow marks the second anniversary of Steve’s death. I hope everyone will reflect on what he meant to all of us and to the world. Steve was an amazing human being and left the world a better place. I think of him often and find enormous strength in memories of his friendship, vision and leadership. He left behind a company that only he could have built and his spirit will forever be the foundation of Apple. We will continue to honor his memory by dedicating ourselves to the work he loved so much. There is no higher tribute to his memory. I know that he would be proud of all of you.

Seit über zwei Jahren wird Apple nun von Tim Cook geführt und seit zwei Jahren kann niemand mehr den grossen Visionär um rat oder Hilfe bitte. Ob es nun Apple damit schlechter geht? Hätte Jobs in den letzten zwei Jahren ein paar Dinge anders gemacht? Hätte er die Apple Karten in dem damaligen Zustand auf den Markt gebracht? Hätte der Aktienkurs unter Jobs gleich gelitten? Bildschirmfoto 2013-10-05 um 11.30.50

Es ist klar, die Leistungen von Tim Cook werden an einer sehr grossen Person gemessen! Ein Vergleich ist aber absurd, denn [tweetable]Steve Jobs kann von keinem Menschen dieser Welt ersetzt werden.[/tweetable] Leicht geht auch vergessen, dass auch Jobs Probleme hatte. Denken wir an Antennagate, an die Probleme mit MobileMe und iCloud. Auch der grosse Meister hat nicht alles perfekt in den Markt gebracht. Der Aktienkurs erreichte auch erst ein Jahr nach dem Tod von Jobs das Allzeithoch und steht im Vergleich zu seinen Lebzeiten immer  noch hoch.

Ich glaube jetzt ist auch noch nicht die Zeit um die Arbeit von Tim Cook, Jony Ive und Craig Federighi mit Steve Jobs zu vergleichen. Was bisher geschah, war sicher schon vor zwei Jahren geplant. [tweetable]Ein erster Ausbrecher der alten Traditionen kann ich nur im einjährigen Bestehend vom iPhone 5 und der Ablösung durch das iPhone 5C sehen.[/tweetable] Einen echten Vergleich zwischen der aktuellen Apple-Mannschaft und Steve Jobs wird sich wohl erst in drei bis fünf Jahren zeigen.

ist ein leidenschaftlicher Vollblut-Blogger. Apple Experte. MINI Fan. Kommuniziert leidenschaftlich gerne über digitale Kanäle. Ansonsten: Try, fail, think, learn, repeat.
6 Comments
  1. Angelika

    Hi Renato. Alles richtig -- und das derzeitige Team wurde noch von Steve geprägt und trägt somit seine Visionen noch weiter. Auch ist sicher richtig, dass einiges von heutigen Produkten noch der Ideenkiste von Steve entstammt (er hat ja nicht heute etwas erdacht und morgen war es auf dem Markt - das bedingt ja Entwicklungen und Umsetzungsforschung). Richtig ist aber auch, das z.B. IOS 7 eine Funktionalität hat die sicher Steves Kiste entspringt, aber ein Design aufweist, bei dem sich ihm der Magen umgedreht hätte. Dieses Design hat fast etwas von einem krampfhaften Versuch nur ja alles anders zu machen. Es wirkt als sei sowohl mit dem Rausschmiss des Mannes der Steve am ähnlichsten war und dessen Design von IOS beabsichtigt, krampfhaft zu beweisen: wir können alleine - wir können ohne Steve. Leider wirkt das so zwanghaft, dass das Ergebnis sehr fragwürdig ist. Richtig ist auch, dass selbst Steve in seiner Biografie erkannt hat, das TC zwar ein guter Zahlenfreak sein mag und von mir aus auch ein guter CEO im BWL-Sinne, aber das ihm etwas entscheidendes fehlt: die Liebe zu den Produkten und die Begeisterung dafür, die bei jedem Apple-Fan unter Steve den Funken überspringen lies. Apple täte wohl gut daran, nicht diesen trockenen farblosen Präsentanten die Keynotes machen zu lassen, sondern Teammitglieder die die Liebe zu den Produkten genauso in sich tragen, wie Steve das tat. Abgesänge auf Apple sind sicher genau falsch wie ein rückwärtsgewandter Stillstand, weil Steve nicht mehr da ist. Aber fast zwanghaft alles im Hauruck-Verfahren umzuschmeißen, nur um sich als "wir können auch ohne Steve" zu profilieren, ist sicher nicht der richtige Weg. Insofern hoffe ich, dass das Team den Mittelweg findet und nicht nochmal so einen Design-Fauxpas wie die Bonbon-Icons von IOS 7 produziert, sondern eher über eine zumindest etwas seriöser anmutende Korrektur nachdenkt.

  2. Angelika

    Ach so - noch vergessen -- die aktuelle Transparenz die es bei Steve nie gab. Da waren Keynotes noch Überraschungen, weil nichts wirklich vorher durchsickerte. Seit TC sind die Keynotes leider zu Bestätigungsveranstaltungen der Gerüchteküche verkommen. Und ich persönlich halte auch nur sehr wenig von TC´s Entschuldigungsorgien ala angeblichem Kartendisaster. Ich kann mich nicht erinnern, dass sich Steve je für ein Produkt entschuldigt hätte.

  3. Renato Mitra

    Doch, doch. Auch ein Steve Jobs hat sich entschuldigt. Beispielsweise bei der Antennagate und meinte noch "Wir sind nicht perfekt.". Auch als der Preis vom ersten iPhone gekürzt wurde und sich die Early Adopters hintergangen fühlten hat sich Jobs entschuldigt. Ebenso bei ungehaltenen Preisversprechungen beim Macintosh G4 und bei Unstimmigkeiten bei Aktienoptionen... Es gab sicher noch weitere Fälle. Wir vergessen schnell negative Dinge. Das ist das tolle an unserem Leben. =)

  4. spottenrumpel

    dem ist nichts hinzuzufügen ....

  5. Justus

    Interessanter und auch atemberaubender Artikel über Entstehung und vor allem die Präsentation des ersten iPhones. Zudem wird einem die Durchsetzungskraft von Steve Jobs vor Augen geführt. Das wird wohl kaum einer wiederholen können: http://www.nytimes.com/2013/10/06/magazine/and-then-steve-said-let-there-be-an-iphone.html

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